Die amerikanische TV-Komödie Modern Family und das Fernseh-Drama Mad Men sind die Gewinner der 63. Emmy-Verleihung in Los Angeles. Die dreistündige Vergabe des wichtigsten Fernsehpreises der USA wurde in der Nacht live im US-Fernsehen übertragen.

Modern Family gewann in fünf Kategorien, darunter zum zweiten Mal in Folge den Preis für die beste Komödie. Die Preise für die männliche und weibliche Nebenrolle gingen an die Darsteller der Serie Ty Burrell und Julie Bowen. Die beiden anderen Emmys gingen an den Regisseur, Michael Alan Spieler, und die beiden Drehbuchautoren Steve Levitan und Jeffrey Richman. In Deutschland wird die Serie über den bunten Alltag dreier Familien noch nicht ausgestrahlt.



Die Serie Mad Men hat zum vierten Mal in Folge die Auszeichnung für das beste Drama erhalten. Die TV-Reihe um eine Werbeagentur in den 1960er Jahren gewann in der Kategorie unter anderem gegen Martin Scorseses Gangsterserie Boardwalk Empire. Scorsese wurde jedoch mit dem Emmy für die beste Regie einer Drama-Serie belohnt.

Emmy für Kate Winslet

Als beste Schauspielerin in einer Mini-Serie wurde die Britin Kate Winslet ausgezeichnet für ihre Rolle in Mildred Pierce. Sie spielt darin eine geschiedene Mutter, die in der Weltwirtschaftskrise vor dem Zweiten Weltkrieg ein Restaurant eröffnet.

Vor der Ausstrahlung der Preisverleihung kam es zwischen dem Serienstar Alec Baldwin und dem Sender Fox zum Eklat. Fox nahm einen Witz über den Abhörskandal um Rupert Murdoch aus der Aufzeichnung, den Baldwin zur Eröffnung der Gala zeigen wollte. Empört sagte der Schauspieler die Teilnahme an der dreistündigen Live-Sendung im Nokia Theater ab und informierte seine Fans über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Das satirische Nachrichtenprogramm des Politkomödianten Jon Stewart, The Daily Show With Jon Stewart, gewann zum inzwischen neunten Mal den Emmy in der Kategorie beste Comedy-Show.

Der Star der Serie Glee, Jane Lynch, führte durch das Programm, das alles in allem ohne große Überraschungen zu Ende ging.