FernsehenStoiber will Raab als Moderator für Kanzler-Duell

Nach Vorstellung des ehemaligen CSU-Chefs Stoiber sollte das TV-Kanzler-Duell modernisiert werden. Es brauche einen Moderator, der die Jugend erreicht: Stefan Raab.

Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber hat den Entertainer Stefan Raab als Moderator für das TV-Kanzler-Duell vorgeschlagen. Sein Anliegen sei, "wieder mehr junge Menschen mit Politik in Verbindung zu bringen", sagte Stoiber dem Spiegel laut Vorabmeldung. "Da liegt es nicht fern, auch an Moderatoren zu denken, die die Jugend erreichen."

Bei der Fernsehdebatte sollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr SPD-Herausforderer Peer Steinbrück vor der Bundestagswahl im September diskutieren. Die Amtsinhaberin hatte zuletzt deutlich gemacht, dass sie wie in den vorigen Wahlkämpfen nur zu einem TV-Duell bereit sei. Steinbrück hatte mehrere Fernsehdebatten gefordert.

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Stoiber vermutet, dass Merkel keine Vorbehalte gegenüber Raab als Moderator haben werde. Die Kanzlerin habe "schon ganz andere Herausforderungen gemeistert" und sei sicherlich an einem jüngeren Publikum jenseits der "klassischen Talkrunden von ARD und ZDF" interessiert.

Stoiber ist Beiratsvorsitzender von dem Münchner TV-Unternehmen ProSiebenSat1, für das auch Raab arbeitet. Der Moderator ist erfolgreich mit Fernsehshows wie Schlag den Raab und TV Total.

Seit Kurzem versucht er sich mit Absolute Mehrheit auch als Polit-Talker. Die Sendung ist aber umstritten. Kritiker monieren, dass kaum Inhalte vermittelt werden. Die Zuschauer stimmen in der Sendung per Telefon ab, welcher Politiker ihnen am besten gefällt. Der Gast mit den meisten Stimmen hat die Chance, 100.000 Euro zu gewinnen. Bereits in der ersten Folge von Absolute Mehrheit fiel Raab mit einer rassistischen Äußerung über FDP-Chef Philipp Rösler auf.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, rav
  • Schlagworte Edmund Stoiber | Fernsehen | Angela Merkel | Stefan Raab | Moderator | ARD
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