Zukunft des Kinos Vom Klick zum Film
Das Internet wird die Kinos verändern. Heute entscheiden die Zuschauer im Netz über das Programm in ihrer Stadt. Morgen vielleicht schon über das Drehbuch neuer Filme.
© saphiree / photocase.com

Stirbt das Kino? Zumindest wird es in Zukunft ein anderes sein
Es ist schon ein ungewohntes Bild: Menschen mit Popcorntüten und Fritz-Kola-Flaschen stehen in langen Reihen in einer rauen Fabrikhalle. Alles ist etwas zu groß, die Gespräche scheinen irgendwo unter dem großen Glasdach zu verhallen. Früher wurden hier mal Schiffsschrauben produziert. Heute zeigt man ein anspruchsvolles Kinoprogramm. Die Hamburger Zeise-Hallen waren schon immer ein Sinnbild für die Bewegung. Ob nun Schiff oder Bild. Es bewegt sich was in deutschen Kinos.
Und das trotz der seit Jahrzehnten kursierenden Grabesreden. Es ist nicht unbedingt neu, aber jetzt ist es zumindest richtig: Das Kino wird sterben. Ginge man danach wäre der Patient schon viele qualvolle Tode gestorben. Mit jeder Einführung eines neuen Mediums erlebten die kulturpessimistischen Visionen einen neuen Aufschwung. Doch diesmal ist es anders: der Puls ist schwach, die Sitzreihen leer. Ist es nun soweit?
Tatsächlich wird das Kino momentan von einer Vielzahl medialer Einflüsse be- und verdrängt. Etwa durch die freie Verfügbarkeit eines kostengünstigen und leistungsstarken Internets. Oder durch die Einführung neuer Home-Entertainment Systeme, die ein authentisches Kino Erlebnis auch zu Hause möglich machen: sogar in 3-D. Und zuletzt sind es die Filme selbst, die jederzeit -legal oder illegal- für jedermann verfügbar sind. Das institutionelle Kino wird uns trotzdem auch morgen erhalten bleiben. Aber die Form von Kino, die wir kennen, wird sich verändern.
Die Mediengeschichte zeigt: kein Massenmedium hat es jemals geschafft ein anderes Massenmedium ganzheitlich zu verdrängen. Das Buch erfreut sich trotz Rundfunk noch heute seitengefüllt höchster Beliebtheit. Das Radio hat trotz Fernsehen weder Sprache noch Töne verloren. Aber ohne Folgen bleibt die Einführung des Internets nicht. Es lehrt uns vor allen Dingen eine neue Form von demokratischer Mitbestimmung. Interaktion ist jetzt keine bloße Worthülse mehr. Ob MySpace oder YouTube, die User spielen nicht nur mit, sie entscheiden ihr Programm selbst. Und dass will erst mal gelernt sein.
- Datum 27.04.2010 - 09:40 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Der Film "Topper gibt nicht auf!" ist bereits in 3D abgedreht und befindet sich derzeit in der finalen Postproduktions-Phase mit einem voraussichtlichen Premierentermin im Mai 2010. Die Kooperation der Filmhochschule "Konrad Wolf" in Bablesberg mit Moviac hat vor allem zum Ziel, einen Verleih für diesen Film zu finden. Doch auch damit werden neue Wege beschritten im Sinne der von Ihnen beschriebenen "Annäherung zweier Medien". Mit den Stimmen der Moviac-Mitglieder kann einem potentiellen Verleih gezeigt werden, wie groß das Interesse an diesem Film ist und dass auch ein aus dem Rahmen des Üblichen fallender Film (eine 25-minütige Tragikomödie in 3D produziert an einer deutschen Filmhochschule im Rahmen eines vom Bundeswirtschaftsministeriums geförderten Forschungsprojekts) sein Publikum finden kann.
Mit freundlichen Grüßen,
Jennifer Hoffmann.
Producerin von "Topper gibt nicht auf!"
Bitte den Artikel noch mal auf Kommafehler, die Schreibung von Komposita und die Unterscheidung von "das" und "dass" überprüfen. Jeoje!
es gibt doch sicher Programme, die überprüfen. Traurig stimmt mich die Aussage, eine Vorführung in einer früheren Schiffsschraubenfabrik wäre besonderes Kino. Das besondere Kinoerlebnis gibt es auch heute schon. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die gute Sicht auf die Leinwand von allen Plätzen aus ! Es ist auch heute schon das Kinoerlebnis in Hamburg (weltoffen) ein ganz anderes als das in Paderborn (schwarz eingefärbt.)
es gibt doch sicher Programme, die überprüfen. Traurig stimmt mich die Aussage, eine Vorführung in einer früheren Schiffsschraubenfabrik wäre besonderes Kino. Das besondere Kinoerlebnis gibt es auch heute schon. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die gute Sicht auf die Leinwand von allen Plätzen aus ! Es ist auch heute schon das Kinoerlebnis in Hamburg (weltoffen) ein ganz anderes als das in Paderborn (schwarz eingefärbt.)
es gibt doch sicher Programme, die überprüfen. Traurig stimmt mich die Aussage, eine Vorführung in einer früheren Schiffsschraubenfabrik wäre besonderes Kino. Das besondere Kinoerlebnis gibt es auch heute schon. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die gute Sicht auf die Leinwand von allen Plätzen aus ! Es ist auch heute schon das Kinoerlebnis in Hamburg (weltoffen) ein ganz anderes als das in Paderborn (schwarz eingefärbt.)
Also mir das hier beschworene Gemeinschaftsgefühl im Großraumkino suspekt. Meine Emotionen muss ich nicht mit 100 Leuten teilen. Störende Essgeräusch und Lachen an unpassenden Stellen irritieren einfach nur. Wäre da nicht die Größe der Leinwand und die Soundmaschinerie, ich würd meinen 23" Breitbildschirm in meinem Zimmer allemal vorziehen.
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