"Wall Street 2" "Ein Widerspruch im kapitalistischen System"
Nach 22 Jahren produziert Ed Pressman die Fortsetzung des Spekulantendramas "Wall Street". Wegen der Finanzkrise, klar. Aber Gewinn will auch er machen. Das kann klappen.
Cannes, Hotel Carlton. Keine fünf Stunden nach der ersten Pressevorführung seines Films Wall Street 2 sitzt der Produzent Ed Pressman in einem abgeschotteten Teil des Gartens und studiert die ersten Kritiken. 22 Jahre sind vergangen, seit er und Oliver Stone den Investment-Banker Gordon Gekko zur Filmikone und zum Sinnbild des Kapitalismus machten. Nun ist die alte Liga wieder vereint.
ZEIT ONLINE: Mr. Pressman, wie kamen Sie darauf, nach 22 Jahren an die Geschichte von Wall Street anzuknüpfen?
Ed Pressman: Der ausschlaggebende Punkt war, dass Gordon Gekko über die letzten zwanzig Jahre zu sehr viel mehr wurde als nur einem Filmcharakter. Er repräsentiert eine Ära der amerikanischen Kultur. Immer wieder bezogen sich Zeitungen, Magazine und Bücher auf seine Person, und sogar bei Menschen, die den Film nicht gesehen hatten oder die damals noch zu jung waren, schien seine Person eine gewisse Relevanz zu haben. Außerdem bemerkte ich, dass die Wall Street für unsere globalisierte Finanzwelt inzwischen sehr viel mehr ist als jene kleine Gegend in New York. Also begann ich zu planen. Michael Douglas war gewillt, aber Oliver sagte nach einigem Überlegen ab. Erst als 2008 die Finanzkrise in die Märkte einschlug und wir vorhatten, das Drehbuch an die jüngsten Ereignisse anzupassen, begann Oliver, sich wirklich für die Geschichte zu interessieren. Von da an entwickelte das Projekt eine Eigendynamik.
ZEIT ONLINE: Viele erwarteten deshalb eine harsche Haltung gegenüber dem Kapitalismus, doch das Ergebnis ist wesentlich milder als gedacht. Kann so ein Unterfangen mit einem Konzern wie 20th Century Fox im Rücken überhaupt gelingen?

Der Filmproduzent Ed Pressman
Pressman: Das ist ein Widerspruch im kapitalistischen System, den es schon immer gab. Filme, die den Kapitalismus aufs Korn nehmen, aber gleichzeitig lukrativ sind, wird ein echter Kapitalist wie Rupert Murdoch nicht von der Hand weisen. Avatar drehte sich ja bekanntlich auch um die Übel der westlichen Zivilisation – und Fox hat ein hübsches Sümmchen damit verdient.
ZEIT ONLINE: Wall Street gilt heute als Welterfolg, hat in Amerika allerdings nur 46 Millionen Dollar eingespielt. Als wirklich lukratives Ergebnis kann man das trotz der geringen Entstehungskosten von 15 Millionen Dollar nicht bezeichnen.
Pressman: Weltweit hat er etwa 110 Millionen Dollar eingespielt, aber Sie haben Recht: Der Film war erfolgreich, Douglas hat den Oscar bekommen, aber ein Blockbuster war er nicht. Zumindest nicht verglichen mit dem, was man bei der Reputation des Films eigentlich erwarten würde.
ZEIT ONLINE: Wall Street 2 dagegen wurde als aufwändiger Blockbuster inszeniert, der ein Vielfaches gekostet haben dürfte. Was muss der Film einspielen, dass Sie ihn als Erfolg verbuchen?
- Datum 15.05.2010 - 09:11 Uhr
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Wall Street ist trotz Hollywood, trotz Mainstreamcharakter, trotz Produzentendiktaturen ein sehr guter und wichtiger Film geworden. Man kann nicht alles in Bausch und Bogen verdammen, was aus Hollywood kommt, das wäre viel zu simpel und würde der Kraft und Dynamik Hollywoods nicht gerecht werden. Immerhin gibt es solche Filme wie "Wall Street, Philadelphia, der schmale Grat, die drei Tage des Condors, Missisippi-Burning oder die Unbestechlichen", um nur ein paar zu nennen, die Flagge zeigen.
Natürlich ist das profitorientierte Filmindustrie, natürlich wird der Kapitalismus gepflegt und viel Geld verkurbelt, aber besser so, als Robin Hood oder Gladiator, um zwei Filme zu nennen, die trotz alledem nicht ganz besch..... sind. Mir fehlen die Statements von Jarmusch oder Aronofski oder Tarantino, eindeutig Stellung zu beziehen und auch in Kunstform wichtige Aussagen zu treffen. Michael Moore ist zwar die provozierende Avantgarde, aber immer noch besteht Hollywood aus 95% Junkproduktionen. Und das ist erschreckend - denn gerade die europäische Kinokultur wird von diesem "Schrott" überschwemmt und gerade junge Menschen werden durch Trashmovies des Hollywoodkinos negativ gepolt. Ich bin froh, dass es Redfords Festival gibt und dass Malick außerhalb jeder Norm dreht, aber ich bin auch immer wieder überrascht, dass aus den USA mit seiner Superfilmindustrie immer wieder gute und hervorragende Streifen kommen. Cassavetes und Allen oder Nicholas Ray lassen mahnend grüßen.
W. Neisser
Kapitalismus ist an Geld interessiert nicht an Moral, ethischen Leitlinien, Menschen oder verfilmten Fürsprachen.
Da das immer wieder übersehen wird, muss man wohl annehmen, dass die meisten Menschen nicht damit zurecht kommen, dass zwar der Kapitalismus ähnlich wie die Natur dem Menschen nutzen und schaden kann, aber ganz anders als die Natur sich der Kapitalismus direkt und gezielt gegen den Menschen wendet, wenn dadurch ein Dritter Geld verdienen kann.
Wo andere Naturkräfte wahllos ihre Opfer nehmen, sucht sich der Kapitalismus die schwächsten und am leichtesten zu nehmenden Hindernisse, um sie zu überwinden und zu Geld zu machen. Er bedient sich dabei aller Erfindungsgabe, Schläue, Habsucht und Grausamkeit die der Mensch nur aufbringen kann. Wenn es der eine nicht tut, tut es der andere. Das ist Kapitalismus. Die kapitalistischen Prinzipien machen den Mensch zum Wolf. Die Anerkennung des Kapitalismus machen den Wolf gesellschaftsfähig. Und jeder hofft, dass es nicht ihn erwischt.
Damit Kapitalismus überhaupt funktionieren kann, schützen wir Eigentum durch die Verfassung, und als Feigenblatt steht im Grundgesetz, dass Eigentum verpflichtet. Der Sinn ist heute dahingehend uminterpretiert, dass das Eigentum den Steuerzahler dazu verpflichtet, es mit Bürgschaften zu retten.
Die Schafe retten den Wolf, und wundern sich, dass er hinterher immer noch ein Wolf ist.
ich finde Ihre Argumentation ausgezeichnet, diese Rhetorik ist wirklich präzise, ich würde es nicht besser können, ohne überheblich zu sein. Was aber immer vergessen wird, ist die Tatsache, dass sich Geld nicht selbst gebiert, es wird immer nur von einer Tasche in die andere geleitet, den einen weggenommen und den anderen zugeschustert. Der Kapitalismus ist aber zutiefst perfide, weil er die ausbeutet, die erst den Mehrwert in Form von Geld schaffen und es ihnen dann wieder abnehmen. 80-90% erwirtschaften das Geld und die anderen horten es, verprassen es und vervielfachen es, indem sie mit dem erbeuteten Geld anderes Geld anziehen und damit andere wiederum ausbeuten. Alles was geschaffen wird, sollte der menschlichen Gesellschaft dienen, die waren und das Geld, aber das Gegenteil ist der Fall. Um zu überleben, müssen gerade wir in den ressourcenarmen Ländern wie in Europa sehr viel Geld in Bildung, Kultur und soziale Gerechtigkeit investieren. Der Kapitalismus steht allerdings am Scheideweg, worauf ich 30 Jahre gewartet habe. Ich hoffe, wir schaffen ein globalisiertes und nachhaltiges Wertesystem im Dienste aller Menschen.
Wolfgang Neisser
ich finde Ihre Argumentation ausgezeichnet, diese Rhetorik ist wirklich präzise, ich würde es nicht besser können, ohne überheblich zu sein. Was aber immer vergessen wird, ist die Tatsache, dass sich Geld nicht selbst gebiert, es wird immer nur von einer Tasche in die andere geleitet, den einen weggenommen und den anderen zugeschustert. Der Kapitalismus ist aber zutiefst perfide, weil er die ausbeutet, die erst den Mehrwert in Form von Geld schaffen und es ihnen dann wieder abnehmen. 80-90% erwirtschaften das Geld und die anderen horten es, verprassen es und vervielfachen es, indem sie mit dem erbeuteten Geld anderes Geld anziehen und damit andere wiederum ausbeuten. Alles was geschaffen wird, sollte der menschlichen Gesellschaft dienen, die waren und das Geld, aber das Gegenteil ist der Fall. Um zu überleben, müssen gerade wir in den ressourcenarmen Ländern wie in Europa sehr viel Geld in Bildung, Kultur und soziale Gerechtigkeit investieren. Der Kapitalismus steht allerdings am Scheideweg, worauf ich 30 Jahre gewartet habe. Ich hoffe, wir schaffen ein globalisiertes und nachhaltiges Wertesystem im Dienste aller Menschen.
Wolfgang Neisser
ich finde Ihre Argumentation ausgezeichnet, diese Rhetorik ist wirklich präzise, ich würde es nicht besser können, ohne überheblich zu sein. Was aber immer vergessen wird, ist die Tatsache, dass sich Geld nicht selbst gebiert, es wird immer nur von einer Tasche in die andere geleitet, den einen weggenommen und den anderen zugeschustert. Der Kapitalismus ist aber zutiefst perfide, weil er die ausbeutet, die erst den Mehrwert in Form von Geld schaffen und es ihnen dann wieder abnehmen. 80-90% erwirtschaften das Geld und die anderen horten es, verprassen es und vervielfachen es, indem sie mit dem erbeuteten Geld anderes Geld anziehen und damit andere wiederum ausbeuten. Alles was geschaffen wird, sollte der menschlichen Gesellschaft dienen, die waren und das Geld, aber das Gegenteil ist der Fall. Um zu überleben, müssen gerade wir in den ressourcenarmen Ländern wie in Europa sehr viel Geld in Bildung, Kultur und soziale Gerechtigkeit investieren. Der Kapitalismus steht allerdings am Scheideweg, worauf ich 30 Jahre gewartet habe. Ich hoffe, wir schaffen ein globalisiertes und nachhaltiges Wertesystem im Dienste aller Menschen.
Wolfgang Neisser
allso das die zeit sich dazu her gibt billig werbung zu machen um das die leute in diesen film gehen finde schrecklichaber nichviel schrecklich finde ich das das thema
überhaupt nicht zu sprache kam nur ah wie toll ist doch holly
wood hui ????
hier geht es nicht um Werbung für Filme und nicht um eine Lobhudelei für Hollywood,
da scheinen sie gar nichts verstanden haben - was lesen Sie denn, wie lesen Sie und
was schauen Sie sich im Fernsehen an , darüber sollten Sie sich Gedanken machen. Außerdem finde ich es schon wichtig, wenn man Kommentare schreibt, dass die Orthografie wenigstens richtig und verständlich ist. Und vergessen Sie nicht, dass die ZEIT eine der wenigen Zeitschriften ist, die kontrovers und sachlich fundiert zum Selbstdenken anregt, denn das soll mit derartigen Artikeln erreicht werden. Sie verwechseln offensichtlich Werbung mit Information, aber das wundert in unserer Welt keinen mehr, da sich die Menschen hauptsächlich nur noch in den Seichtgewässern des Infotainement der Boulevardpresse bewegen.
Compris?
Wolfgang Neisser
hier geht es nicht um Werbung für Filme und nicht um eine Lobhudelei für Hollywood,
da scheinen sie gar nichts verstanden haben - was lesen Sie denn, wie lesen Sie und
was schauen Sie sich im Fernsehen an , darüber sollten Sie sich Gedanken machen. Außerdem finde ich es schon wichtig, wenn man Kommentare schreibt, dass die Orthografie wenigstens richtig und verständlich ist. Und vergessen Sie nicht, dass die ZEIT eine der wenigen Zeitschriften ist, die kontrovers und sachlich fundiert zum Selbstdenken anregt, denn das soll mit derartigen Artikeln erreicht werden. Sie verwechseln offensichtlich Werbung mit Information, aber das wundert in unserer Welt keinen mehr, da sich die Menschen hauptsächlich nur noch in den Seichtgewässern des Infotainement der Boulevardpresse bewegen.
Compris?
Wolfgang Neisser
hier geht es nicht um Werbung für Filme und nicht um eine Lobhudelei für Hollywood,
da scheinen sie gar nichts verstanden haben - was lesen Sie denn, wie lesen Sie und
was schauen Sie sich im Fernsehen an , darüber sollten Sie sich Gedanken machen. Außerdem finde ich es schon wichtig, wenn man Kommentare schreibt, dass die Orthografie wenigstens richtig und verständlich ist. Und vergessen Sie nicht, dass die ZEIT eine der wenigen Zeitschriften ist, die kontrovers und sachlich fundiert zum Selbstdenken anregt, denn das soll mit derartigen Artikeln erreicht werden. Sie verwechseln offensichtlich Werbung mit Information, aber das wundert in unserer Welt keinen mehr, da sich die Menschen hauptsächlich nur noch in den Seichtgewässern des Infotainement der Boulevardpresse bewegen.
Compris?
Wolfgang Neisser
Roman, Fantasie. Auf die heutige Zeit zugeschnitten!
Das ist keine kritische Dokumentation!
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