Das Endzeitdrama Melancholia des dänischen Regisseurs Lars von Trier hat den Europäischen Filmpreis in drei Kategorien gewonnen: bester Film, beste Kamera und bestes Design. Ebenfalls drei Auszeichnungen erhielt das britische Historiendrama The King's Speech von Regisseur Tom Hooper, darunter Hauptdarsteller Colin Firth. Er wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet.

Als beste Schauspielerin wurde Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton geehrt. Sie erhielt den Preis für ihre Leistung in dem Drama We need to talk about Kevin. Darin spielt die 51-Jährige eine Mutter, die mit dem Amoklauf ihres Sohnes zurechtkommen muss.

Der deutsche Regisseur Wim Wenders erhielt für seine 3D-Tanz-Hommage Pina eine Ehrung als beste Dokumentation."Ich bin Pina Bausch sehr dankbar", sagte Wenders über die 2009 verstorbene Tänzerin und Choreografin. Weitere Preise für andere deutsche Filmschaffende gab es nicht.

Die Dänin Susanne Bier gewann mit ihrem bereits mit einem Oscar prämierten Drama In einer besseren Welt die Trophäe für die beste Regie. Der 85 Jahre alte französische Schauspieler Michel Piccoli erhielt von der Akademie einen Sonderpreis. Der britische Regisseur Stephen Frears wurde für sein Lebenswerk geehrt.

Der Europäische Filmpreis wird von der Europäischen Filmakademie (EFA) mit Sitz in Berlin verliehen. In der EFA sind 2.300 Filmschaffende aus ganz Europa vertreten. Die Preise werden in der Regel abwechselnd in der deutschen Hauptstadt und einer anderen europäischen Metropole verliehenen. Im kommenden Jahr soll die Verleihung auf Malta stattfinden.