Oscars: "The Artist" ist der große Gewinner
Der Oscar-Favorit "The Artist" hat gleich mehrere Auszeichnungen erhalten. Der deutsche Beitrag "Pina" von Regisseur Wim Wenders ging dagegen leer aus.
Bei der 84. Oscar-Vergabe in Hollywood ist der Stummfilm The Artist als bester Film ausgezeichnet worden. Der Film von Michel Hazanavicius erhielt in Los Angeles zudem vier weitere Auszeichnungen und war somit der große Gewinner der Oscar-Verleihung. Der Beitrag aus Frankreich gewann unter anderem den Regiepreis, und Schauspieler Jean Dujardin wurde in der Kategorie Bester Hauptdarsteller geehrt. The Artist galt als Favorit. Vor wenigen Tagen hatte der Film bereits bei der französischen Filmpreisverleihung Césars gewonnen. Auch bei den Golden Globes, den britischen Bafta-Awards hatte er überzeugt.
Hazanavicius erhielt als zweiter Franzose nach Roman Polanski den Preis für die beste Regieleistung. "Ich bin im Moment der glücklichste Regisseur der Welt", sagte er in seiner Dankesrede. Als Hazanavicius später erneut auf die Bühne ging, um den Oscar für den besten Film entgegen zu nehmen, schickte er scherzhaft per TV-Gruß seine Kinder ins Bett. "Es ist sechs Uhr morgens in Paris", mahnte der 44-jährige Filmemacher.
Sein Schauspieler Jean Dujardin freute sich über den Oscar als bester Hauptdarsteller mit seiner Rolle als Stummfilmstar George Valentin. "Wenn George Valentin reden könnte, würde er sagen: Verdammt, genial, danke, großartig", sagte der Franzose.
- Die Oscar-Gewinner...
-
Bester Film: The Artist
Beste Regie: Beste Regie: Michel Hazanavicius, The Artist
Bester Hauptdarsteller: Jean Dujardin, The Artist
Beste Hauptdarstellerin: Meryl Streep, The Iron Lady
Bester Nebendarsteller: Christopher Plummer, Beginners
Beste Nebendarstellerin: Octavia Spencer, The Help
Bestes Drehbuch: Midnight in Paris
Bestes adaptiertes Drehbuch: The Descendants
Bester Animationsfilm: Rango
Bester ausländischer Film: A Separation
- ...im Überblick
-
Beste Dokumentation: Undefeated
Beste Kamera: Hugo
Beste Filmmusik: The Artist
Bester Filmsong: Man or Muppet, The Muppets
Bester Schnitt: Verblendung
Bestes Szenenbild: Hugo
Bestes Kostümdesign: The Artist
Bestes Make-Up: The Iron Lady
Beste visuelle Effekte: Hugo
Bester Tonschnitt: Hugo
Bester animierter Kurzfilm: The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore
Bester Kurzfilm: The Shore
Bester Dokumentarkurzfilm: Saving Face
Ebenfalls fünf Oscars gewann die Kinderbuch-Verfilmung Hugo von Martin Scorsese, allerdings alle in technischen Kategorien wie Ton und Spezialeffekte. Der Film war in insgesamt elf Kategorien ins Rennen gegangen. Als bester Trickfilm wurde der Western Rango von Regisseur Gore Verbinski ausgezeichnet, der sich um die Abenteuer eines Chamäleons in einer Wüstenstadt dreht. Den Preis für das beste Original-Drehbuch erhielt Woody Allen für Midnight in Paris.
Eine andere Bestmarke setzte der Kanadier Christopher Plummer. Mit 82 Jahren nahm er die Auszeichnung als bester Nebendarsteller in Beginners entgegen und ist damit der bisher älteste Gewinner in dieser Kategorie. In Beginners spielt Plummer einen alternden Homosexuellen, der sich erstmals offen zu seiner sexuellen Orientierung bekennt.
Meryl Streep erhielt – wie erwartet – einen Oscar als beste Hauptdarstellerin. Die 62-jährige US-Amerikanerin gewann die Trophäe für ihre Rolle in dem Film The Iron Lady. Darin spielt sie die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher. Es ist der dritte Oscar für Streep. Beste Nebendarstellerin wurde die 39 Jahre alte Octavia Spencer für ihre Leistung in dem Drama The Help.
Der Deutsche Wim Wenders war für seine Dokumentation Pina nominiert. Er ging, ebenso wie der Hamburger Kurzfilmer Max Zähle, leer aus. Auch die Berlinerin Lisy Christl, die für ihre Kostüme in Roland Emmerichs Shakespeare-Film Anonymus nominiert war, erhielt am Ende keinen Preis.







..."Nothing takes the sting out of an economic depression, like watching millionairs giving each other golden statues".
Brilliant.
Mit "The Artist" und "Hugo" - jeweils 5 Oskars - hat sich Fantasie und vorallem Nostalgie durchgesetzt.
Wenn die Gegenwart nichts Gutes verspricht, schaut man halt gerne rückwärts :-)
aber in diesem Falle kann die Fantasie durchaus mit der Nostalgie mithalten. Meiner Meinung nach der bezauberndste, leichteste und einfallsreichste Film seit Amelie. Ein wirklicher Geniestreich.
aber in diesem Falle kann die Fantasie durchaus mit der Nostalgie mithalten. Meiner Meinung nach der bezauberndste, leichteste und einfallsreichste Film seit Amelie. Ein wirklicher Geniestreich.
keinen Oscar. Wenigstens ein Trostpreis wäre verdient. Wenn die Amis so weitermachen, sollen sie sich ihren Oscar an den Hut stecken. Ist alles nur Show, Glitzer und Glammer.
Wir sind die Sieger der Herzen.
Ha,Ha,Ha
Lieps
Preußischer Diplomat
für die Korrektur eines "Dramas", bevor ich darauf hinweisen konnte. Das hat mich heute noch vor meinem Morgenkaffee aufschrecken lassen...
Ansonsten ist der wahre Gewinner des Abends Billy Crystal, a man, not a muppet.
Gratulation an Herrn Wenders, der mit seinem Film eine Hommage an Pina Bausch abgeliefert hat, die bestehen bleiben wird. Das ist auch gut so. In Pina Bausch' s Arbeitsstadt Wuppertal ist der amtierende Oberbürgermeister Jung davon überzeugt, die Entstehungs- und Spielstätte des Wuppertaler Tanztheaters zu schließen und kürzt mal eben 2 Millionen vom Kulturetat, die angeblich nicht mehr zur Verfügung stünden. Da hat eine Stadt mal ein Stück Kulturgut mit weltweitem Rénomee und deren politische Führung "betoniert" es dank unseriöser Politik einfach zu.
aber in diesem Falle kann die Fantasie durchaus mit der Nostalgie mithalten. Meiner Meinung nach der bezauberndste, leichteste und einfallsreichste Film seit Amelie. Ein wirklicher Geniestreich.
Meryl Streep - eine alte Frau bekommt den Oscar für die Darstellung einer alten Frau... wow welch Überraschung...
Hugo Cabret - Kinderquatsch in 3D bekommt 5 Oscars
The Artist - Charlie Chaplin würde sich im Grab umdrehen wenn er das ansehen müsste... ebenfalls 5 Oscars
Ach was reg ich mich auf, immerhin hat auch Braveheart 5 Oscars gewonnen und niemand weiß warum...
"Hugo Cabret - Kinderquatsch in 3D bekommt 5 Oscars
The Artist - Charlie Chaplin würde sich im Grab umdrehen wenn er das ansehen müsste... ebenfalls 5 Oscars"
Hätten Sie vielleicht die Güte, Ihre Meinung etwas ausführlicher zu begründen?
Weshalb z.B. ist "Hugo Cabret" "Kinderquatsch"? Hand aufs Herz: Haben Sie den Film überhaupt gesehen? Natürlich hat er seine Schwachstellen (weshalb er vermutlich hauptsächlich in den technischen Kategorien punkten konnte), aber auch mit meinen 25 Jahren konnte ich mich darüber freuen, dass Méliès diese filmische Würdigung erfahren hat. Lehnen Sie 3D eigentlich grundsätzlich ab oder habe ich Ihren Kommentar falsch verstanden?
Besonders interessieren würde mich aber, was Chaplin Ihrer Meinung nach an "The Artist" auszusetzen hätte. Ich könnte jetzt natürlich behaupten, dass er sich über diese Stummfilm-Hommage gefreut hätte (damit stünde Aussage gegen Aussage und wir wären kein Stück weiter), aber im Gegensatz zu Ihnen möchte ich mir lieber nicht anmaßen, für einen toten Filmstar zu sprechen.
Hugo Cabret: Ist ein Kinderfilm (FSK 6), der sicher das junge Publikum begeistern kann/könnte, wenn da nicht die von Ihnen bereits erwähnten Schwächen wären. Die Story hätte meines Erachtens tiefer gehen können und auch die schauspielerische Leistung konnte mich nicht wirklich überzeugen. 3D ist individuelle Geschmackssache. Ich persönlich fand Avatar wirklich innovativ, den anschließende 3D-Hype finde ich allerdings sehr übertrieben.Aber ohne 3D ist ein Sieg in den technischen Kategorien wohl kaum noch möglich.
The Artist: Für mich persönlich die Überraschung überhaupt. Ich habe die Vorstellung nach knapp 30 Minuten verlassen. Dazu muss man sagen, dass ich einige Schwarz-Weiß-Filme gesehen habe und auch einige (wenn auch nur wenige) Stummfilme. Es wurden lange keine Filme dieser Art gedreht schön und gut,aber deshalb ist der Film gleich erfrischend und innovativ? Ich meine nein! Die Story ist so flach und berechenbar, dass sich Ton auch gar nicht gelohnt hätte. Die Schauspielerische Leistung ist schwer zu bewerten, da es bei dieser Art von Film nur auf Mimik und Gestik ankommt, während bei „normalen Filmen“ die Stimme dazu kommt, um dem Ganzen mehr Ausdruck zu geben. Ich persönlich finde die Vergleichbarkeit sehr weit hergeholt und ich habe beides (Mimik und Gestik) schon besser gesehen. Man denke nur an die Filme von Charlie Chaplin oder Alfred Hitchcock.
"Hugo Cabret - Kinderquatsch in 3D bekommt 5 Oscars
The Artist - Charlie Chaplin würde sich im Grab umdrehen wenn er das ansehen müsste... ebenfalls 5 Oscars"
Hätten Sie vielleicht die Güte, Ihre Meinung etwas ausführlicher zu begründen?
Weshalb z.B. ist "Hugo Cabret" "Kinderquatsch"? Hand aufs Herz: Haben Sie den Film überhaupt gesehen? Natürlich hat er seine Schwachstellen (weshalb er vermutlich hauptsächlich in den technischen Kategorien punkten konnte), aber auch mit meinen 25 Jahren konnte ich mich darüber freuen, dass Méliès diese filmische Würdigung erfahren hat. Lehnen Sie 3D eigentlich grundsätzlich ab oder habe ich Ihren Kommentar falsch verstanden?
Besonders interessieren würde mich aber, was Chaplin Ihrer Meinung nach an "The Artist" auszusetzen hätte. Ich könnte jetzt natürlich behaupten, dass er sich über diese Stummfilm-Hommage gefreut hätte (damit stünde Aussage gegen Aussage und wir wären kein Stück weiter), aber im Gegensatz zu Ihnen möchte ich mir lieber nicht anmaßen, für einen toten Filmstar zu sprechen.
Hugo Cabret: Ist ein Kinderfilm (FSK 6), der sicher das junge Publikum begeistern kann/könnte, wenn da nicht die von Ihnen bereits erwähnten Schwächen wären. Die Story hätte meines Erachtens tiefer gehen können und auch die schauspielerische Leistung konnte mich nicht wirklich überzeugen. 3D ist individuelle Geschmackssache. Ich persönlich fand Avatar wirklich innovativ, den anschließende 3D-Hype finde ich allerdings sehr übertrieben.Aber ohne 3D ist ein Sieg in den technischen Kategorien wohl kaum noch möglich.
The Artist: Für mich persönlich die Überraschung überhaupt. Ich habe die Vorstellung nach knapp 30 Minuten verlassen. Dazu muss man sagen, dass ich einige Schwarz-Weiß-Filme gesehen habe und auch einige (wenn auch nur wenige) Stummfilme. Es wurden lange keine Filme dieser Art gedreht schön und gut,aber deshalb ist der Film gleich erfrischend und innovativ? Ich meine nein! Die Story ist so flach und berechenbar, dass sich Ton auch gar nicht gelohnt hätte. Die Schauspielerische Leistung ist schwer zu bewerten, da es bei dieser Art von Film nur auf Mimik und Gestik ankommt, während bei „normalen Filmen“ die Stimme dazu kommt, um dem Ganzen mehr Ausdruck zu geben. Ich persönlich finde die Vergleichbarkeit sehr weit hergeholt und ich habe beides (Mimik und Gestik) schon besser gesehen. Man denke nur an die Filme von Charlie Chaplin oder Alfred Hitchcock.
... "The Artist" sind mMn. ein Zeichen dafür, dass wenn keine neuen Ideen vorhanden sind, man eben wieder "von vorne" Anfängt.
Der Film war an und für sich ganz nett und ich fand es interessant eine moderne Interpretation eines Stummfilms zu sehen. Insgesamt aber eher öde. Der Film lebt davon, dass die Hauptdarsteller das Thema ganz gut umsetzen und dass ein Stummfilm für die meisten Kinobesucher wohl etwas "neues" und "frisches" ist. Insofern war ich ehrlich gesagt relativ enttäuscht als ich aus dem Kino kam und kann den Hype nur bedingt verstehen. Nicht schlecht, aber auch keine Sensation.
Billy Crystal war natürlich super! Sein Satz hat mir sehr gut gefallen :-D
da bleiben natürlich zwei Fragen:-)
1. Was ist schon wirklich neu, bzw.: Ist nicht jede Idee irgendwo geklaut?
Einstein hatte Vorläufer, jeder "neue" Musikstil ist letzten Endes aus anderen zusammen gesetzt, und jeder Buchautor von irgend einem anderen inspiriert.
Originalität ist doch nichts anderes als Bestehendes aufzugreifen und irgendwie abzuändern.
2. Welcher Film ist ihrer Meinung nach denn eine "Sensation"?
da bleiben natürlich zwei Fragen:-)
1. Was ist schon wirklich neu, bzw.: Ist nicht jede Idee irgendwo geklaut?
Einstein hatte Vorläufer, jeder "neue" Musikstil ist letzten Endes aus anderen zusammen gesetzt, und jeder Buchautor von irgend einem anderen inspiriert.
Originalität ist doch nichts anderes als Bestehendes aufzugreifen und irgendwie abzuändern.
2. Welcher Film ist ihrer Meinung nach denn eine "Sensation"?
da bleiben natürlich zwei Fragen:-)
1. Was ist schon wirklich neu, bzw.: Ist nicht jede Idee irgendwo geklaut?
Einstein hatte Vorläufer, jeder "neue" Musikstil ist letzten Endes aus anderen zusammen gesetzt, und jeder Buchautor von irgend einem anderen inspiriert.
Originalität ist doch nichts anderes als Bestehendes aufzugreifen und irgendwie abzuändern.
2. Welcher Film ist ihrer Meinung nach denn eine "Sensation"?
... als viel mehr um den Hype. Natürlich ist es interessant zu sehen, wie ein Stummfilm in der heutigen Zeit interpretiert und umgesetzt wird. Wenn er dann auch noch gut gespielt ist, ist das umso besser. Aber meiner Meinung nach ist an dem Film eben auch nicht mehr als dies dran obwohl er in Tönen gelobt wird das man glauben könnte er sei eine neue Offenbarung und wegweisend.
In meinen Augen dienen Auszeichnungen wie die Oscars (vielleicht gerade die Oscars) als Promotionmittel, um Filme zu pushen die man verkaufen möchte.
Die zweite Frage spielt insofern keine Rolle, als das mein Geschmack im Grunde nichts zur Sache tut. Ich verbiete ja niemanden den Film zu sehen oder ihn gut zu finden, sondern gebe nur meinen Kommentar dazu ab.
In meinen Augen produziert Hollywood (häufig) nur noch aufgewärmte Fortsetzungen und greift - bei diesem Film - eben in die Mottenkiste. Das mag bei The Artist interessant gewesen sein, wird aber wohl ein einmaliger Erfolg sein.
... als viel mehr um den Hype. Natürlich ist es interessant zu sehen, wie ein Stummfilm in der heutigen Zeit interpretiert und umgesetzt wird. Wenn er dann auch noch gut gespielt ist, ist das umso besser. Aber meiner Meinung nach ist an dem Film eben auch nicht mehr als dies dran obwohl er in Tönen gelobt wird das man glauben könnte er sei eine neue Offenbarung und wegweisend.
In meinen Augen dienen Auszeichnungen wie die Oscars (vielleicht gerade die Oscars) als Promotionmittel, um Filme zu pushen die man verkaufen möchte.
Die zweite Frage spielt insofern keine Rolle, als das mein Geschmack im Grunde nichts zur Sache tut. Ich verbiete ja niemanden den Film zu sehen oder ihn gut zu finden, sondern gebe nur meinen Kommentar dazu ab.
In meinen Augen produziert Hollywood (häufig) nur noch aufgewärmte Fortsetzungen und greift - bei diesem Film - eben in die Mottenkiste. Das mag bei The Artist interessant gewesen sein, wird aber wohl ein einmaliger Erfolg sein.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren