Film-ProduktionKameramann von "Das Boot" fordert Umsatzbeteiligung

Mehr als 30 Jahre nach dem Kinostart von "Das Boot" beschäftigt der Film die Juristen. Der Chefkameramann hat nun gute Chancen, finanziell am Erfolg beteiligt zu werden.

Im Rechtsstreit um eine Nachvergütung für die Arbeit am Film Das Boot war der Chefkameramann Jost Vacano erfolgreich. Das Oberlandesgericht München verpflichtete die Produktionsfirma Bavaria Film, deren Tochter Euro-Video und den Westdeutschen Rundfunk (WDR), ihm Auskunft über die Vermarktung des Film-Welterfolgs von Regisseur Wolfgang Petersen zu erteilen. Erst dann könne er ausrechnen, was ihm an zusätzlichem Honorar noch zustehe, befanden die Richter.

Jost Vacano fordert für seine Arbeit an dem U-Boot-Film eine nachträgliche Umsatzbeteiligung. Seiner Ansicht nach steht seine Pauschalvergütung von rund 180.000 Mark (rund 92.000 Euro) in den Jahren 1980 und 1981 in "auffälligem Missverhältnis" zu dem Welterfolg der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lothar-Günther Buchheim. Der WDR dagegen ging bisher davon aus, dass die gegen ihn erhobenen Ansprüche unbegründet sind.

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Vacano macht unter anderem geltend, dass er für die Unterwasseraufnahmen neue Kameratechniken entwickelt habe. Er sagte, die Bavaria Film habe bereits einen Vergleich in Aussicht gestellt für den Fall, dass das Unternehmen – wie nun geschehen – vor Gericht unterliegt. Schätzungen von Branchenkennern zufolge, könnten sich Vacanos Forderungen auf bis zu einer halben Million Euro belaufen.

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Leserkommentare
    • vino1
    • 21. März 2013 15:42 Uhr

    Gut, dass die finanzielle Anerkennung dem künstlerischen Ruhm angepasst wird.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, rav
  • Schlagworte WDR | Euro | Regisseur | Richter | Rundfunk | Vermarktung
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