Kurzfilm "Heim" Böses Erwachen

ZEIT ONLINE präsentiert in Kooperation mit dem Kurzfilmfestival Wendland Shorts den Film "Heim", eine Geschichte über Einsamkeit im Alter.

Der Kurzfilm Heim von Marc Brummund ist in Schwarz-Weiß gedreht und verzichtet bis zum Ende auf Dialoge. Der alte Mann, aus dessen Leben der Film erzählt, erreicht buchstäblich niemanden mehr, mit dem er sprechen könnte. Einzig verhaltene Musik zieht sich durch den Film. Trotz der starken Reduziertheit von Bild und Ton entwickelt Heim eine intensive Stimmung, die den Zuschauer von den ersten Sekunden an, nicht mehr loslässt.

So verhalten, beinahe langsam der Film beginnt, so steigert er nach einer kurzen Exposition das Tempo rasant. Innerhalb von kaum sechseinhalb Minuten gelingt es dem Regisseur, seine Geschichte gleichzeitig als Drama, Thriller und Tragödie zu inszenieren. Sein Hauptmittel ist dabei die Perspektive. Heim endet abrupt mit einer großartigen Pointe.

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Das Wendland Shorts Filmfestival

Seit Ende 2010 hat ZEIT ONLINE 30 Kurzfilme junger Regisseure vorgestellt, die das Festival Wendland Shorts in den vergangenen Jahren gezeigt und ausgezeichnet hat. Mit dem Beginn des diesjährigen Festivals im norddeutschen Lüchow-Dannenberg vom 17. bis 19. Juni 2011 endet diese Zusammenarbeit. Doch auch in Zukunft werden wir auf unserer Filmseite interessante und innovative Kurzfilme vorstellen.


Zum Film

Länge: 6 Minuten 24 Sekunden. Mit Hannes Stelzer, Katinka Auberger, Ulrich Gall, Ortrud Spahlinger. Buch: Christina Töllner. Regie: Marc Brummund. Kamera: Thomas Vollmar. Produktion: Katharina Dufner zusammen mit der Hamburg Media School
 

 
Leser-Kommentare
  1. ich kann nur hoffen, dass es mir im alter nicht genauso ergeht…

    ein sehr guter film.

  2. 2. Bitter

    Ob es wirklich wünschenswert ist, den Körper älter werden zu lassen als den Geist?

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    • DatenZ
    • 22.11.2010 um 20:12 Uhr

    Ich war spontan so betroffen wie schon lange nicht mehr von einer Filmszene.

    Der alte Mann wird also Zeuge, wie sein Heim von Einbrechern ausgeraubt wird. Es geht um das Äußerste für ihn. Sein ureigenes Heim. Sein Ein und Alles. Er muss es verteidigen, koste es, was es wolle. Dafür geht er ein lebensgefährlich hohes Risiko ein.

    Und dann... Aufwachen im Kreise seiner Lieben.

    Bei mir blieb spontan eine tiefe Bestürzung, ja Schreck. Fast sitzt er mir jetzt noch in den Gliedern. Wer oder was hat mir da solch einen Schreck eingejagt? Böse Geister!? Mir kam es so vor, als wäre ich für einen intensiven Moment an meine eigene Vergänglichkeit erinnert worden.

    Es war ein böser Traum. Mein eigener Film... sagen mir meine frischen klaren Gehirnwindungen...

    Danke für den besinnlichen Moment..

    • DatenZ
    • 22.11.2010 um 20:12 Uhr

    Ich war spontan so betroffen wie schon lange nicht mehr von einer Filmszene.

    Der alte Mann wird also Zeuge, wie sein Heim von Einbrechern ausgeraubt wird. Es geht um das Äußerste für ihn. Sein ureigenes Heim. Sein Ein und Alles. Er muss es verteidigen, koste es, was es wolle. Dafür geht er ein lebensgefährlich hohes Risiko ein.

    Und dann... Aufwachen im Kreise seiner Lieben.

    Bei mir blieb spontan eine tiefe Bestürzung, ja Schreck. Fast sitzt er mir jetzt noch in den Gliedern. Wer oder was hat mir da solch einen Schreck eingejagt? Böse Geister!? Mir kam es so vor, als wäre ich für einen intensiven Moment an meine eigene Vergänglichkeit erinnert worden.

    Es war ein böser Traum. Mein eigener Film... sagen mir meine frischen klaren Gehirnwindungen...

    Danke für den besinnlichen Moment..

  3. Tolle Musik, toller Film, tolle Idee. Ein rundherum toller Kurzfilm! Meine Hochachtung.

    • DatenZ
    • 22.11.2010 um 20:12 Uhr

    Ich war spontan so betroffen wie schon lange nicht mehr von einer Filmszene.

    Der alte Mann wird also Zeuge, wie sein Heim von Einbrechern ausgeraubt wird. Es geht um das Äußerste für ihn. Sein ureigenes Heim. Sein Ein und Alles. Er muss es verteidigen, koste es, was es wolle. Dafür geht er ein lebensgefährlich hohes Risiko ein.

    Und dann... Aufwachen im Kreise seiner Lieben.

    Bei mir blieb spontan eine tiefe Bestürzung, ja Schreck. Fast sitzt er mir jetzt noch in den Gliedern. Wer oder was hat mir da solch einen Schreck eingejagt? Böse Geister!? Mir kam es so vor, als wäre ich für einen intensiven Moment an meine eigene Vergänglichkeit erinnert worden.

    Es war ein böser Traum. Mein eigener Film... sagen mir meine frischen klaren Gehirnwindungen...

    Danke für den besinnlichen Moment..

    Antwort auf "Bitter"

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  • Schlagworte Musik | Literatur | Theater | Film | Kurzfilm
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