Film "Kung Fu Panda 2" Die Martial-Arts-Viecher sind zurück
Der zweite Teil des Erfolgsanimationsfilms "Kung Fu Panda" um einen verfressenen Pandabären ist wieder schnell, lustig und brüllend komisch.
Kung Fu Panda, der vor drei Jahren weltweit über 600 Millionen Dollar eingespielt hat, eine Fortsetzung bekommt. Dabei lässt sich die zum Brüllen komische Initiationsgeschichte des faulen, verfressenen und fetten Pandabären Po zum Kung-Fu-Krieger wider Willen eigentlich nur einmal erzählen. Aber das ist auch der einzige Vorwurf, den man Kung Fu Panda 2 machen kann.
So recht überraschend ist es nicht, dass der Animationsfilm
Wieder muss sich der mittlerweile routinierte und zur Überheblichkeit neigende Titelheld über sein Naturell erheben und eine schreckliche Gefahr vom so liebevoll wie detailreich gezeichneten China einer Fantasie-Vergangenheit abwenden. Mit seinem Sidekick-Quintett aus witzigen Martial-Arts-Viechern – Tigerin, Kranich, Affe, Viper und Heuschrecke – stellt er sich dem Vormarsch der Wolfstruppen des Pfauenprinzen Shen entgegen. Doch der hat eine Geheimwaffe, gegen die kein Kampfkunst-Kraut gewachsen scheint: das Schießpulver.
Der sinistre Shen, im Original mit ätzender Boshaftigkeit von Gary Oldman gesprochen, ist die eigentliche Attraktion des Films. Shens schmeichlerisches Scharren, seine Wutausbrüche, sein blindwütiger Hass sind furchteinflößend. Und was kann ein dicker Prügelpanda mit Trainingsdefiziten schon gegen einen Heerführer ausrichten, dessen Kanonenkugeln sogar den Widerstand der kaiserlichen Kung-Fu-Leibgarde zerschmettert haben? Der einzige Weg, Shen zu besiegen, liegt für Po darin, den inneren Frieden zu finden.
Doch dazu muss er sich unbequemen Fragen zu seiner Herkunft stellen, wie etwa jener, warum sein vermeintlicher Vater ausgerechnet eine Nudelsuppen kochende Gans ist. Auch ohne den Glanz des Originals zu erreichen, bleibt Kung Fu Panda 2 ein temporeiches, amüsantes und visuell bezauberndes Sequel.
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- Datum 17.06.2011 - 10:44 Uhr
- Quelle Tagesspiegel
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Wirklich die reinste Volksverdummung.
Man könnte meinen, die blödsten Beiträge bei Zeit Online sind die, welche vom Berliner Tagesspiegel übernommen sind...
Es ist nicht richtig, dass die vom Tagesspiegel stammenden Artikel, die auf Zeit Online veröffentlicht werden, generell von schlechter Qualität sind.
Bei vielen dieser Artikel, die ich bisher hier lesen konnte, handelte es sich um fundierte und differenzierte Analysen mit gut begründeten Meinungen - und das in verschiedenen Ressorts.
Jedoch ist die Kritik an eben dieser Rezension berechtigt und angebracht. Es stellt sich sogar die Frage, ob es sich hier noch um qualifizierten Journalismus handelt, da es sich eher wie eine Kleinwerbeanzeige liest. Solche, die man im Kino in Programmheften oder auf der Rückseite einer DVD finden würde, wo einen der durchweg lobende und undifferenzierte Ton nicht weiter wundern würde.
Dass in Filmrezension in Tages- oder Wochenzeitungen kein wissenschaftlicher Standard angesetzt werden kann, ist völlig nachvollziehbar, aber ein solch kurzes "Statement" ist den sonst so profunden Meinungen, die hier vertreten werden, nicht angemessen.
Es ist schon interessant, dass eine Rezension sofort als unqualifiziert abgetan wird, sobald sie Positives über ihr Beobachtungsobjekt zu sagen wagt.
Nicht das Positive der Aussage wurde als solches kritisiert, sondern die völlig unkritische Betrachtungsweise des Beobachtungsobjekts. Möglicherweise hatte der Autor nichts zu kritisieren, jedoch trägt eine Betrachtungsweise aus verschiedenen Perspektiven immer zu mehr Differenziertheit bei, was gerade bei sehr massenwirksamen Medien wünschenswert ist.
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