Cannes "Männer und Schönheit passen nicht zusammen"Seite 2/2
Grimes: Ja. Er hat mich auf einer Party angesprochen und mich gefragt, ob ich dazu bereit wäre. Das habe ich gemacht, weil es gut für meine Schauspielkarriere ist. Ich habe generell kein Problem damit, will aber andererseits auch nicht darauf reduziert werden, wie ich aussehe. Da sollte sich im Zusammenhang mit meiner Person schon noch mehr abspielen.
ZEIT ONLINE: Wie sind Sie, der Sohn eines Pastors aus Ohio, denn eigentlich bei der Schauspielerei gelandet?
Grimes: Ob Sie es glauben oder nicht: Ich war früher richtig religiös, habe in der Kirche Schlagzeug gespielt, bin dort aufgewachsen. Aber dann gab es da noch meine lebhafte Vorstellungskraft und die Lust an der Performance an sich. Ich dachte mir irgendwann, etwas völlig anderes zu machen und aus Ohio wegzuziehen. Ich ging nach New York und studierte dort für zwei Jahre Schauspiel an der American Acadamy of Dramatic Arts.
ZEIT ONLINE: Was hat Ihnen das gebracht?
Grimes: Eine sehr wichtige Erkenntnis: das Selbstvertrauen in mich selbst und die Zuversicht, es in diesem Geschäft vielleicht wirklich zu etwas bringen zu können. Durch Bücher kann man Schauspielerei nicht lernen.
ZEIT ONLINE: Junge Schauspieler haben oft das Problem, Ihre eigene Eitelkeit nicht für eine Rolle zurückstecken zu können. Sind Sie darüber schon hinaus?
Grimes: Ich habe das vor allem durch die Arbeit mit Ellen Barkin gelernt. Sie lässt sich förmlich in Szenen fallen, blind, bedingungslos, furchtlos, ohne Rücksicht auf ihr Aussehen. Sie tut, was nötig ist, um die Rolle zu spielen. Sie atmet sie förmlich ein, ohne Eitelkeit, ohne Hemmungen. Das ist etwas, was ich bei meiner nächsten Rolle unbedingt beachten will.
ZEIT ONLINE: Sie leben inzwischen seit sechs Jahren in Los Angeles. Keine Angst, nur einer von vielen zu sein?
Grimes: Die Konkurrenz in meinem Alter ist so groß, dass ich mir rein theoretisch sogar die Möglichkeit vorstellen könnte, nie wieder eine Rolle zu bekommen. Nun glaube ich zwar auch, dass der Zweifel unbegründet ist, aber so ganz kann ich diese Furcht nicht verdrängen. Aber vielleicht ist gerade das ja auch der Motor, der mich weiter antreibt.
Das Gespräch führte Johannes Bonke
- Datum 18.05.2010 - 15:00 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 4
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:









"yeah ... another world being created"
"not the way people normally speak...you know..."
während er sich im Ohr pult.
Der Kerl sagt: "Ich finde es seltsam für einen Mann, über Schönheit zu sprechen. Irgendwie passt das nicht zusammen. Es ist eine harte Frage, die Sie mir da stellen."
Einfach ein paar Worte streichen, und schon hat man die schöne plakative Überschrift "Männer und Schönheit passen nicht zusammen".
Wen juckt es schon, dass er etwas völlig anderes gesagt hat, nämlich dass "Männer" und "über Schönheit reden" nicht zusammen passen?
gut ausgebildete Menschen im Berufsleben zu finden
die Zeitungen scheinen eben auch von dem Problem betroffen zu sein, PISA lässt grüßen, können weder lesen, noch schreiben noch das gesprochene Wort verstehen
gut ausgebildete Menschen im Berufsleben zu finden
die Zeitungen scheinen eben auch von dem Problem betroffen zu sein, PISA lässt grüßen, können weder lesen, noch schreiben noch das gesprochene Wort verstehen
gut ausgebildete Menschen im Berufsleben zu finden
die Zeitungen scheinen eben auch von dem Problem betroffen zu sein, PISA lässt grüßen, können weder lesen, noch schreiben noch das gesprochene Wort verstehen
Nur wegen der Überschrift habe ich das Interview gelesen-
dachte ich finde Rechtfertigungen für fehlendes Haupthaar und Plautze- wollte mir ein T-shirt mit dem Titelzitat drucken lassen- aber da es nicht echt ist....
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren