Leserartikel

LaconiaWeltkriegsdrama im Fernsehsessel

Kriegs- und Katastrophenfilme sind beliebt beim Fernsehpublikum. Doch was, wenn die gezeigten Schicksale die Vergangenheit der eigenen Familie berühren? von Regine Spraul

Pendelverkehr von Schiffbrüchigen der "Laconia" zwischen U 156 (vorne) und U 507 (hinten)

Pendelverkehr von Schiffbrüchigen der "Laconia" zwischen U 156 (vorne) und U 507 (hinten)  |  © Regine Spraul

Ich hatte in der vergangenen Woche zwei ganz besondere Fernsehabende. Die ARD strahlte einen Zweiteiler aus: Laconia. Dieser Name löste Erinnerungen an meine Kindheit und an meine Großmutter aus. Manchmal weinte sie und wir Kinder wussten dann, dass sie an ihren Sohn dachte. Wir wussten auch, dass er vor seinem Tod etwas Schreckliches erlebt haben musste, über das in unserer Familie aber nicht gesprochen wurde. Erst im Laufe der Zeit erfuhren wir von den Geschehnissen.

Der Sohn meiner Großmutter, mein Onkel, war im 2. Weltkrieg Wachoffizier auf dem deutschen Unterseeboot 156. Während seiner Dienstzeit verfasste mein Onkel zahlreiche Briefe und Logbücher. Er machte Hunderte Fotografien und Aufzeichnungen, die meine Großmutter über seinen Tod hinaus aufbewahrte. 2008 hat der Autor Gunter Spraul die Dokumente historisch und wissenschaftlich aufgearbeitet und unter dem Titel Vom Fähnlein zur Fahne in den Tod als Buch veröffentlicht.

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Das U 156 war ein Tauchboot der deutschen Kriegsmarine, das im 2. Weltkrieg zunächst als Ausbildungsboot, später zum Angriff auf Schiffe der Alliierten genutzt wurde. Der Kapitän des Bootes hieß Werner Hartenstein. Am 12. September 1942 ließ Hartenstein vor der westafrikanischen Küste den britischen Passagierdampfer RMS Laconia torpedieren.

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Als U 156 nach dem Angriff auftauchte, bot sich der Mannschaft ein schreckliches Bild. Mehr als zweitausend Menschen kämpften im Wasser um ihr Überleben. Hartenstein rettete fast 200 von ihnen und versorgte sie mit Wasser und Nahrung, während amerikanische Bomber sein Boot attackierten. Später gab die Kriegsmarine wegen Hartensteins Rettungsaktion den sogenannten Laconia-Befehl heraus, der es fortan verbot, den Überlebenden versenkter feindlicher Schiffe zur Hilfe zu kommen.

Ich hatte natürlich die Aufzeichnungen meines Onkels und die Erzählungen meiner Großmutter im Kopf, als ich mir die Laconia-Verfilmung der ARD anschaute. Mit viel Aufwand hat der Regisseur Uwe Janson den Stoff vor der südafrikanischen Küste verfilmt. Die See- und Schiffsaufnahmen sind perfekt inszeniert. In den Hauptrollen spielen Franka Potente und Ken Duken.

Die Filmemacher haben eine schwierige Aufgabe filmtechnisch hervorragend und inhaltlich sensibel umgesetzt. Soweit ich es beurteilen kann, stellt der Film die historischen Ereignisse realitätsnah dar. Überzeugt hat mich vor allem die Objektivität und Ernsthaftigkeit, mit der er das Geschehene vermittelt. Die Handlungen der Deutschen und der Alliierten werden weder verherrlicht oder verunglimpft.

Leider erfahren die Zuschauer nichts von den Haien, die damals eine große Gefahr darstellten. Außerdem hätte noch betont werden können, dass Trinkwasser und Vorräte auf einem U-Boot begrenzt waren. Dadurch wäre die Bedrängnis, in der sich Retter und Gerettete befanden, noch anschaulicher gewesen. Kleinere Details fehlen also in der ARD-Verfilmung. Stattdessen hat der berühmte britische Drehbuchautor Alan Bleasdale andere Handlungsstränge hinzugedichtet. Dazu gehört die Liebesgeschichte zwischen einer deutschen Passagierin und einem englischen Offizier.

Ich bin mir sicher: Meine inzwischen verstorbene Großmutter hätte geweint, hätte sie den Film gesehen. Gleichzeitig hätte ihr die filmische Würdigung der Laconia-Tragödie sicher auch Trost gespendet.

Das U-Boot 156 wurde ein halbes Jahr nach der Tragödie von einem amerikanischen Flugzeug vor Barbados versenkt. Der Sohn meiner Großmutter, mein Onkel, war mit an Bord.

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Leserkommentare
    • T.M.
    • 09. November 2011 13:29 Uhr

    Zu Ihrem Onkel will ich nichts sagen. Ich finde auch gut, dass ein solcher Mann im Bewusstsein bleibt.

    Ich hatte allerdings im ZDF gerade letzte Woche wieder, genaugenommen aber schon längere Zeit und jedes Jahr regelmässig mindestens einmal, den Eindruck, die Deutsche Volksgenossenschaft sei eigentlich überhaupt nur Opfer des Bösen, wie andere auch. Da bombardieren böse britische Bomber Dresden, obwohl eine junge Volksgenossin mutig einen Piloten versteckt, da sinkt die Gustloff von den Russen torpediert, da leiden jetzt sogar Zivilisten unter den Japanern (diese Verbrecher!). Ach, und der mutige Scientologe lief ja auch grad letzte Woche.

    Nur damit kein falscher Eindruck entsteht: das ist alles nicht lustig. Ich darf einmal (und das ist mein Ernst) dazwischenfragen: warum gibt es seit mindestens zehn Jahren ausschliesslich (!) nur noch Filme im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, die den Deutschen im Krieg in dieser auffällig kopfstehenden Rolle zeigen? Warum dreht der Herr Vilsmaier nicht einmal einen Mehrteiler über das muntere Treiben einer SS-Panzerdivision an der Ostfront? Und zwar aus der Opferperspektive. Der Herr Knopp könnte salbungsvoll ein paar einleitende Worte sprechen. Der Geschichte wäre damit möglicherweise mehr entsprochen.

    4 Leserempfehlungen
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    Jahrzehntelang wurden in Filmen, die sich mit dem 2.WK befassten die Deutschen ziemlich ausnahmslos als übelste Bösewichte dargestellt. Jetzt gibts eben auch mal ein paar Gute. Es sind in erster Linie Unterhaltungsfilme, keine Dokumentationen. In den USamerikanischen Western z. B. drehte man an auch immer an der Realität vorbei.

    Die Filme schaffen ja nur ein Minimum an ausgleichender Gerechtigkeit. Und glauben Sie mir: Wenn in fast jedem dieser Filme, wie z. B. Dresden, eine Deutsche von einem Anglo [...] wird, ist dies auch aus der Sicht der "Deutschen Volksgenossenschaft" unsäglich oder nervt zumindest ;).

    Wo wir bei Knopp sind: Wer wirklich ein modenes Märchen sehen will, bei dem die Rollen von Gut und Böse klar verteilt sind, das Schicksal deutscher, japanischer und anderer Zivilsten der Achsenmächte immer gerechtfertigt oder nur ein Fall von "Pech gehabt" ist, während Deutsche stets die Schweine waren, die wie eine Alien-Armee brennend durch die Gegend gezogen sind, und ein Dauerkommentar zur Sicherheit ständig verhindert, dass ein Zuschauer selber denkt, kann ja seine "Dokus" schauen. Davon gibt es wahrlich genug.

  1. Jahrzehntelang wurden in Filmen, die sich mit dem 2.WK befassten die Deutschen ziemlich ausnahmslos als übelste Bösewichte dargestellt. Jetzt gibts eben auch mal ein paar Gute. Es sind in erster Linie Unterhaltungsfilme, keine Dokumentationen. In den USamerikanischen Western z. B. drehte man an auch immer an der Realität vorbei.

    5 Leserempfehlungen
    • Plunder
    • 09. November 2011 13:49 Uhr

    Es freut mich, dass Sie den Film als Würdigung der realen Ereignisse empfunden haben. Die BBC-Version des Zweiteilers halte ich aber für weitaus besser. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich diese Version zu Gemüte führen, bei der die Engländer Englisch und die Deutschen (für die Engländer untertitelt) Deutsch reden und auf die ARD-typische Degetoisierung der Thematik verzichtet wird.

    (Als ich zuletzt geguckt habe, gab es die BBC-Fassung sogar auf Youtube zu sehen. Engl. Titel: The Sinking of the Laconia.)

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    Sie haben recht, die englische Fassung ist aus mehreren Gründen besser: Sie läßt alle Personen in ihrer Sprache sprechen, dadurch wird es möglich, die deutsche Herkunft der Protagonistin lange dem Fernsehzuschauer zu verbergen, die belehrende Off-Stimme fällt weg und die zusätzliche Kommunikationserschwernis durch deutsche, englische und italienische Sprachfetzen wird direkt hörbar. Dadurch wird untertitelt, was anscheinend in Deutschland nicht gewünscht wird.
    Eine Kritik, die die 2 Fassungen gut beschreibt, habe ich unter
    http://funkkorrespondenz.... gefunden. Als ich den Leserartikel schrieb, vernächlassigte ich diesen sehr interessanten Aspekt.
    Regine Spraul

    Vielen Dank fuer den Hinweis...ich sehe jetzt die deutsche Version und dann die Britische! Ich bin als Deutsche, die in den USA lebt, sehr froh das endlich Filme gedreht werden, die nicht nur die boesen deutschen Nazis zeigen. Die Filme "John Rabe" und selbst der Valkyrenfilm mit Tom Cruise (egal wie man zu ihm steht) haben im Ausland doch zu einer etwas vielschichtigeren Art und Weise die deutsche Vergangenheit zu sehen, gefuehrt.

  2. Die Filme schaffen ja nur ein Minimum an ausgleichender Gerechtigkeit. Und glauben Sie mir: Wenn in fast jedem dieser Filme, wie z. B. Dresden, eine Deutsche von einem Anglo [...] wird, ist dies auch aus der Sicht der "Deutschen Volksgenossenschaft" unsäglich oder nervt zumindest ;).

    Wo wir bei Knopp sind: Wer wirklich ein modenes Märchen sehen will, bei dem die Rollen von Gut und Böse klar verteilt sind, das Schicksal deutscher, japanischer und anderer Zivilsten der Achsenmächte immer gerechtfertigt oder nur ein Fall von "Pech gehabt" ist, während Deutsche stets die Schweine waren, die wie eine Alien-Armee brennend durch die Gegend gezogen sind, und ein Dauerkommentar zur Sicherheit ständig verhindert, dass ein Zuschauer selber denkt, kann ja seine "Dokus" schauen. Davon gibt es wahrlich genug.

    3 Leserempfehlungen
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    "Wenn in fast jedem dieser Filme, wie z. B. Dresden, eine Deutsche von einem Anglo [...] wird"

    Warum wird eigentlich nicht, aus Gründen der Geschlechterparität mal ein Deutscher von einer Engländerin, Französin oder Russin ge[...]?

    Meine Vermutung ist, dass das ein Bild abgäbe, das nicht gewünscht ist oder nicht gedacht wird, aus welchem Grund auch immer offenbart sich vielleicht eher den Künstlern unter uns...

    Vielleicht hat es etwas mit dem Begriff des sich hingebens zu tun.

  3. Ich bin zu Beginn der Neunziger des letzten Jahunderts geboren.
    Geschichten über den 1. und 2. WEltkrieg höre bekomme ich ständig durch Dokus, Filme oder wie hier, durch einen Artikel mit.

    Jedoch nervt mich das, ständig die Gräueltaten, die lange vor meiner Zeit geschahen, vorgezeigt zu bekommen.
    Ich lebe jetzt und möchte die Zukunft erleben und nicht mit den Sünden der Vergangenheit leben, die ich hier nicht gut reden möchte, mit denen ich aber selber nichts zu tun habe.

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    • TSHR
    • 10. November 2011 13:59 Uhr

    Gerade von der jungen Generation (zu der ich auch gehöre) hört man oft die Aussage: „Das ist lange her. Damit habe ich nichts mehr zu tun.“

    Mich persönlich nervt dieser KURZGEDANKE.

    Unter uns leben immer noch Menschen, die den Krieg erlebt haben. Diese Kriegsgeneration hat sich in den meisten Fällen der geschichtlichen Aufarbeitung entzogen und es seinen Nachkommen überlassen dies zu tun! Die Opfer wollen und müssen darüber reden. Wenn man sich schon darüber ärgert, dass man als Deutscher (auch heute noch) immer wieder in die Pflicht genommen wird, dann sollte sich der Ärger in erster Linie an die feigen Akteure richten (im Zweifel die eigenen Verwandten), die damals schön lautstark ihrer Position Ausdruck verliehen haben und nach dem Krieg nur noch in Deckung gegangen sind. Aber wer ist schon wütend auf die eigene (feige) Verwandtschaft?

    Die Nachkommenschaft ist wirklich doppelt gestraft! Damals, als sie noch Kinder waren, mussten sie u. a. das gesamte Kriegstrauma ihrer Eltern aushalten und wurden dadurch selbst (seelisch) geschädigt. Die Kinder von damals sind heute unsere Eltern oder Großeltern. Selbst geschädigt haben sie gleichzeitig die moralische Verantwortung für die Aufarbeitung übernommen, weil ihre eigenen Eltern dies (in den meisten Fällen) nicht getan haben.

    ......Teil 2.....

    • TSHR
    • 10. November 2011 14:00 Uhr

    Unsere heutige Generation wäre gut beraten
    - für die Bedürfnisse der Opfer (und deren Nachkommenschaft) Verständnis zu haben,
    - Dankbarkeit und Mitleid mit der Generation zu empfinden, die der Doppelbelastung ausgesetzt war (und noch ist) und
    - die Wut an die zu richten, die sich feige aus der Affäre gestohlen haben.

    Eben weil man selbst keinen derartigen Ballast hat, könnte man die Doppelbelastung der Nachkommenschaft mittragen.

    Gerade hab ich in der ZEIT gelesen, Schüler erforschen eine Nazi-Affäre ihrer Schule. Zufällig handelt es sich um den Großadmiral Dönitz, dessen Weisungen erheblichen Einfluß auf das Kriegsgeschehen hatte, das dem besprochenen Film zugrunde liegt. Das hat mich motiviert zu schreiben. Das Problematische an Ihrer Einstellung ist, dass auch die Gegenwart einmal Vergangenheit wird. Traumatisierungen werden über Generationen weitergegeben, ganz gleich, ob es sich um Opfer und Täter in den Familien handelt. Vorbildhaft haben sich Lehrer und Schüler des oben genannten Forschungsprojekts um ein distanziertes, faires Betrachten der Zeitzeugenaussagen, der Unterlagen bemüht. Je besser der Kenntnisstand, desto seltener fallen Schwarz-Weiß-Urteile.
    Dies wird irgendwann später bei der Aufarbeitung der Geschehnisse im Kosovo, in Afghanistan oder sonst wo nötig sein.

  4. Egal ob es sich um einen Fernsehfilm, einen Kinoblockbuster, eine historisch anspruchsvolle Dokumentation oder eine Liebesgeschichte handelt, ein Film wie Lanconia kann zur Aufarbeitung und Rekonstruktion der Geschichte beitragen. Sicherlich haben die Autoren des Films einige Details vernachlässigt oder Geschichten hinzugedichtet. Dennoch hat dieser Film dazu beigetragen, ein Stück Zeitgeschichte zu rekonstruieren und diese dem Zuschauer näher zu bringen. Die Zeit des Nationalsozialismus stellt eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte dar und muss somit auch weiterhin historisch bearbeitet und aufgearbeitet werden.

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    • TSHR
    • 10. November 2011 13:59 Uhr

    Gerade von der jungen Generation (zu der ich auch gehöre) hört man oft die Aussage: „Das ist lange her. Damit habe ich nichts mehr zu tun.“

    Mich persönlich nervt dieser KURZGEDANKE.

    Unter uns leben immer noch Menschen, die den Krieg erlebt haben. Diese Kriegsgeneration hat sich in den meisten Fällen der geschichtlichen Aufarbeitung entzogen und es seinen Nachkommen überlassen dies zu tun! Die Opfer wollen und müssen darüber reden. Wenn man sich schon darüber ärgert, dass man als Deutscher (auch heute noch) immer wieder in die Pflicht genommen wird, dann sollte sich der Ärger in erster Linie an die feigen Akteure richten (im Zweifel die eigenen Verwandten), die damals schön lautstark ihrer Position Ausdruck verliehen haben und nach dem Krieg nur noch in Deckung gegangen sind. Aber wer ist schon wütend auf die eigene (feige) Verwandtschaft?

    Die Nachkommenschaft ist wirklich doppelt gestraft! Damals, als sie noch Kinder waren, mussten sie u. a. das gesamte Kriegstrauma ihrer Eltern aushalten und wurden dadurch selbst (seelisch) geschädigt. Die Kinder von damals sind heute unsere Eltern oder Großeltern. Selbst geschädigt haben sie gleichzeitig die moralische Verantwortung für die Aufarbeitung übernommen, weil ihre eigenen Eltern dies (in den meisten Fällen) nicht getan haben.

    ......Teil 2.....

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