Michael Haneke nimmt in Valletta den Filmpreis entgegen. © Darrin Zammit Lupi/dpa

Die Jury des 25. Europäischen Filmpreises hat den österreichischen Regisseur Michael Haneke für sein Drama Liebe mit dem Hauptpreis für den Besten Film ausgezeichnet. Bereits vor drei Jahren hatte Haneke den Preis mit seinem Film Das weiße Band gewonnen.

Das berührende Werk um Liebe und Tod erhielt drei weitere wichtige Auszeichnungen: Haneke selbst wurde in der Kategorie Beste Regie geehrt. Seine beiden Hauptdarsteller Emmanuelle Riva (85) und Jean-Louis Trintignant (81) gewannen die Trophäen als Beste Schauspieler.

Die beiden Franzosen konnten ihre Preise aber nicht persönlich entgegennehmen.

Liebe zeigt ein älteres Ehepaar, das sein ganzes Leben miteinander verbracht hat. Nach einem Schlaganfall wird die Frau ein Pflegefall. Ihr Mann, sebst körperlich schwach, kümmert sich daraufhin aufopferungsvoll um sie.

Keine Auszeichnung für Christian Petzold

Der Deutsche Christian Petzold ging bei der Preisverleihung leer aus. Sein DDR-Drama Barbara war in zwei Kategorien – darunter als Bester Film – nominiert gewesen, gewann aber keine Auszeichnung.

Zwei Preise gingen an das Drama Shame des Briten Steve McQueen . Darin spielt der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender einen sexsüchtigen Mann. Das Werk wurde für die Beste Kamera und den Besten Schnitt ausgezeichnet. Auch der Spionagethriller Dame König As Spion von Tomas Alfredson erhielt zwei Preise: für die Filmmusik und das Szenenbild. Der Brite Gary Oldman war für seine Leistung in dem Film noch als Bester Schauspieler nominiert gewesen.

Zwei Preisträger standen bereits vor Beginn der Gala fest: Die britische Schauspielerin Helen Mirren (Die Queen) wurde für ihren Beitrag zum Weltkino geehrt. Der italienische Regie-Altmeister Bernardo Bertolucci erhielt den Preis für sein Lebenswerk.