Kurzfilm "Anna und der Soldat" Die kurze Geschichte einer unmöglichen Rache

ZEIT ONLINE präsentiert in Kooperation mit dem Kurzfilmfestival Wendland Shorts den Film "Anna und der Soldat".

Albträume, die sie mit Kohlestift zu Papier bringt, plagen Anna in der Nacht. Als Einzige hat sie ein Massaker überlebt, das deutsche Soldaten 1944 an den Bewohnern eines italienischen Bergdorfs verübt haben. Seitdem lebt sie dort oben allein und in kargen Verhältnissen. Eines Tages kommt ein Fremder – und Anna bekommt fünf Jahre nach der Tragödie überraschend die Gelegenheit, Rache zu nehmen.

Der Kurzfilm, den Dirk Roggan 2004 produziert hat, wurde weltweit auf 147 Festivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet . Ohne Dialoge und nur mit einem kurzen Verweis im Off auf das zurückliegende Geschehen vertraut der Film auf die Kraft der Bilder. Die Kamera konzentriert sich auf die Gesichter der zwei Protagonisten, Pheline Roggan als Anna und Steffen Schroeder als Soldat. Die Filmbewertungsstelle urteilte über das Spiel von Pheline Roggan: "(Sie lässt) als Anna glaubhaft schmerzliche Verletztheit, Wut und Rachegefühle und die Erkenntnis des Abschiednehmens von einer grausamen Vergangenheit mit minimaler Mimik und kleinen Gesten spürbar werden."

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In der Beurteilung der Jury heißt es weiter: "Ein gelungener kleiner Film mit starken Momenten, der einem präzisen Drehbuch mit guter Dramaturgie vertrauen durfte." Der Film wurde mit dem Prädikat "wertvoll" ausgezeichnet. Die Erfahrungen, die Dirk Roggan mit ihm auf Festivals machte, brachten ihn dazu, ein eigenes Filmfest zu gründen: die Wendland Shorts.

Das Wendland Shorts Filmfestival

30 Kurzfilme hat ZEIT ONLINE seit Anfang das Jahres in Kooperation mit dem Kurzfilmfestival Wendland Shorts gezeigt. Das Festival prämiert seit 2007 jedes Jahr den besten Kurzfilm und die beste Filmidee. Es zeichnet sich durch die abgeschiedene und intime Atmosphäre im norddeutschen Lüchow-Dannenberg aus, in der junge Filmemacher mit Fachleuten und Cineasten unmittelbar ins Gespräch kommen können. Am 18. Juni ist es nun wieder soweit. Mit Beginn des diesjährigen Festivals endet die Kooperation. Ausgewählte und ausgezeichnete Kurzfilme werden Sie aber auch weiterhin regelmäßig auf ZEIT ONLINE finden.

Der Festivalleiter Dirk Roggan

Dirk Roggan hat das Wendland Kurzfilmfest gegründet. Den Ausschlag gab seine eigene - sehr erfolgreiche Teilnahme - an zahlreichen nationalen und internationalen Festivals seit 2004 mit dem von ihm produzierten Kurzfilm "Anna und der Soldat", der auch den Auftakt zu unserer Filmreihe macht. "Die besondere Note sollte die Nähe von Filmemachern, Jury und Publikum in entspanntester Umgebung sein", sagt Roggan. Dieser unmittelbare Kontakt zwischen jungen Filmemachern und Produzenten zahlte sich auch 2009 wieder aus: Eine der im vergangenen Jahr vorgestellten Filmideen wurde inzwischen umgesetzt.

Zum Film

Länge: 10 Minuten 17 Sekunden. Mit Pheline Roggan und Steffen Schroeder. Buch und Regie: Sören Hüper und Christian Prettin. Produktion: Dirk Roggan, gemeinsam mit der Produktionsfirma Honnom des Autoren- und
Regisseurduos

 
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