"Men in Black 3": Außerirdische in den Swinging Sixties
Will Smith reist in "Men in Black 3" zurück in die sechziger Jahre, um seinen Kollegen zu retten. Als Gast-Alien im Sommerblockbuster: Lady Gaga.
© 2012 Sony Pictures Releasing GmbH

Agent J (Will Smith) in "Men In Black 3"
Och nö, nicht schon wieder Zeitreisen! Einer der ältesten Kniffe des Science-Fiction-Films, und fast immer entstehen Plausibilitätslücken wegen sich permanent ändernder Zeitlinien, wo am Ende keiner mehr durchblickt, wer was warum verursacht oder ausgelöst hat. Auch Agent J (Will Smith) hat diesbezüglich eine klare Meinung, als ihn seine Vorgesetzte Agent O (Emma Thompson), die Leiterin der geheimen Alienverwaltungsbehörde, in die Vergangenheit schicken will: "Es gibt keine Zeitreisen!" Es gibt sie natürlich doch, im dritten Teil der Men in Black-Saga.
Also muss sich J in einem schwindelerregenden (wozu die nachträgliche 3-D-Konvertierung des Films ihren Teil beiträgt) Sprung direkt vom Chrysler Building in die späten Sechziger katapultieren, um das vorzeitige Ableben seines Buddies Agent K (Tommy Lee Jones) zu verhindern. Denn nur dessen Handeln stoppt 40 Jahre später eine Alien-Invasion.
K ist plötzlich ein aalglatter Karrierist
Das Gelingen dieser Invasion wiederum will Boris the Animal (Jemaine Clement) ermöglichen, ein sehr rachsüchtiges und bösartiges Exemplar eben jener Außerirdischen, die in der Gegenwart die Erde attackieren. Mit Boris geht die Zeitreiserei los, nachdem er in einer furiosen, tarantinoesken Eröffnungssequenz von einer willigen Helferin (very sexy: Nicole Scherzinger) aus der Hochsicherheitsverwahrung auf dem Mond befreit wird. Boris schnappt sich das vermaledeite Zeitreisegerät und meuchelt K, bevor dieser seinen Anti-Alien-Schutz installieren kann.
Erfreulicherweise hält sich Regisseur Barry Sonnenfeld nicht zu lange mit den logischen Dilemmata des Zeitreisens auf. Stattdessen schildert er genussvoll die Men-in-Black-Welt ohne K, und zwar aus der Sicht von J. Und so sehr sich Letzterer auch immer über den alten Brummelkopf lustig gemacht hatte, so ungleich deprimierender ist es, plötzlich einen aalglatten Karrieristen zum Partner zu haben.
Einmal in den späten Sechzigern angekommen, nimmt MiB 3 die in den Anachronismen schlummernden politischen Pointen (etwa im Alltagsrassismus, den ein Afroamerikaner im Edelzwirn selbst in New York zu spüren bekommt) eher en passant mit und konzentriert sich ganz auf die Begegnung von J mit dem jüngeren Agenten K. Hier gelingt dem Film ein echter Besetzungscoup, wird der laut Drehbuch 29-jährige K doch von dem 44-jährigen Josh Brolin gespielt. Was eine großartige Idee ist. Denn so wenig es Sinn gehabt hätte, den 65-jährigen Tommy Lee Jones durch digitale Tricks auf jung zu trimmen, so deplatziert hätte es werden können, wenn ein tatsächlich jung aussehender Schauspieler K junior gemimt hätte.






Glaub ich sofort und wahrscheinlich wurde sie aus ihrem Heimatplanetensystem verbannt.
Jemaine Clement
Sehr geehrte/r Ken Keeler,
danke für Ihren Hinweis! Haben wir korrigiert.
Viele Grüße aus der Redaktion
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Bei dem Wort bin ich ja froh, daß es keine Szenen gab, die an Alfred Hitchkock ("hitchcockesk"), Claude Lelouch ("lelouchesk"), Pedro Almodóvar ("almodóvaresk") oder gar Francis Ford Coppola ("francisfordcoppolesk") erinnerten.
Frage an den Autor: gibt es in dem Film wohl auch barrysonnenfeldeske Szenen?
Wie auch immer, ich freue mich, wieder mal einen Film über meine Kollegen zu sehen.
Jetzt gehe ich aber erstmal wieder an die Arbeit und fange das Sarrazin wieder ein.
Sehr geehrte/r Ken Keeler,
danke für Ihren Hinweis! Haben wir korrigiert.
Viele Grüße aus der Redaktion
Grundsituation wie bei MIB schon immer, diesmal mit etwas "back to the future"-Geschmack. Pff. Da hilft auch 3D nicht. Aber so ist das mit den Sequels. Nie wird der Effekt des Erstfilms erreicht.
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