"Es ist meine persönliche Überzeugung und mein Amtsverständnis, dass Spitzenpositionen in Top-Unternehmen nur in klarer Befristung erfolgreich ausgeübt werden können", sagte Markus Schächter. Zwei Amtsperioden und zehn Jahre seien die richtige Zeitspanne, um klare Ziele zu definieren und erfolgreich umzusetzen. "Danach ist es Zeit, die Führung in andere Hände zu legen", so der Intendant.

Im nun beginnenden, digitalen Jahrzehnt werde sich das klassische Fernsehen gravierend verändern. Internet und TV würden verschmelzen. Diese Entwicklung erfordere wesentliche Entscheidungen. "Es geht um eine langfristige Perspektive, die über eine mögliche nächste Amtsperiode hinausreicht", sagte Schächter. Deshalb sei es sinnvoll, dass die Verantwortung für diese Weichenstellungen frühzeitig in neue Hände übergehen könne.

Der Intendant zog eine positive Bilanz seiner Amtszeit. "Der gigantische Schuldenberg ist abgebaut. Die Beschränkungen des analogen Einkanalsenders liegen hinter uns, mit ZDFneo haben wir einen erfolgreichen Eckstein für die digitale Programmfamilie gesetzt."

Die Angebote im Netz seien legitimiert und beauftragt, es bestehe rechtliche Klarheit. Das Programm des Zweiten Deutschen Fernsehens setze Standards in den Kernbereichen des öffentlich-rechtlichen Auftrags. "Technologisch ist das ZDF mit seiner Mediathek und seinem Engagement in Bereichen wie HD-TV und HbbTV ein Innovationsmotor des deutschen Fernsehens", sagte Schächter.

Der Intendant wird gemäß ZDF-Staatsvertrag vom  Fernsehrat, der 77 Mitglieder hat, für die Dauer von fünf Jahren in geheimer Wahl gewählt. Erforderlich sind die Stimmen von mindestens drei Fünftel der Mitglieder. Schächter war am 9. Dezember 2005 mit nur einer Gegenstimme für seine zweite Amtszeit (2007 bis 2012) wiedergewählt worden. Es war das beste Ergebnis, das ein Intendant in der Geschichte des ZDF je erreicht hat.