New YorkDeutsche Folter-Doku erhält Emmy

"Musik als Waffe" ist in New York mit einem International Emmy ausgezeichnet worden. Der Film zeigt, wie Musik zur Folter in Gefängnissen eingesetzt wurde. von dpa

Eine deutsche Fernsehproduktion von ZDF  und Arte hat in New York einen International Emmy erhalten: Die Dokumentation Musik als Waffe ist in der Kategorie Kunst ausgezeichnet worden. Er setzte sich gegen drei andere Beiträge aus Japan , Brasilien und Großbritannien durch.

Der Film beschäftigt sich damit, wie Musik im Krieg eingesetzt werden kann. Unter anderem zeigen die Filmemacher, wie Musik in US-Gefängnissen wie jenem in Guantánamo als Foltermethode eingesetzt wurde.

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Der aufwendige ZDF-Film Wettlauf zum Südpol ging in der Kategorie Dokumentation leer aus.

Die International Emmy Awards sind ein Ableger der US-Emmys, des wichtigsten Fernsehpreises der Welt. Die für nichtamerikanische Produktionen vergebenen Auszeichnungen sind sehr begehrt, haben aber nicht annähernd das Renommee der in Los Angeles vergebenen US-Preise.

Die SWR-Produktion Die Sterntaler hat im Februar noch Chancen auf einen International Emmy, wenn die Preise für Kinderfernsehen verliehen werden.

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Leserkommentare
    • Lyaran
    • 20. November 2012 8:41 Uhr

    "Der Film beschäftigt sich damit, wie Musik im Krieg eingesetzt werden kann. Unter anderem zeigen die Filmemacher, wie Musik in US-Gefängnissen wie jenem in Guantanamo als Foltermethode eingesetzt wurde."
    Ich dachte wir (der Westen) sind die Guten und foltern keine Menschen. Gut das sich ein Film mit soetwas beschäftigt aber da wird in 3 Tagen sowieso niemand mehr drüber sprechen.

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    • karpo
    • 20. November 2012 9:32 Uhr

    Wie zynisch, den westliche Medien und Menschen Ignoranz vorzuwerfen, was die eigenen Probleme angeht und gleichzeitig einen Film, der genau dies nicht tut, in diese Anschuldigung einzureihen und null und nichtig zu reden. Nehmen Sie diese Dokumentation als positives Moment hin zu einer kritischeren Gesellschaft auf und sorgen auch Sie dafür, dass das Thema aktuell bleibt und der Film rezipiert wird.

    • scoty
    • 20. November 2012 9:19 Uhr

    gefesselt oder ungefesselt da zu sitzen und dabei tagelang oder wochenlang laute Musik welcher Art auch immer zu hören.

    Eine sehr billige und effektive Foltermethode die ganz sicher auch noch heute praktiziert wird.

  1. 3. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/jp

    • karpo
    • 20. November 2012 9:32 Uhr

    Wie zynisch, den westliche Medien und Menschen Ignoranz vorzuwerfen, was die eigenen Probleme angeht und gleichzeitig einen Film, der genau dies nicht tut, in diese Anschuldigung einzureihen und null und nichtig zu reden. Nehmen Sie diese Dokumentation als positives Moment hin zu einer kritischeren Gesellschaft auf und sorgen auch Sie dafür, dass das Thema aktuell bleibt und der Film rezipiert wird.

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    • sane
    • 20. November 2012 9:46 Uhr

    Entfernt. Bitte begründen Sie ihre Kritik sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/jp

    • sane
    • 20. November 2012 9:46 Uhr
    5. [...]

    Entfernt. Bitte begründen Sie ihre Kritik sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/jp

    Antwort auf "Zynismus?"
    • Lyaran
    • 20. November 2012 10:02 Uhr

    [...]
    Wo kämen wir denn da hin wenn wir versuchen die Folter in Syrien (die des Regimes, nicht die der Rebellen) als Rechtfertigung für ein militärisches Eingreifen zu etablieren und dann zugeben müssten das unsere Freunde auch Foltern. Müssten wir dann nicht auch gegen die USA vorgehen?
    Oder wir setzten uns für einen Sturz des libyschen Staatschefs ein weil dieser foltern lässt und erinnern uns daran dass wir selbst, ohne großes moralisches Problem, dort "Verhöre" haben durchführen lassen? Sowas geht doch nicht!

    Und da das nicht geht wird auch das Thema Folter durch westliche Staaten ganz schnell von der Oberfläche verschwinden.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/jp

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    dass das Thema auf dem Tisch bleibt. Egal, um welche Nation es geht.

    Kürzlich war im TV ein Doku-Film über das schlimmste amerikanische Gefängnis zu sehen. Faschistische Menschenverachtung³!

    • Lyaran
    • 20. November 2012 10:07 Uhr

    Habe ich geschrieben dass ich gut finde wenn sich ein Film mit dem Thema beschäftigt. Ein Thema welches ich in persönlichen Gesprächen hin und wieder thematisiere. Sie auch? Also glauben sie mir das ich durchaus auch vor dem Film dieses Problem thematisiert habe.

    Dennoch wird das bald keinen mehr interessieren. Warten wir drei Tage ab und schauen uns dann mal die Foren und die Presse an!

  2. 8. [...]

    Entfernt. Kein konstruktiver Beitrag. Danke, die Redaktion/jp

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, sk
  • Schlagworte New York | ZDF | Film | Musik | ARTE | Auszeichnung
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