Los AngelesOscar-Nominierungen für Waltz und Haneke

Michael Hanekes "Liebe" darf auf fünf Oscars hoffen, auch der Schauspieler Christoph Waltz ist nominiert. Favorit mit zwölf Nominierungen ist der Film "Lincoln".

Michael Haneke und Christoph Waltz gehören auch in diesem Jahr zu den Oscar-Nominierten. Das Drama Liebe des in München geborenen Österreichers Haneke gilt als einer der Favoriten im Oscar-Rennen. Der Film erhielt in den Hauptkategorien fünf Nominierungen – unter anderem als bester Film. Haneke selbst ist Anwärter auf die Auszeichnung als bester Regisseur. Zudem ist der Film nominiert für das beste Drehbuch. Die Schauspielerin Emmanuelle Riva darf für ihre Rolle in dem Film auf eine Auszeichnung als beste Schauspielerin hoffen.

Zudem konkurriert Liebe um den Auslandsoscar. In dieser Sparte tritt er unter anderem gegen den Film Die Königin und der Leibarzt des Dänen Nikolaj Arcel an. Beide Streifen sind Produktionen mit starker deutscher Beteiligung.

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Der deutsch-österreichische Schauspieler Waltz ist für seine Rolle in Django Unchained als bester Nebendarsteller nominiert. Seinen ersten Oscar hatte Waltz 2010 für seine Nebenrolle in dem Film Inglourious Basterds erhalten.

Zwölf Nominierungen für Lincoln

Das Historiendrama Lincoln von Regisseur Steven Spielberg ist mit zwölf Nominierungen der Favorit bei den diesjährigen Oscars. Unter anderem wurde der Film über den US-Präsidenten Abraham Lincoln als bester Film nominiert.

Die Romanverfilmung Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger des taiwanischen Regisseurs Ang Lee ist elfmal nominiert. Weitere Kandidaten sind das Filmmusical Les Misérables und die Tragikomödie Silver Linings mit je acht Nominierungen. Alle drei Filme sind Anwärter auf die Auszeichnung als bester Film des Jahres.

Außerdem nominiert als bester Film sind der Spionage-Thriller Argo, der Western Django Unchained, der Independent-Film Beasts of the Southern Wild sowie Zero Dark Thirty – die Verfilmung der Jagd auf Al-Kaida-Chef Osama bin Laden.

Die 85. Oscar-Verleihung findet am 24. Februar in Los Angeles statt.

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Leserkommentare
  1. ..Der Waltz mal wieder.
    Nominierungen für Hauptdarsteller/-innen sind dieses Jahr total daneben - bis auf Daniel Day-Lewis, versteht sich. Der holt sich dieses Jahr hoffentlich den dritten Goldklaus ab.

    Anne Hathaway hat sich dagegen glatt umsonst die Haare abgeraspelt - keine Nominierung für's Geträller! Wie schade aber auch.

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    Was haben Sie an den schauspielerischen Leistungen von Bradley Cooper, Joaquin Phoenix, Jennifer Lawrence, Quvenzhané Wallis und Naomi Watts in den entsprechenden Filmen auszusetzen? Sie lassen durchscheinen, dass Sie nicht gerade ein Fan von "Les Misérables" sind, aber auch Hugh Jackman hat seine Sache - in meinen Augen - tadellos gemacht.

    Ihre selbstgefällige Bewertung der Nominierungen ist wirklich erstaunlich. Wen hätten Sie denn Daniel Day-Lewis unter den besten fünf Hauptdarstellern an die Seite gestellt?

    Und Anne Hathaway muss Sie wohl an irgendeinem Flughafen dieser Welt mal beleidigt oder einfach nicht beachtet haben, wenn Sie solche Häme für sie übrig haben.

    Aber da Sie es ja ach so „schade“ finden, dass Anne Hathaway nicht berücksichtigt wurde: die Acadamy hat Ihre „Enttäuschung“ wohl kommen sehen und sie als beste Nebendarstellerin nominiert (was Sie bislang offensichtlich nicht bemerkt haben). Nun dürfte die Freude aber groß sein …

    Und Emmanuelle Riva hat wirklich eine grottenschlechte Leistung abgeliefert. So schlecht, dass nicht nur ich, sondern auch sämtliche meiner Mitkinogänger schon während des Films gedacht haben: Wenn die mal nicht für einen Oscar nominiert wird.

  2. Als ich mir Anfang des Jahres den Film ansah, hatte ich danach noch zum Spaß gesagt, dass der Film, der Regisseur und die Hauptdarstellerin - mit 9 Jahren die jüngste jemals nominierte Darstellerin - den Oscar mehr als nur verdient hätten.

    Worauf mir 'Träum weiter' geantwortet wurde.

    Und jetzt ist der Film insgesamt 4 Mal nominiert, u.a. in den 3 oben genannten Kategorien.

    Das wär'n Ding, wenn das klappen würde.

    Verdient wäre es allemal.

  3. Was haben Sie an den schauspielerischen Leistungen von Bradley Cooper, Joaquin Phoenix, Jennifer Lawrence, Quvenzhané Wallis und Naomi Watts in den entsprechenden Filmen auszusetzen? Sie lassen durchscheinen, dass Sie nicht gerade ein Fan von "Les Misérables" sind, aber auch Hugh Jackman hat seine Sache - in meinen Augen - tadellos gemacht.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "herrje..."
  4. Ihre selbstgefällige Bewertung der Nominierungen ist wirklich erstaunlich. Wen hätten Sie denn Daniel Day-Lewis unter den besten fünf Hauptdarstellern an die Seite gestellt?

    Und Anne Hathaway muss Sie wohl an irgendeinem Flughafen dieser Welt mal beleidigt oder einfach nicht beachtet haben, wenn Sie solche Häme für sie übrig haben.

    Aber da Sie es ja ach so „schade“ finden, dass Anne Hathaway nicht berücksichtigt wurde: die Acadamy hat Ihre „Enttäuschung“ wohl kommen sehen und sie als beste Nebendarstellerin nominiert (was Sie bislang offensichtlich nicht bemerkt haben). Nun dürfte die Freude aber groß sein …

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "herrje..."
  5. oder Österreicher in Hollywood Furore zu machen, muß man einfach den bösen Nazi oder Stasimann geben. Diese ganze Oscar-Farce hat mit Qualität und Kunst nichts zu tun.

    Eine Leserempfehlung
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    • cornus
    • 10. Januar 2013 18:39 Uhr

    bin ich Ihrer Meinung - was die Inhalte angeht

    dennoch

    Christoph Waltz ist ein Schauspieler mit einer phantastischen Präsenz und Ulrich Mühe hat seinen Oscar ebenfalls sehr zu Recht bekommen.

    Sie beschweren sich über Klischees und lassen selbst eine Plattitüde nach der anderen vom Stapel.

    "Um als Deutscher oder Österreicher in Hollywood Furore zu machen, muß man einfach den bösen Nazi oder Stasimann geben."

    Erzählen Sie das Franka Potente, Martina Gedeck, Werner Herzog, Tom Tykwer, Roland Emmerich, Caroline Link oder Michael Haneke. Christoph Waltz hat den Oscar doch nicht bekommen, weil er einen bösen Nazi gespielt hat - dann hätte man den Preis auch August Diehl geben können -, sondern weil er eine unnachahmliche Leistung vollbracht hat. Sein Dr. King Schultz macht nicht weniger Furore.

  6. der Leonardo DiCaprios Leistung in Django Unchained so unfassbar genial findet dass sie zumindest eine Nominierung hätte garantieren sollen?
    Ist in meinen Augen der vielfältig talentierteste Schauspieler seiner Generation.
    Aber naja... was solls

    3 Leserempfehlungen
    • cornus
    • 10. Januar 2013 18:39 Uhr

    bin ich Ihrer Meinung - was die Inhalte angeht

    dennoch

    Christoph Waltz ist ein Schauspieler mit einer phantastischen Präsenz und Ulrich Mühe hat seinen Oscar ebenfalls sehr zu Recht bekommen.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Um als Deutscher"
    • Gerry10
    • 10. Januar 2013 19:02 Uhr

    ...denn die Konkurrenz ist wirklich top.
    Schön das Haneke und sein Film nominiert sind, aber gegen "Lincoln" glaube ich nicht das er eine Chance hat.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Abraham Lincoln | Christoph Waltz | Michael Haneke | Film | Osama bin Laden | Steven Spielberg
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