Cinema Jenin Die Hoffnung führt Regie
In Dschenin, einst Zentrum der Intifada, wird nach mehr als 30 Jahren das schönste Kino der Westbank wieder eröffnet. Die Macher träumen von einer neuen Ära der Annäherung.
© Saif Dahlah/AFP/Getty Images

Mit einem dreitägigen Filmfestival feiern Palästinenser und Besucher die Wiedereröffnung des "'Cinema Jenin" in der Hauptstadt des Westjordanlands
Marcus Vetter sieht müde aus. Die vorigen Nächte hat der deutsche Regisseur fast durchgearbeitet, pausenlos klingelt sein Telefon. Am Nachmittag ist der Strom ausgefallen, wie so oft in den letzten Tagen, und das Notstromaggregat, das im Zweifel einspringen soll, hält nur 15 Minuten. Diese Unwägbarkeiten bringen Vetter nicht mehr aus der Ruhe. Häufig ist seinem Team in den letzten Monaten das Geld ausgegangen, immer wieder gab es Rückschläge und Widerstand. Vetter sagt: "Die Chance, dieses Kino in Dschenin wieder zu eröffnen, lag im Rückblick ohnehin bei weniger als einem Prozent."
Nun ist das Kino fertig. Soeben ist die Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger in Dschenin zur Eröffnungsfeier eingetroffen. Die Polizei hat alle Mühe, des Andrangs vor dem grauen Gebäude Herr zu werden. Reporter aus der ganzen Welt sind angereist, und wenn nichts mehr schief geht, wird in wenigen Minuten der palästinensische Premierminister Salam Fayyad aus seiner Limousine steigen, über den improvisierten roten Teppich gehen und das Band am Eingang des Kinos zerschneiden. Drinnen wird bis zur letzten Minute gearbeitet. Auf der Bühne vor der Leinwand liegt noch Bauschutt. Auf der Rückseite des Gebäudes wird eine weitere Leinwand angebracht, auf dem am Abend unter freiem Himmel der Eröffnungsfilm laufen soll.
Dschenin war bis vor wenigen Jahren die Terrorzentrale des Westjordanlands. Von dort kamen viele der Attentäter während der zweiten Intifada, die im Jahr 2000 begann. Im Mai 2002 lieferte sich hier die israelische Armee mit palästinensischen Widerstandskämpfern einen blutigen Kampf. Das Flüchtlingslager am Stadtrand wurde dabei fast vollständig zerstört. Seit einigen Jahren hat sich die Stadt gewandelt: Die israelische Armee ist aus den Straßen verschwunden, der Wohlstand ist wie in vielen Städten der Westbank gewachsen und die Sicherheit ist zurückgekehrt. In der Region gilt Dschenin inzwischen als Labor für den Frieden. Das neue Kino soll der Stadt zu neuem Glanz verhelfen, und – wie es der Gouverneur von Dschenin, Quadura Mousa sagt, zeigen, dass die Stadt ein "sicherer Ort" ist.
Mehr als zwei Jahre hat Vetter auf diesen Moment hingearbeitet. Als der Tübinger Dokumentarfilmer das Cinema Jenin 2007 entdeckte, war er wegen seines Films in der Stadt: Das Herz von Jenin . Vetter erzählt darin gemeinsam mit dem israelischen Regisseur Leon Geller die Geschichte von Ismael Khatib, einem Mann aus dem hiesigen Flüchtlingslager. Im November 2005 lief dessen Sohn mit einer Spielzeug-MG durch die Straßen. Ein israelischer Soldat hielt das Gewehr für echt und schoss dem Jungen in den Kopf.
© David Silverman/Getty Images

Der Filmemacher und Initiator des Projekts, Marcus Vetter
Als Ismael Khatib davon erfuhr, entschied er, dass die Organe seines Sohnes an Bedürftige gehen sollten – unabhängig von ihrer Religion oder Herkunft. Kurz darauf schlug das Herz seines Sohnes im Körper eines jungen Mädchens aus einer Drusenfamilie, eine der Nieren bekam ein Mädchen aus einer ultraorthodoxen jüdischen Familie. Vetters Film erzählt, wie Khatib die Eltern der Kinder besucht. Er beschreibt die Sprachlosigkeit, die zwischen beiden Seiten herrschte.
Um Khatib den fast fertigen Film zu zeigen, kam Vetter nach Dschenin. Eines Abends liefen sie an dem verfallenen Kino vorbei. Khatib erzählte Vetter die Geschichte: Mit fast 400 Plätzen war es einst das prachtvollste Kino im Westjordanland. Dann kam 1987 die erste Intifada, das Kino wurde zerstört und musste schließen. Die Männer beschlossen noch am gleichen Abend, das Gebäude wieder aufzubauen. Vetter erinnert sich noch an den Tag, als er das Kino das erste Mal betrat: "Alles sah aus, als ob es unmöglich wäre. Das ganze Kino war voll mit Tauben. Ohne Maske konnte man nicht rein. Asbestverseucht war es auch."
Vetter und sein Team begannen, Sponsoren zu suchen und freiwillige Helfer. Bis heute hat er rund 770.000 Euro an Spenden zusammen getragen, allein das Auswärtige Amt steuerte rund 340.000 Euro bei. Hinzu kamen 200.000 Euro an Sachspenden für Kinosessel, Mikrofone und die Lichtanlage. Als der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck vor wenigen Monaten dem Kino einen Besuch abstattete, überredete Vetter ihn, doch eine Solaranlage für das Dach des Kinos zu spendieren, um das Stromproblem zu lindern.
Seither ist im Cinema Jenin viel passiert: Über die Kinosessel spannt sich wieder roter Stoff, im ersten Stock gibt es eine Bibliothek und ein Synchronstudio, in dem ausländische Filme ins Arabische übersetzt werden sollen. Auch das Gebäude neben dem Kino wurde restauriert und zu einem Gästehaus mit 44 Betten ausgebaut. Dort schlafen die freiwilligen Helfer, die seit Monaten ohne Lohn und manchmal bis zur Erschöpfung an dem Projekt mitarbeiten.
Vetter sagt, dass die Macht des Kinos helfen kann, den Friedensprozess voranzutreiben. "Das Wort Frieden", sagt er, "liegt nicht obenauf". Man müsse es freischaufeln. So könne man "auf Augenhöhe mit der Welt und ganz speziell mit Israel" kommen. Vetter glaubt, dass es vor allem dann gelinge, wenn sich die Palästinenser in Filmen mit ihren eigenen Problemen auseinandersetzen: mit häuslicher Gewalt zum Beispiel, oder der Rolle der Frauen. Selbstkritik, sagt Vetter, sei einer der Schlüssel zu einem eigenen Palästinenserstaat.
© Saif Dahlah/AFP/Getty Images

Neugierige Passanten schauen einen Tag vor der Eröffnung durch die Absperrung des "Cinema Jenin"
Dennoch braucht es durchaus diplomatisches Geschick. Dschenin ist eine konservative Stadt. Den Filmen, die dort künftig laufen sollen, muss der Mufti von Dschenin zustimmen. Auch in der Stadt gibt es die Sorge, dass das Kino zu progressiv geraten könnte – und auch die Annäherung mit den Israelis übertreibe. Selbst Vetters Herz von Jenin geht vielen zu weit: "Ich weiß nicht, warum wir den Israelis unsere Herzen und Lungen geben müssen, um ihnen zu beweisen, dass wir Frieden wollen", sagt ein Junge, der vom Stadtrand zur Eröffnungsfeier gekommen ist.
Am Abend aber sitzen die Bürger im Halbdunkel des Freilichtkinos, der Strom hält, und es läuft Vetters Film zum ersten Mal vor einem größeren Publikum in Dschenin. Von einem "Tag der Hoffnung" sprechen viele; einem, an dem die Verständigung etwas leichter geworden ist. "Einer muss den Teufelskreis durchbrechen", sagt Marcus Vetter, "und ich würde mich freuen, wenn Dschenin dazu bereit wäre."
- Datum 06.08.2010 - 12:27 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf mehreren Seiten lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 6
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Schon eigenartig,wie diese Aktion uns wieder mal als große Friedensgeste von Seiten der Palästinenser-Freunde verkauft wird. Denn es kehrte erst nachdem die Israelis aus den Straßen verschwunden waren, wieder Wohlstand und Sicherheit nach Jenin. Dass es noch immer Terrorzellen dort gibt, die den Konflikt am Lodern halten und kein Interesse am Wohlstand der Bevölkerung in Jenin haben, wird nicht gesagt. Mehr ärgerlich ist aber, dass dieser 1 Mio. Euro teure Bau von Europa finanziert wurde, wobei Deutschland mit 340.000 Euro unter die Arme griff. Bei uns in Deutschland dagegen müssen Kinos reihenweise wegen leerer Kassen schließen. Für den deutschen Bürger und Steuerzahler kaum zu verstehen. Und dass seit 60 Jahren in die Palästinenser-Gebiete Unsummen hineinpumpen bis jetzt noch keinen Frieden gebracht hat, ist wohl auch noch niemanden aufgefallen. Aber mit solch einem Kino kann man prima unter dem Deckmantel des Friedens Anti-Israelische Propaganda betreiben, in dem man die entsprechenden Filme zeigt. Und im dazugehörigen Kulturzentrum kann man dann in Ruhe den Bewohnern, vor allem Kindern und Jugendlichen, den Hass gegen die Juden einschärfen und am Feindbild Israel feilen. Als Ergänzung zu dem, was schon in palästinensischen Schulbüchern eingeleitet worden ist, sozusagen. Wie formulierte der Leiter des Kinos, Fachri Hamad: „Mit einem Film kannst du kämpfen!“ und „Es ist eine neue Methode des Widerstands.“
Ein bisschen mehr Kritik gegenüber solchen Aktionen wäre angebracht.
"Aber mit solch einem Kino kann man prima unter dem Deckmantel des Friedens Anti-Israelische Propaganda betreiben"
Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Ruine eines Kinos eine noch viel schlimmere anti-israelische Wirkung hat. So ein Kino kann durchaus eine sehr positive Wirkung haben, vor allem dann, wenn es auch Filme zeigt, die nicht unbedingt ins eigene Weltbild passen. Wollen wir hoffen, dass der Mufti nicht allzu streng mit der Vorauswahl ist.
"Wie formulierte der Leiter des Kinos, Fachri Hamad: 'Mit einem Film kannst du kämpfen!' und 'Es ist eine neue Methode des Widerstands.'"
Wenn die Bürger von Jenin in Zukunft mit Kino-Filmen statt mit Selbstmord-Attentätern kämpfen, dann ist doch sehr viel erreicht!
"Aber mit solch einem Kino kann man prima unter dem Deckmantel des Friedens Anti-Israelische Propaganda betreiben"
Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Ruine eines Kinos eine noch viel schlimmere anti-israelische Wirkung hat. So ein Kino kann durchaus eine sehr positive Wirkung haben, vor allem dann, wenn es auch Filme zeigt, die nicht unbedingt ins eigene Weltbild passen. Wollen wir hoffen, dass der Mufti nicht allzu streng mit der Vorauswahl ist.
"Wie formulierte der Leiter des Kinos, Fachri Hamad: 'Mit einem Film kannst du kämpfen!' und 'Es ist eine neue Methode des Widerstands.'"
Wenn die Bürger von Jenin in Zukunft mit Kino-Filmen statt mit Selbstmord-Attentätern kämpfen, dann ist doch sehr viel erreicht!
"Aber mit solch einem Kino kann man prima unter dem Deckmantel des Friedens Anti-Israelische Propaganda betreiben"
Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Ruine eines Kinos eine noch viel schlimmere anti-israelische Wirkung hat. So ein Kino kann durchaus eine sehr positive Wirkung haben, vor allem dann, wenn es auch Filme zeigt, die nicht unbedingt ins eigene Weltbild passen. Wollen wir hoffen, dass der Mufti nicht allzu streng mit der Vorauswahl ist.
"Wie formulierte der Leiter des Kinos, Fachri Hamad: 'Mit einem Film kannst du kämpfen!' und 'Es ist eine neue Methode des Widerstands.'"
Wenn die Bürger von Jenin in Zukunft mit Kino-Filmen statt mit Selbstmord-Attentätern kämpfen, dann ist doch sehr viel erreicht!
Entschuldigung, Sonnenbrille, aber das ist mit Verlaub total blauäugig. Der Mufti, wenn er dem Islam treu folgt, wird das Kino irgendwann wieder schließen. [...] Lesen Sie doch mal im Koran. Haben Sie nicht mitgekriegt, wie der Islam seine Macht im Gazastreifen durchsetzt, indem Hochzeitsgesellschaften brutal aufgelöst werden, weil sie singen, Menschen erschossen werden, weil sie feiern und Frauen unterdrückt werden, weil sie frei leben wollen und Kinder auf Hass getrimmt werden. Das wird der PA auch noch blühen.
Und zu der anderen Bemerkung: Warum muss man die Palästinenser loben, nur weil sie mal nicht mit Selbstm.-attent. kämpfen? Warum müssen sie überhaupt kämpfen? Jetzt wäre der Zeitpunkt, mit Israel über Frieden zu verhandeln. Aber sie wollen nicht!!
Achten Sie auf einen respektvollen Umgangston und bemühen Sie sich um eine differenzierte Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh
Entschuldigung, Sonnenbrille, aber das ist mit Verlaub total blauäugig. Der Mufti, wenn er dem Islam treu folgt, wird das Kino irgendwann wieder schließen. [...] Lesen Sie doch mal im Koran. Haben Sie nicht mitgekriegt, wie der Islam seine Macht im Gazastreifen durchsetzt, indem Hochzeitsgesellschaften brutal aufgelöst werden, weil sie singen, Menschen erschossen werden, weil sie feiern und Frauen unterdrückt werden, weil sie frei leben wollen und Kinder auf Hass getrimmt werden. Das wird der PA auch noch blühen.
Und zu der anderen Bemerkung: Warum muss man die Palästinenser loben, nur weil sie mal nicht mit Selbstm.-attent. kämpfen? Warum müssen sie überhaupt kämpfen? Jetzt wäre der Zeitpunkt, mit Israel über Frieden zu verhandeln. Aber sie wollen nicht!!
Achten Sie auf einen respektvollen Umgangston und bemühen Sie sich um eine differenzierte Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh
Entschuldigung, Sonnenbrille, aber das ist mit Verlaub total blauäugig. Der Mufti, wenn er dem Islam treu folgt, wird das Kino irgendwann wieder schließen. [...] Lesen Sie doch mal im Koran. Haben Sie nicht mitgekriegt, wie der Islam seine Macht im Gazastreifen durchsetzt, indem Hochzeitsgesellschaften brutal aufgelöst werden, weil sie singen, Menschen erschossen werden, weil sie feiern und Frauen unterdrückt werden, weil sie frei leben wollen und Kinder auf Hass getrimmt werden. Das wird der PA auch noch blühen.
Und zu der anderen Bemerkung: Warum muss man die Palästinenser loben, nur weil sie mal nicht mit Selbstm.-attent. kämpfen? Warum müssen sie überhaupt kämpfen? Jetzt wäre der Zeitpunkt, mit Israel über Frieden zu verhandeln. Aber sie wollen nicht!!
Achten Sie auf einen respektvollen Umgangston und bemühen Sie sich um eine differenzierte Ausdrucksweise. Die Redaktion/sh
Falls Sie den Film "Herz von Jenin" gesehen haben und sich vor Augen führen, dass Herr Khatib zusammen mit Herr Vetter zu den Antreibern dieses Projektes gehört, wüssten Sie, dass es sich hier um sehr kluge, friedenswillige Menschen handelt! Ich habe selbst vor etwa einem Jahr einen Vortrag von Herrn Vetter im Rahmen einer Spendenaktion für besagtes Projekt erlebt und muss alle Ihren negativen Gedanken leider widersprechen!
Abgesehen davon:
1. Kinos sind in Deutschland meinen Informationen zufolge i. d. R. privat betrieben, was hat das mit deutschen Steuerzahlern zu tun??
2. Nicht nur in die Palästinenser-Gebiete werden seit 60 Jahren Unsummen gepumpt. Auch die israelische Seite erhält nach wie vor (viel höhere) Transferleistungen.
3. Zu einem Konflikt gehören immer mindestens zwei Parteien. Da erscheint mir Ihre Sicht der Dinge etwas einseitig.
4. Sie schlagen eine gedankliche Brücke vom Mufti, über den bösen "Islam, der seine Macht im Gazastreifen durchsetzt". Die Hamas hat in der West Bank ZUM GLÜCK überhaupt nix zu sagen, was hoffentlich auch so bleibt. Warum also dann diese seltsame Argumentationskette...?
5. Auch wenn ich Ihnen bei der kategorischen Verurteilung von Gewalt und Selbstmordattentaten voll und ganz zustimme, so zeugt Ihre Frage "Warum müssen sie überhaupt kämpfen?" schlicht und einfach von einer fatalen Unkenntnis des Konflikts, speziell in den letzten Jahren (Stichworte Mauerbau, Siedlungspolitik, Ostjerusalem)! Kampf muss ja nicht Gewalt bedeuten.
Falls Sie den Film "Herz von Jenin" gesehen haben und sich vor Augen führen, dass Herr Khatib zusammen mit Herr Vetter zu den Antreibern dieses Projektes gehört, wüssten Sie, dass es sich hier um sehr kluge, friedenswillige Menschen handelt! Ich habe selbst vor etwa einem Jahr einen Vortrag von Herrn Vetter im Rahmen einer Spendenaktion für besagtes Projekt erlebt und muss alle Ihren negativen Gedanken leider widersprechen!
Abgesehen davon:
1. Kinos sind in Deutschland meinen Informationen zufolge i. d. R. privat betrieben, was hat das mit deutschen Steuerzahlern zu tun??
2. Nicht nur in die Palästinenser-Gebiete werden seit 60 Jahren Unsummen gepumpt. Auch die israelische Seite erhält nach wie vor (viel höhere) Transferleistungen.
3. Zu einem Konflikt gehören immer mindestens zwei Parteien. Da erscheint mir Ihre Sicht der Dinge etwas einseitig.
4. Sie schlagen eine gedankliche Brücke vom Mufti, über den bösen "Islam, der seine Macht im Gazastreifen durchsetzt". Die Hamas hat in der West Bank ZUM GLÜCK überhaupt nix zu sagen, was hoffentlich auch so bleibt. Warum also dann diese seltsame Argumentationskette...?
5. Auch wenn ich Ihnen bei der kategorischen Verurteilung von Gewalt und Selbstmordattentaten voll und ganz zustimme, so zeugt Ihre Frage "Warum müssen sie überhaupt kämpfen?" schlicht und einfach von einer fatalen Unkenntnis des Konflikts, speziell in den letzten Jahren (Stichworte Mauerbau, Siedlungspolitik, Ostjerusalem)! Kampf muss ja nicht Gewalt bedeuten.
Falls Sie den Film "Herz von Jenin" gesehen haben und sich vor Augen führen, dass Herr Khatib zusammen mit Herr Vetter zu den Antreibern dieses Projektes gehört, wüssten Sie, dass es sich hier um sehr kluge, friedenswillige Menschen handelt! Ich habe selbst vor etwa einem Jahr einen Vortrag von Herrn Vetter im Rahmen einer Spendenaktion für besagtes Projekt erlebt und muss alle Ihren negativen Gedanken leider widersprechen!
Abgesehen davon:
1. Kinos sind in Deutschland meinen Informationen zufolge i. d. R. privat betrieben, was hat das mit deutschen Steuerzahlern zu tun??
2. Nicht nur in die Palästinenser-Gebiete werden seit 60 Jahren Unsummen gepumpt. Auch die israelische Seite erhält nach wie vor (viel höhere) Transferleistungen.
3. Zu einem Konflikt gehören immer mindestens zwei Parteien. Da erscheint mir Ihre Sicht der Dinge etwas einseitig.
4. Sie schlagen eine gedankliche Brücke vom Mufti, über den bösen "Islam, der seine Macht im Gazastreifen durchsetzt". Die Hamas hat in der West Bank ZUM GLÜCK überhaupt nix zu sagen, was hoffentlich auch so bleibt. Warum also dann diese seltsame Argumentationskette...?
5. Auch wenn ich Ihnen bei der kategorischen Verurteilung von Gewalt und Selbstmordattentaten voll und ganz zustimme, so zeugt Ihre Frage "Warum müssen sie überhaupt kämpfen?" schlicht und einfach von einer fatalen Unkenntnis des Konflikts, speziell in den letzten Jahren (Stichworte Mauerbau, Siedlungspolitik, Ostjerusalem)! Kampf muss ja nicht Gewalt bedeuten.
ist ja schon ziemlich Kindergarten-mäßig. "Auch die israelische Seite erhält nach wie vor......" Was hat das damit zu tun, dass die Palästinenser Gelder der EU, der UN der USA und auch aus Deutschland einstecken und man sieht kaum etwas davon, das die Infrastruktur der Städte, die Lebensbedingungen der Menschen, die Wirtschaft usw verbessert werden - Stattdessen Waffen und noch mehr Waffen, Widerstand, Kampf, Hass und Anti-Israel Propaganda.
Ich bleibe dabei: der orthodoxe Sharia-Islam, der im Gazastreifen schon eingezogen ist, wird der PA auch noch blühen. Abbas ist nichts weiter als eine Marionette - warum sonst wohl will er nicht mit Israel verhandeln? - und die Fäden zieht die Hamas von Gaza aus. Die halten ihn in Schach und von Friedensverhandlungen wollen die nichts wissen. Eher gefriert die Hölle!
Haben Sie mal die Charta der Hamas gelesen? Tun Sie's, dann verstehen Sie was die Hamas meint. Sie wollen j e d e n Zentimeter Palästina unter ihre Herrschaft bringen und Israel auslöschen. Groß-Palästinan beinhaltet nun mal auch die Autonomie Gebiete.
Und leider ist es so, dass Israel ständig gezwungen wird, weiterzukämpfen. In Verteidigung - immer in Verteidigung. Wenn nun mal die Palis die Waffen nicht niederlegen und den Widerstand nicht aufgeben, wird der Konflikt kein Ende finden. Sehr einseitig - in der Tat. Aber nicht meine Sichtweise.
http://www.welt.de/die-we...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren