Serie "The Carrie Diaries"Die Manolo Blahniks sind eine Nummer zu groß
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Die Produzenten der Erfolgsserie sind nicht mehr im Boot

Die Erklärung für diese Diskrepanzen ist ein bisschen kompliziert. SATC basiert sehr frei auf einem Buch von Candace Bushnell. Charaktere und Handlungsstränge haben sich im Laufe der Jahre davon abgenabelt und wurden von den Drehbuchautoren unabhängig weiterentwickelt. Bushnell hingegen veröffentlichte 2010 – sechs Jahre, nachdem die Serie ausgelaufen war – mit The Carrie Diaries ihre eigene Version der Teenagerjahre ihrer Hauptfigur in Buchform. Und ignorierte dabei alle Entwicklungen aus der Serienversion. Das ist ihr gutes Recht. Für die TV-Adaption, die Bushnell auch produziert hat, wurde allerdings ein Deal mit den SATC-Produzenten geschlossen, damit von ihnen entwickelte Charaktere und Handlungsstränge sehr wohl auch für die neue Serie verwendet werden können.

Produzent Darren Star sowie Regisseur und Autor Michael Patrick King, die beide stark am Erfolg des großen Vorbilds beteiligt waren, waren bei der neuen Serie nicht mehr involviert. Vielleicht ist das mit ein Grund, dass The Carrie Diaries eine langweilige, brave Jugendserie geworden ist, flach, einfallslos und vorhersehbar. Jeder Teenager, der auch nur eine Folge von Gossip Girl gesehen hat, wird die Handlung banal finden. Ganz zu schweigen von der Mode.

Wer sich das ansehen will, was früher SATC war, also eine Fernsehserie über Frauen, die einen neuen Ton findet, die intelligent geschrieben und mit Sorgfalt fürs Detail produziert worden ist, dem sei Girls empfohlen, die Serie des neuen US-Wunderkinds Lena Dunham. Carrie hingegen sollte besser weiter nur Tagebuch schreiben.

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Leserkommentare
  1. Ich verstehe nicht, wie die Mache nur im entferntesten hoffen können das SatC-Publikum anzusprechen. Denn das ursprüngliche Publikum ist inzwischen auch längst dem Teenager-Alter entwachsen. Will das wirklich noch ernsthaft etwas über das verlieren der Jungfräulichkeit hören? Leider sind die "Carrie Diaries" nichts anderes, als eine weitere Highschool-Serie. Faszinieren kann da nur das 80er Jahre Setting.

    Mein erster Gedanke war nach dem Piloten dann auch: Wenn es einen Nachfolger gibt, dann "Girls". Lieber eine Mischung aus Fremdschämen und Kopfnicken, als immer der gleiche wiedergekäute Müll einer Highschool-Serie mit den ewig gleichen Dialogen.

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    War das jemals im Teenager-Alter? Ich kenne nur Personen weit jenseits der 30, die diese Sendung damals ertragen konnten. Und die dürften an diesem Prequel auch schon damals kein Interesse gehabt haben.

  2. "Die US-Serie 'The Carrie Diaries' wäre so gerne das junge "Sex and the City". [...] Die Handlung ist banal und selbst die Mode ist langweilig."

    Passt doch? :D
    scnr

    3 Leserempfehlungen
    • gw1200
    • 17. Januar 2013 15:20 Uhr
    3. Na ja

    Zumindest ist es als Erfolg zu werten, das die Hauptdarstellerin keine Ähnlichkeit mit S.J.Parker hat.

    Eine Leserempfehlung
  3. War das jemals im Teenager-Alter? Ich kenne nur Personen weit jenseits der 30, die diese Sendung damals ertragen konnten. Und die dürften an diesem Prequel auch schon damals kein Interesse gehabt haben.

    2 Leserempfehlungen
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    Ich bin Mitte Zwanzig, bei Ausstrahlung von SatC war ich Teenager und ich habe es sporadisch geguckt, genau wie viele meiner Freundinnen. Zumindest die späteren Staffeln. Ist natürlich auch eine Frage von Zielpublikum vs. tatsächliches Publikum. Im Nachhinein betrachtet hätte ich den Fernseher damals schon abschaffen sollen.

  4. Ich bin Mitte Zwanzig, bei Ausstrahlung von SatC war ich Teenager und ich habe es sporadisch geguckt, genau wie viele meiner Freundinnen. Zumindest die späteren Staffeln. Ist natürlich auch eine Frage von Zielpublikum vs. tatsächliches Publikum. Im Nachhinein betrachtet hätte ich den Fernseher damals schon abschaffen sollen.

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    Das Eine muss das Andere (Publikum) ja nicht ausschließen.

    Banal und Klischeehaft sind mMn. beide Formate.

  5. Das Eine muss das Andere (Publikum) ja nicht ausschließen.

    Banal und Klischeehaft sind mMn. beide Formate.

    Antwort auf "Zielpublikum"
  6. Also zum Einen ist das hier keine gut geschriebene Kritik !!!
    Hierzu ein Zitat:
    "Insgesamt sollte man versuchen eine nüchterne Betrachtungsweise zu bewahren und nicht zu überschwänglich positiv oder negativ zu schreiben."
    aus: http://anleitung-tipps.an...

    Zum Anderen finde ich nicht, dass man eine Serie nach dem man nur den Pilot gesehen so kommentieren kann. Ich empfehle allen die das hier lesen sich selber den Trailer anzusehen um sich eine Eigene Meinung zu bilden und nicht eine vorgegebene.
    Trailer von the Carrie Diaries:
    http://www.youtube.com/wa...

    Ich bin begeistert von der Serie und habe alle 8 Folgen gesehen, die bis jetzt draußen sind. Mir gefällt an der Serie der 80er Jahre Charme, die gute Schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin, die viel Charakter in die Serie bringt und die ansprechende Handlung. Außerdem habe ich auch alle Staffeln Gossip Girl gesehen und finde die Handlung von the Carrie Diaries nicht banal sondern einfallsreich und ansprechend.

    Und was die Mode betriff kann ich nur sagen, dass der 80er Style in the Carrie Diaries gut getroffen ist und der Serie ihren Charme verleiht.

    Zur Zielgruppe würde ich sagen, dass diese für Serie ein Publikum über 30 etwas ungeeignet ist. Ich würde sagen Zielgruppe 16-22 Jahre

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Carrie Bradshaw | Fernsehserie | Tagebuch | USA | Manhattan | New York
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