Meine Braut, ihr Vater und ich erstmals aneinander, als Töchterchen Pam (Teri Polo) dem Papa ihren Auserwählten vorstellte. Der Schlagabtausch zwischen dem Ex-CIA-Agenten Jack und dem Krankenpfleger Gaylord war sehr vergnüglich und hatte ein paar legendäre Kracher auf Lager. Die Fortsetzung Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich (2005) war trotz bedenklicher Zotendichte eine annehmbare Fortsetzung, vor allem dank der Verstärkung durch Gaylords Hippie-Eltern Roz (Barbra Streisand) und Bernie (Dustin Hoffman). Nun sind also die Enkelkinder da und mit ihnen Teil 3, der in Deutschland zu Weihnachten als Familienfilm in die Kinos kommt.

Alt sind sie geworden. Gaylord Focker (Ben Stiller) hat graue Schläfen und Schwiegervater Jack Byrnes (Robert de Niro) guckt auch ganz schön knittrig zwischen den Stirnfalten hervor. Vor zehn Jahren gerieten die beiden Männer in 

Die Filmgeschichte lehrt uns, dass der dritte Teil eines Erfolgfilms selten der beste ist, das war sogar bei Der Pate so. Etwas mafiös beginnt auch Meine Frau, unsere Kinder und ich , denn Schwiegervater Jack hat sich nach einem leichten Schlaganfall in den Kopf gesetzt, mangels anderer Alternative den ungeliebten Schwiegersohn zum Oberhaupt der Familie zu ernennen. "Are you ready to be the Godfocker?" , fragt Jack – ein Wortspiel aus Godfather und dem Familiennamen Focker, das es wohl nur schwer in die deutsche Übersetzung schaffen wird.

Die Handlung nimmt daraufhin einen ungewöhnlich ernsthaften Verlauf, denn Gaylord, etwas Midlife-Crisis-gebeutelt, versucht sich tatsächlich in der neuen Rolle des konservativen Clan-Chefs. Nicht einmal von den Avancen der äußerst reizenden Pharma-Vertreterin Andi Garcia (äußerst reizend: Jessica Alba) lässt er sich aus der Fassung bringen.

Das Staraufgebot ist das einzige, womit Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich Teil 1 und 2 übertrifft. Sogar die kleinsten Nebenrollen hat der Regisseur Paul Weitz mit Hollywoods erster Schauspieler-Liga besetzt: Harvey Keitel als Handwerker, Laura Dern als exaltierte Privatschulen-Leiterin und Jessica Alba als sie selbst.

Allein, es nützt dem Fortlauf der Geschichte nichts. Die entfaltet ihren Witz vor allem aus den permanenten Konflikten zwischen Schwiegervater und -sohn. Und dieser Konflikt ist – und das fällt bei Teil 3 noch mehr auf als bei Teil 2 – weitgehend auserzählt. Da hilft es nicht einmal, dass Pams nerviger Ex-Verlobter Kevin (Owen Wilson) wieder aus der Versenkung geholt wird.

Auch die titelgebenden beiden Kinder bleiben blass. Der zweifelhafte Grundgag, dass es sich um ein ungleiches Zwillingspärchen handelt, bei dem das Mädchen groß und smart, der Junge klein und doof ist, wird einfach totgeritten.