TV-Serie "Gefährliche Seilschaften"Macht festhalten, Prinzipien loslassen

Auf eine TV-Serie wie "Gefährliche Seilschaften" haben wir gewartet: Sie verbindet Polit-Drama, Genderdebatte und Medienkritik zu großer Unterhaltung. von 

Die Premierministerin Birgitte Nyborg (Sidse Babett Knudsen) und ihr Spin Doctor Kasper Juul (Pilou Asbæk)

Die Premierministerin Birgitte Nyborg (Sidse Babett Knudsen) und ihr Spin Doctor Kasper Juul (Pilou Asbæk)  |  © Mike Kollöffel/DR

Ist sie zu dick? Ist sie zu hübsch? Ist sie hart und trotzdem wendig genug? Regiert sie wie eine Frau und wenn ja, ist das gut oder schlecht? Birgitte Nyborg ist die erste Premierministerin Dänemarks , Akademikerin, Anfang 40, verheiratet, zwei Kinder. Nie hätte sie gehofft, einmal Herrin über Schloss Christiansborg und fünfeinhalb Millionen Menschen zu sein. Nie zuvor hat es eine Frau in diesen Sessel geschafft. Und noch nie hat eine erfahren, was dieser Posten mit ihr macht.

Birgitte Nyborg gibt es nicht. Wäre sie real, bräuchte es keine Fernsehserie wie Borgen – Gefährliche Seilschaften , die jetzt in zweiter Staffel auf Arte anläuft. Nyborg ist die weiße Königin in einem Planspiel, das die aktuelle Debatte um eine Frauenquote in Führungspositionen sowie die Verzahnung von politischem und journalistischem Apparat in großartige Unterhaltung übersetzt.

Anzeige

Die Serie des dänischen Drehbuchautors Tobias Lindholm zeigt, wie Macht wächst, Meinungen gemacht werden und Menschen in diesem Spannungsfeld auf- und untergehen. Sie ist dabei so zeitgemäß und intelligent, dass ein Drittel aller Dänen jeden Sonntagabend zuschauen und Borgen – so nennen sie die Residenz in Kopenhagen – mit vielen europäischen Fernsehpreisen ausgezeichnet wurde.

Was wir aus Die Iden des März , The West Wing oder The Newsroom über amerikanische Politparketts und Großraumteppiche wissen, überwindet nun den Atlantik: Endlich wird das Publikum mal nicht durch die fernen Schaltzentralen amerikanischer Supermacht geführt, sondern ins Zentrum eines europäischen Regierungssitzes. Nicht nur die geografische Nähe zum Nachbarn Dänemark, auch die kulturelle und politische machen Borgen so interessant für das deutsche Publikum.

Transferleistungen sind nur minimal erforderlich: Die dargestellte Tagespolitik dreht sich um Koalitionsgeschacher, Zuwanderungspolitik, Reichtumsschere, Autobahnausbau, Rentenkürzung, Entwicklungshilfe, Auslandseinsätze, Wirtschaftsverbindungen zu antidemokratischen Ländern, Geheimdienst- und Überwachungsskandale. Die Regierungschefin muss erfahren, wie schwierig die Durchsetzung einer Frauenquote in Wirtschaftsbetrieben ist, wenn verstimmte Lobbyisten mit der Verlagerung der Unternehmen ins Ausland drohen.

"Borgen" auf Arte

Die zweite Staffel von Borgen – Gefährliche Seilschaften läuft vom 22. November an vier Donnerstagen in Folge auf Arte, jeweils ab 20.15 Uhr. Die zehn Episoden sind bis eine Woche nach Ausstrahlung im Netz auf Arte+7 zu sehen. Die erste Staffel ist erhältlich als Box mit 3 DVDs. Eine dritte Staffel wird gerade abgedreht.

Borgen ist ein Lehrstück in politischer und journalistischer Rhetorik. Die Serie vermittelt, was bei Raab , Jauch oder Maischberger zwischen den Zeilen der Moderationskarten steht und Steinbrück, Merkel oder Özdemir nur vor ausgeschalteten Kameras sagen würden. Sie schärft den Blick für das, was dem zwar wachen, aber doch nur beobachtenden Bürger vorenthalten werden soll.

Neben der Premierministerin liegt der Fokus auf ihrem jungen Spin Doctor und einer Nachwuchsjournalistin. Beider Leben besteht vor allem aus ihrem Beruf (und zu einem nicht ganz zu vernachlässigenden Teil aus ihrer gegenseitigen Anziehungskraft), den sie mit entsprechendem Ehrgeiz ausüben. Aber arbeiten sie loyal, gewissenhaft und moralisch korrekt? Von welchem Ethos lassen sie sich leiten und unter welchen Umständen wenden sie sich von ihm ab?

Rabea Weihser
Rabea Weihser

Rabea Weihser ist Redakteurin im Ressort Kultur bei ZEIT ONLINE. Ihre Profilseite finden Sie hier.

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich bereits nach 100 Tagen das dänische Volk belügen würde", sagt Birgitte Nyborg. Für die Realpolitik muss sie nicht nur Überzeugungen und Freunde opfern. Auch ihr Familienleben leidet, denn wer soll sich um die Kinder kümmern, wenn der verständnisvolle Ehemann beruflich nicht länger zurückstecken möchte?

Am Ende der ersten Staffel ist auch die Premierministerin am Ende. Ihr anfänglicher Idealismus, ihr Charme, ihre Menschlichkeit, ihre herzliche Diplomatie, all das, was man so leichtfertig als weibliche Prinzipien beschreibt, ist professioneller Härte gewichen. Sie hat sich einem von Männern dominierten Spiel angepasst. Einsam und kalt ist es an der Spitze.

Wenn dies tatsächlich das hoffnungslose Ende eines Planspiels wäre, könnte Borgen als fatalistisches Beispiel dafür gelten, dass Führungspositionen und Familienleben für Frauen unvereinbar sind. Aber die Serie geht in eine zweite Runde und sie wird hinterfragen, ob wirklich alle Prinzipien loslassen muss, wer an der Macht festhalten will.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. dann ist das für mich ein guter Indikator.

    Über arte bin ich seinerzeit auf Breaking Bad gekommen. Eine der besten derzeit laufenden Serien überhaupt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Redaktion

    Sehr sehenswert war auch die schwedische Krimi-Serie "Kommissar Winter" auf Arte. Lief dann irgendwann nachts auch mal beim ZDF.
    Die Frage hat schon einen langen Bart, aber: Warum werden solch gute Serien im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf Randplätzen versteckt? Und warum sendet Arte gleich drei Folgen einer Staffel an einem Abend? Fehlt das Vertrauen in ein treues Publikum, das den Spannungsbogen über eine Woche aushält? Ist die Konkurrenz der Webstreaming-Portale zu groß? Oder glaubt man in den Programmgremien einfach nicht an gutes Fernsehen?

  2. kommen viele verschiedene Serien und Reihen, die unterschiedlichste Gewichtungen haben. Erinnere mich an die Filmreihe mit der Komissarin Sarah Lund aus ebenfalls dänischer Produktion. Super Kameraführung, lange - ruhige Bilder (für mich persönlich oft zu gewaltdetailiert) und eine gut verästelte, spannende Geschichte auch im politischen und militärischem Milieu. Das war echt Spannung.
    Von daher werde ich wohl auch auf diese Serie hier mal einen Blick werfen.

    Ansonsten habe ich bemerkt, dass aus dem Norden viele 'wir sind die Guten-Spezialeinheiten, in denen neben dem Rechtsweg gehandelt werden darf, weil die anderen so böse sind und ich mein persönliches Erlebnis hatte'-Filme, die leider mit vielen wackligen Kameraeinstellungen dieses möchtegern-dokumentarische fortführen, gespickt mit den hightech-Bildern ala googleearth-Aufspürung, was heute offenbar in keinem schlechteren Film fehlen darf.

  3. Redaktion

    Sehr sehenswert war auch die schwedische Krimi-Serie "Kommissar Winter" auf Arte. Lief dann irgendwann nachts auch mal beim ZDF.
    Die Frage hat schon einen langen Bart, aber: Warum werden solch gute Serien im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf Randplätzen versteckt? Und warum sendet Arte gleich drei Folgen einer Staffel an einem Abend? Fehlt das Vertrauen in ein treues Publikum, das den Spannungsbogen über eine Woche aushält? Ist die Konkurrenz der Webstreaming-Portale zu groß? Oder glaubt man in den Programmgremien einfach nicht an gutes Fernsehen?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Snorrt
    • 19. November 2012 17:29 Uhr

    Ich bin selbständig, arbeite oft nachts und lasse manchmal das Fernsehprogramm im kleinen Fenster laufen. Die meisten Filme mit Anspruch, Dokus mit sehenswerten Wahrheiten etc. laufen nachts. Ich glaube die klassische Zielgruppe soll nicht mit Mitdenken belästigt werden. Nachher kommen die auf die Idee, dass man als mündiger Bürger auch mal das Denken anfangen kann.

    Da sind explodierende Autos einfach näher an Panem et Circensis und bieten den großen Vorteil, dass gleichzeitig die Quote stimmt. Witzig wird es, wenn Jugendfilme mit Erziehungs- bzw. Aufklärungspotenzial nachts um 4 Uhr laufen. Das kleine Fernsehspiel ist oft wirklich gut. Moderne Themen, filmisch und didaktisch gut umgesetzt. Kommen trotzdem nur spätabends. Dergleichen bei Dokus darüber, wie es in Wahrheit bei uns aussieht. Alles spätabends oder nachts.

    Vorteil: Man hat seinen Bildungsauftrag erfüllt (statistisch), aber 90% der Bürger schlafen derweil ;)

    Anfragen diesbezüglich werden von den ÖR nicht beantwortet (meine zumindest nicht). Ich habe letztens gefragt, warum "Die Wolke" nur nachts um 2 Uhr lief. Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene. Die sind um 2 aber nicht wirklich vor dem Fernseher. Im Programm liefen vorher Mutantenstadel, eine der zigfachen Blah-Laber-Sendungen und Sport.

    Gut, dass die ÖR ihren Bildungsauftrag so ernst nehmen!

    Danke für diesen Artikel. Ich kann die beiden Staffeln sehr empfehlen, die Darsteller, insbesondere die beiden im obigen Screenshot zu sehenden, sind hervorragend. Eine dritte Staffel startet im Frühjahr des nächsten Jahres.

    "Forbrydelsen", bei uns unter dem Titel "Kommissarin Lund" zumindest einigen bekannt, läuft gerade auch in der 3. Staffel im dänischen Fernsehen. Der Stoff wurde für das amerikanische Publikum unter dem Titel "The Killing" aufbereitet.

    Wer die Serie "Borgen" wirklich sehen will, hat Dank der bereits erwähnten Mediathek bei Arte keine Probleme, sie zu verfolgen.

    Die Sendeplätze verwundern mich auch regelmäßig (ich kann mich noch an "The Sopranos" im ZDF erinnern, erst ab 23.00 Uhr und dann im Nachtprogramm nach Mitternacht, bis sie schließlich nach Staffel 3 die Ausstrahlung gänzlich einstellten).

    In Deutschland muss man für die Rechte an Serien sicher tiefer in die Taschen greifen, als bei unseren Nachbarländern, aber wenn man sich dann entschließt, eine Serie zu kaufen, versteckt man sie. Was für eine Logik.

    Mir fällt zudem auf, dass in Skandinavien, England und natürlich den USA regelmäßig ansprechende Serien produziert werden, in Deutschland hingegen muss man schon eine ganze Weile suchen, bis man halbwegs fündig wird. Eine Serie auf dem Niveau wie "Heimat" von Edgar Reitz habe ich leider nicht mehr gefunden.

    ... einer großen Sender-Familie erzählte uns mal, dass sie ein paar gute britische Serien beim ÖR angeboten hat. Ich nenne keine Namen, denn sie könnte in Teufels Küche kommen, aber es waren richtig hochwertige Serien. Diese Frau erzählte uns dann, wie ARTE, ZDF und ARD reagiert haben: "Der deutsche Fernsehzuschauer braucht zu lange, um sich an so etwas zu gewöhnen." "Die Deutschen wollen immer ein Happy End." und "Das ist nichts für uns, die Staffeln sind zu kurz."
    Das ist nur ein Beispiel zur Programmplanung von guten, hochwertigen Serien.

    Es gibt natürlich auch ne gute Verschwörungstheorie, warum im öffentlich empfangbaren Fernsehen die Qualität so extrem nachgelassen hat: Sie wollen, dass wir für hochwertiges Fernsehen zahlen. Wenn man sich ansieht, was alles so im Pay-TV läuft, wird das für mich - und ich hasse Verschwörungstheorien - glaubhaft: Newsroom, Game of Thrones, The Shadow Line, und, und, und...

    • theo777
    • 19. November 2012 19:33 Uhr

    Warum drei Folgen auf einmal? Eine gute Frage. So tut arte dieser Serie keinen Gefallen. Unabhängig davon verändert sich arte leider zu seinen Ungunsten. Man möchte lieber gefällig sein, kritische Themen haben es dort zunehmend schwer, auch in Straßburg bekommt die Weichspül-Fraktion mehr Gewicht.

  4. Den wohl besten Einblick in den politischen Alltag zeigte die britische Serie "Yes, Minister". Den wahren politischen Alltag bestimmt die traditionsbewusste, mit den anderen Eliten des Landes verbundene Beamtenkaste, die ihre eigene Macht und ihre Privilegien beschützt. Kein Präsident, kein Kanzler, kein Minister kommt daran vorbei.
    Einziger Unterschied zu früher - statt Rot und Schwarz dominiert in der Beamtenkaste heute Grün!

  5. Im Zeitalter digitaler Fernsehübertragung kostet der Ton fast nichts, jedenfalls keine Bandbreite. Warum werden also solche Sendungen nicht auch in der Originalsprache ausgestrahlt? Im Fall von Arte also in deutscher, französischer und hier dänischer Sprache. Ansonsten eben deutsche Sprache plus Originalsprache des Films. Damit würde das Fernsehen einen wichtigen Beitrag zur fremdsprachlichen Kompetenz der Deutschen leisten können.

    Götz Lipphardt

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • vaersgo
    • 19. November 2012 18:47 Uhr

    Genau das frage ich mich auch immer. Ich hoffe jemand kann hier erklären wieso es nicht möglich ist Filme auch in anderen Sprachen zu senden. Grade bei den ganzen neuen Digitalsendern sollte es technisch doch keine Probleme bereiten.
    Auch Freunde aus Dänemark und den Niederlanden fragen mich immer wieder kopfschüttelnd wieso wir die Filme hier synchronisieren. Leider kann ich nie eine befriedigende Antwort geben.

    Bei englisch- und französischsprachigen Sendungen gebe ich Ihnen hundertprozentig recht! Ich mag eine Serie wie "Braking Bad" nicht in der deutschen Synchronisation sehen, und ich kenne sehr sehr viele, denen es ebenso geht! Unsere niederländischen Nachbarn schauen Fernsehsendungen in den Originalsprachen (mit niederländischen Untertiteln), ohne dadurch intellektuell überfordert zu sein. Warum soll das dem deutschen Zuschauer nicht zuzumuten sein?

    Die deutschen Synchronisationen werden merklich oft von Leuten gemacht, die die Originalsprache gar nicht beherrschen -- wie neulich in der "Barnaby"-Folge, in der ein Festzelt ("marquee") auf dem Dorfplatz eine gewisse Rolle spielte, in der deutschen Fassung aber ständig vollkommen sinnfrei von einer "Markise" die Rede war.

    Einen echten Mehrwert hat das Original allerdings nur für die Zuschauer, die die Sprache auch verstehen, und das dürften im Falle des Dänischen doch nur sehr wenige sein. Da kann ich die Entscheidung, "Borgen" (wunderbares Fernsehen!!!) in einer synchronisierten Fassung zu senden, nachvollziehen.

    (Und Sendungen, die sich an ein Publikum richten, das mehrheitlich Schwierigkeiten hätte, Untertitel mitzulesen -- Kindersendungen, amerikanische Kino-Blockbuster -- sollten selbstverständlich weiter synchronisert werden.)

  6. Redaktion

    Sie haben völlig recht mit Ihrer Diagnose. Aber ich finde nicht, dass die erwähnten TV-Serien unglaublich diffiziler Stoff sind. Man schaue sich nur die dänischen Quoten an: 1,5 Millionen Menschen gucken "Borgen" jede Woche. Und die sind bestimmt nicht alle Hochschulprofessoren. Programmmacher brauchen ein journalistisches Ethos: Wenn ich den Menschen etwas Tolles zeige, werden sie es mit der Zeit kennen und schätzen lernen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Snorrt
    • 20. November 2012 2:27 Uhr

    ... kann auch von gut gemachten Serien/Sendungen erzeugt werden, keine Frage. Wenn ich an das Programm von HBO denke (zugegebenermaßen ein Bezahlsender, aber irgendwie sind die ÖR-Sender ja auch nicht gerade arm, siehe dieses Spiel, wo mehrere Leute auf einen armen, unschuldigen Ball eintreten), dann ist das schon traurig. Ich mag sogar den einen oder anderen Tatort bei uns, aber viel kriegen unsere Fernsehmacher nicht gebacken.

    Meine Generation und die drunter schauen vermutlich eh bald nur noch im Web, bzw. nutzen Video On Demand. Ich bspw. packe die Privaten gar nicht mehr, zahle aber ordentlich Geld für VoD, um zuhause Kino zu gucken. Fernsehen läuft eigentlich nur noch nebenbei, mit sehr seltenen Ausnahmen (meist nachts ;)

    Vielleicht gehören wir einfach nicht zur Zielgruppe ;)

  7. Danke für diesen Artikel. Ich kann die beiden Staffeln sehr empfehlen, die Darsteller, insbesondere die beiden im obigen Screenshot zu sehenden, sind hervorragend. Eine dritte Staffel startet im Frühjahr des nächsten Jahres.

    "Forbrydelsen", bei uns unter dem Titel "Kommissarin Lund" zumindest einigen bekannt, läuft gerade auch in der 3. Staffel im dänischen Fernsehen. Der Stoff wurde für das amerikanische Publikum unter dem Titel "The Killing" aufbereitet.

    Wer die Serie "Borgen" wirklich sehen will, hat Dank der bereits erwähnten Mediathek bei Arte keine Probleme, sie zu verfolgen.

    Die Sendeplätze verwundern mich auch regelmäßig (ich kann mich noch an "The Sopranos" im ZDF erinnern, erst ab 23.00 Uhr und dann im Nachtprogramm nach Mitternacht, bis sie schließlich nach Staffel 3 die Ausstrahlung gänzlich einstellten).

    In Deutschland muss man für die Rechte an Serien sicher tiefer in die Taschen greifen, als bei unseren Nachbarländern, aber wenn man sich dann entschließt, eine Serie zu kaufen, versteckt man sie. Was für eine Logik.

    Mir fällt zudem auf, dass in Skandinavien, England und natürlich den USA regelmäßig ansprechende Serien produziert werden, in Deutschland hingegen muss man schon eine ganze Weile suchen, bis man halbwegs fündig wird. Eine Serie auf dem Niveau wie "Heimat" von Edgar Reitz habe ich leider nicht mehr gefunden.

    Antwort auf "Arte-Serien"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ja, Arte ist tatsächlich ein echter Lichtblick in der tristen deutschen Fernsehlandschaft.
    Herzlichen Dank außerdem für den Hinweis bezüglich der bald anlaufenden dritten Staffel!
    Ich kann es kaum erwarten - auf die zweite Staffel war ich so wild, dass ich sie unbedingt im Original mit englischen Untertiteln auf DVD gucken musste :-)

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte ARTE | Auslandseinsatz | Fernsehserie | Premierminister | Stefan Raab | Dänemark
Service