Die Welt ist klein.
Ein Kuss wäre nett.
Im Kühlschrank sind noch Hotdogs.

Solche Wahrheiten werden in Mavericks ausgesprochen, der am Strand spielt oder im Meer, wo die Gigantenwellen anrollen. Es sind drei Sätze, die so aus dem Zusammenhang gerissen und dahin gesagt sogar ganz reizvoll klingen, viel reizvoller, als der Film im Ganzen auf seine Zuschauer zu wirken vermag. Es sind die Highlights des Films.

Wer älter als 14 ist und schon weiß, dass das Leben keine heile Kleckerburg ist, wird in Mavericks unterfordert. Schon mit der ersten Szene, in der auftreten: ein Achtjähriger, seine Freundin, ihr Hund, ein Tennisball. Der Ball fliegt ins Meer, der Hund auch fast, der Junge rettet das Tier vor den schrecklichen Wellen und ertrinkt dabei selbst. Nein, nur beinahe! Frosty kommt vorbeigesurft. Yeah! Frosty, Held und gutaussehend rettet den Achtjährigen. Welch ein Timing, welch ein Zufall.


So gut wie alles, was danach kommt, in diesem 116-Minuten-Abenteuer ist genauso zufällig, überraschend, authentisch.

Die eigentliche Geschichte beginnt sieben Jahre später. Aus dem Hunderetter-Geretteten ist der 15-Jährige Jay geworden, nun selbst gutaussehend. Seit der Sache mit dem Tennisball himmelt er Frosty fast ebenso an wie die Wellen, die sich bei ihm vor der Haustür im Ozean haushoch aufbauen. Die höchsten heißen "Mavericks" und treten nur alle paar Monate vor der Küste auf – ein "Mythos wie Loch Ness". Aber Frosty kann die Ungeheuer reiten. Jay sieht zufällig dabei zu, staunt, verliert alle Bedenken und findet sein Lebensziel.