Film "Almanya" Integration zum Lachen
"Almanya" ist eine Komödie über den 1.000.001. Gastarbeiter, dessen Kinder und Enkel. Sie erzählt befreiend komisch von Integration, die nicht immer gelingen muss.
Kling Glöckchen Kling noch die eindringlichen Erklärungen ihrer neuen Lehrerin. Sie sind gleichermaßen erschrocken und begeistert vom deutschen Weihnachtszauber – vom riesigen Tannenbaum mit den vielen Lichtern und eben vom "Klöng Klöng Klöng", das der Schulchor da singt. Ihre Mutter Fatma kämpft mit ähnlichen Problemen. Die Sprache des Kaufmanns, bei dem sie Eier kaufen will, ist für sie nichts anderes als knurrendes Charlie-Chaplin-Deutsch. Sie selbst gackert schließlich wie ein Huhn, um ihm ihren Wunsch klar zu machen. Die Familie ist ganz und gar unvorbereitet in eine neue Welt aufgebrochen, in der man sich auf Toilettenschüsseln setzt und einen Gott anbetet, dessen Sohn an ein Kreuz genagelt wurde.
Klöng Klöng Klöng – die Schulkinder Veli, Leyla und Muhamed können kein Wort Deutsch. Sie verstehen weder den Text von
Wie gut tut es, dass wir mal lachen dürfen über die Integrationsprobleme türkischer Einwanderer. Dass wir mal durch ihre Augen auf die deutsche Wirklichkeit von damals und heute schauen können – und zwar nicht in einem Problemfilm. Wie heilsam kann eine Komödie sein, weil sie sich löst von den festgefahrenen Meinungen der Integrationsdebatte oder der Furcht vor Islamisten, Ehrenmorden und jugendlichen Intensivtätern muslimischen Glaubens. Der Film Almanya zeigt normale Menschen, komisch überzeichnet zwar, aber doch wahrhaftig.
Die Filmemacherinnen, die Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli, haben für jede der drei Generationen, die sie vorstellen, ein Muster erkannt. Die erste Generation kämpft keineswegs mit Identitätsproblemen. Der Großvater Hüseyin (gespielt von Vedat Erincin) ist und bleibt Türke – daran ändert auch der deutsche Pass nichts. Im Alter hat er sich nun einen Traum erfüllt: Ein Haus in der alten Heimat, in das die komplette Familie reisen soll.
Hüseyins und Fatmas vier Kinder machen sich ebenfalls noch keine Gedanken über ihre gelungene oder misslungene Integration. Sie leben ihr Leben einfach zwischen den Welten. Wie sie das gestalten und wie sie damit klar kommen, ist jedoch ganz unterschiedlich. Während sich Veli in nach wie vor gebrochenem Deutsch scheinbar problemlos durchschlägt, Leyla aus Anstandsgründen nur heimlich raucht und Muhamed in Deutschland unglücklich geblieben ist, ziert sich der Nachzügler Ali wegen eines türkischen Essens. Seine deutsche Frau begegnet der Türkei vorurteilsfreier als er.
Erst deren Kinder, Hüseyins und Fatmas Enkel, begeben sich auf die Suche nach ihrer Identität zwischen zwei Kulturen. Anlass der Erzählung der Familiengeschichte sind nämlich die Probleme des sechsjährigen Cenk. Die Jungs auf dem Schulhof wählen ihn weder in die türkische noch in die deutsche Fußballmannschaft und er fragt sich: Was bin ich denn nun: Deutscher oder Türke?
Die Regisseurinnen bieten natürlich keine einfache Entweder-Oder-Lösung. Sie folgen den individuellen Lebenswegen ihrer Figuren und – als die ganze Familie zurück in die türkische Heimat reist – einem Stück gemeinsamen Weges. Dabei bekommt jeder ihrer Protagonisten irgendwann zu spüren, wie schwierig es sein kann, den deutschen Lebensstil mit den Regeln der Familie zu vereinbaren. All das erzählen die Samdereli-Schwestern charmanterweise im Stil eines orientalischen Märchens, mithilfe einer Erzählerfigur, der 22-jährigen Canan, die ebenfalls eine Enkelin Hüseyins ist.
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Am Ende ist die Familie im anatolischen Ferienhaus angekommen und sitzt beim Picknick. Vieles ist anders gekommen, auch trauriger als erwartet. Doch nicht nur die Jungen und die Alten plaudern miteinander. Zu ihnen gesellen sich, ebenso magisch wie natürlich, die früheren, jungen Ichs der Protagonisten. Sie gehören ganz selbstverständlich dazu.
Und auch wenn außer Muhamed keiner dauerhaft nach Anatolien zurückkehren will, bleibt die Vergangenheit allen erhalten. Fatma zum Beispiel sammelt in ihrem Kleiderschrank Blümchenblusen, die nicht nur einander alle ähneln, sondern auch dem Blumenkleid, das sie einst als junges Mädchen in Anatolien trug. Etwas hat sich aus der alten Welt in die neue gerettet. Misslungene Integration wäre wohl die falsche Beschreibung dafür.
Ein Interview mit den beiden Filmemacherinnen lesen Sie hier.
- Datum 10.03.2011 - 14:22 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 13
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Mißlungener Klamauk ist die wohl zutreffende Beschreibung für den Film, den die Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli hier abliefern.
stellen sie sich ein faß beleidigungen vor, den man ihnen über den kopf giesst.
und wissen sie auch weshalb ich dies für angemessen halte? weil sie in einem sehr kurzen satz den film endgültig negativ abstempeln, ohne von nix und überhaupt plan zu haben- und das obwohl der (ganze) film erst morgen in die kinos kommt.
stellen sie sich ein faß beleidigungen vor, den man ihnen über den kopf giesst.
und wissen sie auch weshalb ich dies für angemessen halte? weil sie in einem sehr kurzen satz den film endgültig negativ abstempeln, ohne von nix und überhaupt plan zu haben- und das obwohl der (ganze) film erst morgen in die kinos kommt.
Ich habe den Film am Montag in der Sneak Preview gesehen, in einem Kino, das für seine feinsinnige Auswahl abseits des Meinstream bekannt ist. Das gesamte Publikum, einschließlich mir, wurde hervorragend unterhalten.
Man darf nicht vergessen: Der Film ist in erster Linie eine Komödie und obendrein eine sehr gute. Wer bereits "Wer früher stirbt ist länger tot" mochte, wird sich auch hier wohlfühlen.
Doch der Film wagt sich auch an ein nicht ganz einfaches Thema: Man hat Arbeitskräfte massenweise nach Deutschland geholt, ohne daran zu denken, dass man Kultur nicht einfach austauschen kann. So haben nicht nur die türkischen Gastarbeiter, sondern letztendlich auch wir Deutschen mit der Identitätsfrage zu kämpfen.
Wer nicht ganz bierernst an diese Problematik herangeführt werden will, sollte sich diesen Film auf jeden Fall ansehen.
Nun, wir wollen nicht vergessen, dass die größte Anzahl der Türken, die hierherkamen, nach dem Ende des Gastarbeiterprojektes einwanderten, also nicht geholt wurden.
Ohne das jetzt zu bewerten. Aber sie sind selbstständig gekommen.
Nun, wir wollen nicht vergessen, dass die größte Anzahl der Türken, die hierherkamen, nach dem Ende des Gastarbeiterprojektes einwanderten, also nicht geholt wurden.
Ohne das jetzt zu bewerten. Aber sie sind selbstständig gekommen.
von Fatih Akin. Der ist auch nicht schlecht!
Ich fand den Film anfangs nicht gut, zu viele Klischees wurden bedient. Manche Szene erinnerte an Fatih Akins "Solino",und die Figuren und Konflikte wurden nur skizziert. Ich hätte gerne mehr erfahren über manche Probleme. Gut beobachtet war allerdings das Phänomen des "überassimilierten" Migranten.
Die zweite Hälfte des Films ist aber gar nicht klaumakhaft- ich war den Tränen nahe.
Fazit: Angucken und selbst bewerten.
stellen sie sich ein faß beleidigungen vor, den man ihnen über den kopf giesst.
und wissen sie auch weshalb ich dies für angemessen halte? weil sie in einem sehr kurzen satz den film endgültig negativ abstempeln, ohne von nix und überhaupt plan zu haben- und das obwohl der (ganze) film erst morgen in die kinos kommt.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und argumentieren Sie differenzierter. Danke. Die Redaktion/se
"sähen" ist ein schlimmes Verbrechen. Der dt. Rechtschreibung nicht mächtig zu sein - vielleicht auch.
"sähen" ist ein schlimmes Verbrechen. Der dt. Rechtschreibung nicht mächtig zu sein - vielleicht auch.
Ich bin schon sehr gespannt auf diesen Film, einige Szenen aus der Vorschau erlebte ich als Kind ebenfalls so, z.B. die unverpackten Geschenke ^^
Zum Thema Integration:
Die deutsche Denkweise ist sehr eigen,
zunächst nennt man die Menschen, die man zum Arbeiten einlud "Gastarbeiter", so wurden sie auch behandelt, keine Sprachkurse, kein Interesse diese Menschen in die Gesellschaft zu integrieren, heute beschwert man sich, dass sie "nach 40 Jahren kein deutsch sprechen".
Man steckte diese Menschen bewusst in gewissen Wohnorte, trennte in Schulen die Klassen bewusst in türkisch-deutsch, heute beschwert man sich, es gäbe Parallelgesellschaften.
Und heute erlebt man Diskriminierung im Alltag, in TV und Zeitung. "Türkischer Jugendlicher tat dies; türkischer Jugendlicher tat jenes.", "Gehört der Islam zu Deutschland?" "Scheiterte die Integration?" BLA BLA BLA.
Bei mir scheiterte sie nicht,ich spreche gutes deutsch, habe mein Abitur und studiere derzeit. Fühlte mich hier zu Hause doch das änderte sich. In Deutschland bleiben möchte ich nicht mehr, ich möchte nicht länger in meiner eigenen Heimat nach Akzeptanz betteln.
Hier wird man nach Haar- Augen- und Hautfarbe verurteilt.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
Hallo liebe Redaktion,
auch wenn NUR nicht sachlich ist, lasst ihn doch mal ausreden. [...]
Was er sagt stimmt. Aber auch in seinem Heimatland wird man nach seinem Äusseren betrachtet. Also lasst den gesamten Kommentar zu. Danke!
SUPERFILM! Ich habe viel, sehr viel gelacht, weil ich es kannte. Wie mich/uns die Türken sehen und ich habe ,meinen Kumpel Huessin Bernd nachname egal angerufen und gesagt: "Kennst Du mich noch? Ich war im Film..OIOIOIOI
Der Hintergrund meiner Geschichte: Ich in Ankara 1982 und war SKINHEAD und treffe eine türkische Punkfrau. Wir verlieben uns und nachdedm sie in Deutschlsand ist, stirbt sie 6 Monate danach an Heroin. Alle warewn gegen uns/mich: Die Türken weil cih Deutscher und Skinhaed war, die Punks weil ich Skinhead war, die Skinheads weil ich kein Nazi war und die Deutschen weil ich mit einer Türkin zusammen war.
Mein Kumpel ist bis heute Skinhared geblieben. Und ich Punk. Durch Euren Film ihr Schwestern haben wir heute nach 15 Jahren wieder telefoniert. Dankedafür. Noch was zum Skinheadtum: Die Skinheadbewegung (SSKA) stammt aus Jamaica.Ska heisst Skinhead REGGAE und wurdenvon Schwarzen wie DEsmond DEcker, Laurel Aitken etc. gegründet. FDas hatte nichts mit Nazitum und white Power zu tun. das ist einfach Bullshit von Loosern.
Danke Mädels!!
Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um eine angemessene Ausdrucksweise. Danke. Die Redaktion/se
Hallo liebe Redaktion,
auch wenn NUR nicht sachlich ist, lasst ihn doch mal ausreden. [...]
Was er sagt stimmt. Aber auch in seinem Heimatland wird man nach seinem Äusseren betrachtet. Also lasst den gesamten Kommentar zu. Danke!
SUPERFILM! Ich habe viel, sehr viel gelacht, weil ich es kannte. Wie mich/uns die Türken sehen und ich habe ,meinen Kumpel Huessin Bernd nachname egal angerufen und gesagt: "Kennst Du mich noch? Ich war im Film..OIOIOIOI
Der Hintergrund meiner Geschichte: Ich in Ankara 1982 und war SKINHEAD und treffe eine türkische Punkfrau. Wir verlieben uns und nachdedm sie in Deutschlsand ist, stirbt sie 6 Monate danach an Heroin. Alle warewn gegen uns/mich: Die Türken weil cih Deutscher und Skinhaed war, die Punks weil ich Skinhead war, die Skinheads weil ich kein Nazi war und die Deutschen weil ich mit einer Türkin zusammen war.
Mein Kumpel ist bis heute Skinhared geblieben. Und ich Punk. Durch Euren Film ihr Schwestern haben wir heute nach 15 Jahren wieder telefoniert. Dankedafür. Noch was zum Skinheadtum: Die Skinheadbewegung (SSKA) stammt aus Jamaica.Ska heisst Skinhead REGGAE und wurdenvon Schwarzen wie DEsmond DEcker, Laurel Aitken etc. gegründet. FDas hatte nichts mit Nazitum und white Power zu tun. das ist einfach Bullshit von Loosern.
Danke Mädels!!
Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um eine angemessene Ausdrucksweise. Danke. Die Redaktion/se
"sähen" ist ein schlimmes Verbrechen. Der dt. Rechtschreibung nicht mächtig zu sein - vielleicht auch.
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