US-Schauspieler"Dallas"-Star Larry Hagman ist tot

Heller Cowboyhut und Maßanzug - und dazu ein Gaunerlächeln, das Filmgeschichte schrieb: Larry Hagman war als Bösewicht J.R. weltberühmt. Nun verstarb er mit 81 Jahren. von afp, dpa, reuters und dapd

Der als skrupelloser J.R. Ewing in der Fernsehserie Dallas weltbekannt gewordene Schauspieler Larry Hagman ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Er sei im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen, sagten Angehörige der Zeitung Dallas Morning News . Hagman starb dem Bericht zufolge am Freitag in einem Krankenhaus in Dallas , 50 Kilometer von seinem Geburtsort Fort Worth entfernt.

"Larry war zurück in seinem geliebten Dallas, wo er wieder die Kultrolle spielte, die er am meisten liebte", zitierte die Zeitung die Familie. "Larrys Familie und enge Freunde haben mit ihm Thanksgiving in Dallas verbracht. Als er ging, war er von seinen Lieben umgeben. Es war ein friedlicher Abschied, genau wie er es sich gewünscht hatte."

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Die Familie bat um die Achtung seiner Privatsphäre. Hagman war mit der aus Schweden stammenden Maj Axelsson verheiratet, das Paar hat zwei Kinder. Seine Frau litt zuletzt an Alzheimer, Hagman selbst erhielt 1995 nach langjährigem Alkoholmissbrauch eine neue Leber.

Zurück inDallas

Ende 2011 hatte der Schauspieler öffentlich erklärt, dass er an Krebs leide. Trotzdem unterschrieb er für eine  Neuauflage der Erfolgsserie Dallas , deren Dreharbeiten für die zweite Staffel kürzlich begannen.

Freunde und Kollegen würdigten den Verstorbenen. "Er war ein Verführer des Lebens und brachte Freude zu jedem, den er kannte", sagte seine Filmfrau Linda Gray der New York Times . "Ich werde ihn unglaublich vermissen. Er war ein Original und hat das Leben voll ausgekostet." "Das ist so traurig", sagte sein Agent Joel Dean dem US-Magazin People . "Larry war jemand, der von allen geliebt wurde." Hagman sei ein wunderbarer und großzügiger Mann gewesen.

Durchbruch mit Bezaubernde Jeannie

Hagman wurde am 21. September 1931 in Fort Worth in Texas als Sohn der Schauspielerin Mary Martin und des Rechtsanwalts Benjamin Hagman geboren. Erste Erfahrungen als Schauspieler machte er in dem Musical South Pacific an der Seite seiner Mutter in Europa . Später trat er dann auch am Broadway in New York in Produktionen auf.

In Hollywood schaffte er in den sechziger Jahren den Durchbruch mit der Fernsehserie Bezaubernde Jeannie . Ab 1978 wurde er mit Dallas weltbekannt. Darin spielte er den Ölbaron J.R. Ewing, der seinem geschäftlichen Erfolg alles andere unterordnet. Die Serie lief bis 1991 . Nach dem vorläufigen Ende der Familiensaga spielte Hagman in mehreren TV-Serien und den Filmen Mit aller Macht und Nixon mit. In den vergangenen Jahren war er unter anderem in Desperate Housewives zu sehen.

Dallas war eine der erfolgreichsten Serien der TV-Geschichte. Das Fernsehpublikum konnte J.R.s Leben mit den Ewings teilen, die zwei große amerikanischen Werte repräsentierten: Reichtum und Familie. Immer neue Intrigen wurden auf dem familiären Stammsitz, der luxuriösen Southfolk-Ranch, gesponnen. Auf Geschäftserfolge folgten Pleiten, Eheglück und Liebesleid standen in den insgesamt mehr als 350 Folgen in steter Wechselbeziehung.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, dapd, Reuters, nf
    • Schlagworte Alkoholmissbrauch | Alzheimer | Broadway | Fernsehserie | Hollywood | Musical
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