Hängepartie Hape Kerkeling sagt "Wetten, dass...?"-Moderation ab

Für das ZDF geht die Suche nach einem Nachfolger für Thomas Gottschalk als "Wetten, dass..?"-Moderator weiter. Für Favorit Hape Kerkeling ist anderes wichtiger.

Schon an anderer Stelle hatte Hape Kerkeling verneint, dass er die Moderation von Wetten, dass...? übernehmen will. Am Samstagabend nun erklärte der Favorit direkt in der Sendung von Thomas Gottschalk öffentlich seinen Verzicht. Auf Gottschalks Frage, ob er dessen Nachfolge antreten wolle, antwortete Kerkeling: "Nein, ich möchte nicht, lautet die kurze Antwort. Die lange heißt: Nein, ich werde es nicht machen." Damit ist die Frage nach Thomas Gottschalks Nachfolge als Wetten, dass..?-Moderator wieder vollkommen offen.

Er wolle sich stattdessen um Buch- und Dokumentarfilmprojekte kümmern, begründete Kerkeling seine Absage bei der Show in Leipzig. Nun muss der Sender weiter auf die Suche nach einem geeigneten Entertainer gehen, der im nächsten Jahr die Show präsentieren kann.

 Als mögliche Nachfolger waren neben Kerkeling auch Stefan Raab, Jörg Pilawa sowie Anke Engelke im Gespräch.

Anzeige

"Es ist schade, dass er das Angebot nicht annimmt, aber ich respektiere seine Entscheidung und ihre Begründung", sagte ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut. Wer Gottschalks Nachfolger wird, soll "Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres" bekanntgegeben werden, fügte Unternehmenssprecher Alexander Stock hinzu.

Inzwischen hat auch Jörg Pilawa sein Nein wiederholt. Gegenüber den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe sagte er, dass er Kerkelings Absage bedauere. Gleichzeitig wundere es ihn, dass er jetzt wieder als möglicher Nachfolger genannt werde. "Ich arbeite mit dem ZDF an einer Reihe von neuen Shows, aber Wetten, dass ...? ist dabei kein Thema", sagte Pilawa.

Gottschalk hatte seinen Rückzug angekündigt, nachdem der Wettkandidat Samuel Koch vor knapp einem Jahr in der Show schwer verunglückt war.

Die letzte Wetten, dass..?-Ausgabe mit Gottschalk wird am 3. Dezember in Friedrichshafen gemacht. Dann soll mit dem neuen Moderator an der Weiterentwicklung des Formats gearbeitet werden. Es werde definitiv eine Pause geben, sagte Bellut.

Gottschalk war mit einer kurzen Unterbrechung seit 1987 Moderator der ZDF-Show. Er wechselt jetzt zur ARD. Noch im ersten Halbjahr 2012 soll die Sendung nach derzeitigem Stand in neuem Gewand fortgesetzt werden.

 
Leser-Kommentare
    • kyon
    • 06.11.2011 um 9:17 Uhr

    Dass Herr Kerkeling sich nicht mit sogenannten Promis auf einem Sofa herumrekeln und im "Gespräch" mit ihnen Belanglosigkeiten austauschen möchte, ehrt ihn.

    17 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dann müsste die Show ja moralisch verwerflich sein. Uas ihren Worten spircht die reine Verbitterung.

    Dann müsste die Show ja moralisch verwerflich sein. Uas ihren Worten spircht die reine Verbitterung.

  1. Dann müsste die Show ja moralisch verwerflich sein. Uas ihren Worten spircht die reine Verbitterung.

    Antwort auf "Eine Frage der Ehre"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    In eine Fernsehwelt, in dem ein Florian Silbereisen und Maxi Arland Fernsehen für eine Altersgruppe machen, die gefühlt 100 Jahr älter ist, als sie es selbst sind, in denen ein Stefan Mross "witzige Moderationen" macht, die danach klingen, als wäre der Bart, den sie haben 100 Jahre lang gewachsen - nun, in diese Welt passt Kerkeling nun einmal nicht. Und ich finde es sehr diplomatisch, wie er seine Absage formulierte. Er hätte es auch so machen können, wie Marcel Reich-Ranitzky es weiland tat...

    Und ist es nicht bezeichnend? Ein Thomas Gottschalk gilt seinem Selbstverständnis und vor allem dem Verständnis seiner Chefs nach trotz seiner 61 Jahre als "junger Wilder"!

    In eine Fernsehwelt, in dem ein Florian Silbereisen und Maxi Arland Fernsehen für eine Altersgruppe machen, die gefühlt 100 Jahr älter ist, als sie es selbst sind, in denen ein Stefan Mross "witzige Moderationen" macht, die danach klingen, als wäre der Bart, den sie haben 100 Jahre lang gewachsen - nun, in diese Welt passt Kerkeling nun einmal nicht. Und ich finde es sehr diplomatisch, wie er seine Absage formulierte. Er hätte es auch so machen können, wie Marcel Reich-Ranitzky es weiland tat...

    Und ist es nicht bezeichnend? Ein Thomas Gottschalk gilt seinem Selbstverständnis und vor allem dem Verständnis seiner Chefs nach trotz seiner 61 Jahre als "junger Wilder"!

  2. Das Hape aus eigenem Anspruchsdenken und Ehrgefühl ablehnt, finde ich gut.

    Nur welche Schmach ? Ein weltumspannendes Mediennetz und nur eine Sendung im Fernsehen kann u.U. nicht probat wieder besetzt werden.

    Wie schnell man doch an Grenzen stossen kann ?

  3. Wenn das mal keine redaktionelle "Flexibilität" ist - bisweilen bis zu medialer Rückgratlosigkeit...
    .
    http://www.zeit.de/politi...

  4. Um das für einen Großteil des deutschen Fernsehpublikums durch Herrn Gottschalk eingeführte und verfestigte Dampfplauderniveau zu halten, schlage ich eine Dreier-Moderation vor.

    Dieter Bohlen und Stefan Raab mit einem über TED ausgesuchten Gast.

    Wenn das Geld stimmt, bekommt man dieses "Dreamteam" auch.

    Eine Leser-Empfehlung
  5. Mir waers ehrlich gesagt lieber gewesen wenn der Herr Kerkeling bei Wetten-Dass rumspringt anstatt, so wie der Herr Steffens, die Terra X-Dokumentationen zu verhunzen.

    Die ehemalige Terra X-Dokumentation mag ja fuer den ein oder anderen etwas trocken gewesen sein, aber zum Ausgleich gibts ja eigentlich noch die Privaten.

    Und dafuer muss ich nun GEZ-Gebuehren zahlen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    entsorgen sie ihr TV-Gerät und melden sie den Fernseher bei der GEZ ab. Ich verspreche ihnen, sie werden eine Menge mehe Lebensqualität dafür bekommen. Für den - pardon - Scheiss, der im deutschen Fernsehen gezeigt wird, zahle ich weder Geld noch opfere ich dafür meine Freizeit. Die Gesellschaft wird durch die immer schlechter werdende Qualität des Fernsehens immer blöder. Wer sich Bohlen und Co. ansieht, tut mir leid und Gottschalk sieht das wohl kommen, auch wenn sein Kündigungsgrund ein sehr trauriger Unfall war und nur der letzte Sargnagel für die Sendung war.

    entsorgen sie ihr TV-Gerät und melden sie den Fernseher bei der GEZ ab. Ich verspreche ihnen, sie werden eine Menge mehe Lebensqualität dafür bekommen. Für den - pardon - Scheiss, der im deutschen Fernsehen gezeigt wird, zahle ich weder Geld noch opfere ich dafür meine Freizeit. Die Gesellschaft wird durch die immer schlechter werdende Qualität des Fernsehens immer blöder. Wer sich Bohlen und Co. ansieht, tut mir leid und Gottschalk sieht das wohl kommen, auch wenn sein Kündigungsgrund ein sehr trauriger Unfall war und nur der letzte Sargnagel für die Sendung war.

  6. Weil 1. Die Sendung auf Gottschalk zugeschnitten wurde
    2. Mit Ihm die Ähra dieser Sendung endet
    3.Zu einer Show für Möchtegernprommis verkam

    Eine Leser-Empfehlung
  7. Durch derartige Spekulationen über die Nachfolge lockt das ZDF die Zuschauer.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dieses ewige Gezetere um einen neuen Moderator lockt mich nicht hinter dem warmen Ofen hervor.

    Anfangs - als es noch das West-Fernsehen gab und ein paar Jahre danach - haben auch wir diese Sendung angesehen.

    Mit der Zeit wurde daraus aber nur noch eine deutsch-amerikanische Schiki-Miki-Veranstaltung, mit Wetten, deren Inhalt nun einmal das Niveau eines Rummelplatzes in sich bargen.

    Schon lange legen wir uns an diesem Samstag-Abend lieber eine DVD ein, denn auf der ARD kommen dann ja auch nur Wiederholungen oder eben das "Volksmusik-Gedudel", dass einem das Blut in den Adern stocken lässt.
    [...]

    Wie wäre es mal damit, dass wenigstens eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt endlich wieder mal große Kinofilme an einem Samstag Abend, natürlich im Wechsel mit unterhaltsamen Fernsehfilmen aus eigener Produktion, ausstrahlt und nicht Montag oder an anderen Wochentagen erst nach 22.00 Uhr?
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen. Danke. Die Redaktion/vn

    Dieses ewige Gezetere um einen neuen Moderator lockt mich nicht hinter dem warmen Ofen hervor.

    Anfangs - als es noch das West-Fernsehen gab und ein paar Jahre danach - haben auch wir diese Sendung angesehen.

    Mit der Zeit wurde daraus aber nur noch eine deutsch-amerikanische Schiki-Miki-Veranstaltung, mit Wetten, deren Inhalt nun einmal das Niveau eines Rummelplatzes in sich bargen.

    Schon lange legen wir uns an diesem Samstag-Abend lieber eine DVD ein, denn auf der ARD kommen dann ja auch nur Wiederholungen oder eben das "Volksmusik-Gedudel", dass einem das Blut in den Adern stocken lässt.
    [...]

    Wie wäre es mal damit, dass wenigstens eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt endlich wieder mal große Kinofilme an einem Samstag Abend, natürlich im Wechsel mit unterhaltsamen Fernsehfilmen aus eigener Produktion, ausstrahlt und nicht Montag oder an anderen Wochentagen erst nach 22.00 Uhr?
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen. Danke. Die Redaktion/vn

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service