ARD : WDR-Intendantin Piel hört vorzeitig auf

Monika Piel, Intendantin des WDR, will ihr Amt offenbar so schnell wie möglich abgeben. Sie war erst 2012 für weitere sechs Jahre wiedergewählt worden.

Die Intendantin des Westdeutschen Rundfunks, Monika Piel, will von ihrem Amt zurücktreten. Das gab der Sender am Freitagabend bekannt. Genauere Gründe wurden in der Pressemitteilung nicht genannt. Es hieß lediglich, Piel wolle aus persönlichen Gründen ihre Tätigkeit beenden, sobald die Nachfolge geregelt sei.

Die 61-Jährige war erst im Frühsommer 2012 für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt worden. Seit 2007 führt sie den WDR, außerdem war sie 2011 und 2012 Vorsitzende der ARD. Es war das erste Mal, dass eine Frau dieses Amt inne hatte.

Piel studierte Betriebswirtschaft, Jura und Orientalistik, bevor sie ihre Hörfunkkarriere begann. 1978 fing sie als Redaktionsassistentin beim WDR an, später wurde sie Redakteurin und Moderatorin. WDR-2-Hörer kannten ihre Stimme vor allem von Sendungen wie Mittagsmagazin oder Zwischen Rhein und Weser. Als Hörfunkchefin gründete sie Funkhaus Europa, ein kosmopolitisches Integrationsradio mit Sendungen in 15 Sprachen.

Fernsehzuschauern ist die Journalistin auch als Moderatorin des Internationalen Frühschoppen und des Presseclub bekannt. Diese Aufgabe gab sie aber ab, nachdem sie als Nachfolgerin von Fritz Pleitgen an die WDR-Spitze aufgestiegen war. Unter ihrer Leitung ging der WDR als erster öffentlich-rechtlicher Sender eine Online-Kooperation mit einem privaten Medienkonzern, der WAZ-Gruppe, ein.

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