Fernsehpreis"Switch Reloaded" und "Tatortreiniger" gewinnen Grimme-Preis

Die Nominierung des "Dschungelcamps" sorgte für Spott, doch die Show geht leer aus: Die Preise in der Kategorie Unterhaltung gehen unter anderem an "Switch Reloaded".

Das Grimme-Institut hat die Preisträger für das Fernsehjahr 2012 in den Kategorien Unterhaltung, Fiktion und Information bekanntgegeben. In der Kategorie Unterhaltung erhalten Mizzi Meyer, Arne Feldhusen und Bjarne Mädel den Grimme-Preis für die Folge Schottys Kampf aus der Serie Der Tatortreiniger. Weiter werden die Macher von Switch Reloaded – 'Wetten, dass..?'-Spezial am 12. April in Marl ausgezeichnet. Das Dschungelcampging leer aus. Die Nominierung hatte im Januar für Aufsehen und Spott gesorgt.

Dass der Tatortreiniger schon zum zweiten Mal einen Preis erhalte, sei "so ungewöhnlich wie gerechtfertigt", sagte Grimme-Direktor Uwe Kammann. "Die thematisch so ausgefallene, weil zugespitzte Folge bietet schlicht eine nochmalige Qualitätssteigerung, unkonventionell in jeder Hinsicht". Die Unterhaltungssatire Switch Reloaded wiederum stehe für intelligente und perfekt funktionierende Fernsehparodie.

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Im Wettbewerb Fiktion werden fünf Produktionen ausgezeichnet: Der letzte schöne Tag, Das Ende einer Nacht, Der Fall Jakob von Metzler, Der Turm und Add a friend. Für Kammann zeichnen sich alle Preis-Produktionen durch "markante Erzählweisen mit jeweils sehr individueller Handschrift" aus. Daneben überzeugten sie durch exzellente Darsteller, sehr überzeugende Vergegenwärtigungen von Milieus, Zeitumständen und gesellschaftlichen Konfliktlinien.

"Intensive Nähe zu den Menschen"

In der Kategorie Information & Kultur wird Thomas Riedelsheimer für seinen Film Seelenvögel ausgezeichnet, in dem er drei an Leukämie erkrankte Kinder begleitet. Eric Friedler bekommt einen Preis für seine Dokumentation Ein deutscher Boxer. Für das Porträt Vaterlandsverräter über den früheren DDR-Schriftsteller Paul Gratzik erhält Annekatrin Hendel eine Auszeichnung. Andrej Nekrasov, György Dalos, Christian Beetz und Georg Tschurtschenthaler erhalten einen Grimme-Preis für die Reihe Lebt wohl, Genossen!, in der sie den Untergang der Sowjetunion aus unterschiedlichsten Blickwinkeln erzählen.

Einen Grimme-Preis in der Kategorie Spezial erhält Bettina Braun für ihre Langzeitbeobachtung von drei Kölner Migranten in der Dokumentar-Triologie Was lebst Du?, Was du willst und Wo stehst du?. Diese drei Dokumentationen "sind durch eine intensive Nähe zu den Menschen, einen sehr sorgfältigen Umgang mit den Biographien und Lebensumständen sowie durch formale kongeniale Übersetzungen der jeweiligen Besonderheiten geprägt“, sagte Kammann. Damit entstünden "dichte Bilder von Wirklichkeiten, die wiederum den Eindruck hoher Wahrhaftigkeit vermitteln".

Besondere Ehrung für Regisseur Geschonneck

Dem Regisseur Matti Geschonneck hat der Stifter des Grimme-Preises, der Deutsche Volkshochschulverband, in diesem Jahr die Ehrung für seine herausragenden Verdienste um das deutsche Fernsehen zugesprochen.

Mehr als 800 Vorschläge waren in diesem Jahr eingereicht und von den Nominierungskommissionen gesichtet worden. Der Grimme-Preis ist nach Adolf Grimme (1889-1963) benannt. Er war von 1948 bis 1956 Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks, aus dem später NDR und WDR hervorgingen.

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Leserkommentare
  1. alle die dafür stimmen, qualifizieren sich automatisch für's Camp.

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  2. 2. Hmmmm

    Dass eine mittelmäßige und bräsig-selbstgefällige Sendung wie Switch Reloaded den Grimme-Preis gewinnt finde ich ehrlich gesagt skandalöser als die Nominierung des Dschungelcamps. Aber vielleicht besser die als die Heute Show, ein anderes Beispiel dafür was passiert wenn der spießige Onkel im Fernsehen auftritt und einen auf lustig machen will.

    3 Leserempfehlungen
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    das sie eben den Humor von Switch-Reloaded nicht verstehen.
    Satire ist eben nicht Jedermanns Sache.

    Im übrigen frage ich mich, wieso sie sich eine "mittelmäßig, bräsig-selbstgefällige" Sendung wie Switch-Reloaded überhaupt anschauen??

    Tun sie doch oder?? Oder bilden sie sich ihr Urteil durch ein, zwei mal hineinzappen??

  3. Selbstbeweihraeucherung. Was soll das, niemand braucht so etwas, eine voellig sinnfreie Veranstaltung - laecherlich.

  4. das sie eben den Humor von Switch-Reloaded nicht verstehen.
    Satire ist eben nicht Jedermanns Sache.

    Im übrigen frage ich mich, wieso sie sich eine "mittelmäßig, bräsig-selbstgefällige" Sendung wie Switch-Reloaded überhaupt anschauen??

    Tun sie doch oder?? Oder bilden sie sich ihr Urteil durch ein, zwei mal hineinzappen??

    Antwort auf "Hmmmm"
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    Das kann nur ein Gag sein (den ich nicht wohl nicht verstehe). Ich finde diese Show auch, bis auf wenige Ausnahmen, qualitativ äußerst schlecht. Satire ja, aber dann bitte nicht auf dem niedrigen Niveau, über das man sich lustig machen will. Die Darsteller von Switch sind schauspielerisch nicht in der Lage, die Feinheiten der jeweiligen aufs Korn genommenen Akteure darzustellen. Zudem fällt es auf, dass die Switchler, gleich welche Rolle sie einnehmen, immerzu die gleichen Gesichtsverrenkungen benutzen. Insbesondere bei Max Giermann ist das der Fall. Wenn man mal seine Rollen (Raab, Rach, Lanz usw.) vergleicht, ist schnell offensichtlich, dass man ohne die jeweiligen Kostüme und das jeweilige Setting kaum erkennen wird, welche Rolle er gerade spielt. Es ist die Regel bei Switch, dass man sich wenige Eigenheiten der Rollen herauspickt, um auf diesen dann Folge für Folge rumzureiten. Langweilig, uninspiriert, schlecht. Lediglich die Maskenbildner verdienten einen solchen Preis.

  5. ob die sich die Sendungen überhaupt ansehen. Wenn sich Switch-Reloaded sich seit dem letzten mal als ich es mir angesehen habe nicht unglaublich verbessert hat, dann ist es immernoch eine langweilige Sendung mit ständig gleichen Gags, die zu keinem Zeitpunkt überraschend, intelligent oder auch nur ansatzweise lustig sind. Wenn das gutes Fernsehen sein soll, schalte ich besser ab.

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    wird hiermit schon lange nicht mehr prämiert. Switch reloaded allerdings ist eine der wenigen Sendungen die aufzeigt, was für ein Schmarrn über die heimischen Bildschirme flimmert, ick sach nur scrited reality.

  6. ist schauspielerisch sicherlich gut gemacht, nur es versteht nur der der alle Schmunzetten und Hirntoten Sendungen im Fernsehen auch im Original kennt, somit ist die Preisverleihung nicht so ganz objektiv oder verschreibt die Jury dem ohnehin gebeutelteten Zwangsabgabenzahler nun 24 Stunden fernsehen?

    Warum bezieht die Jury nicht auch kleine private Prdouktionen die nur im Net laufen mit ein, das wäre zeitgemäss anstatt diiese Selbstbeweihreucherung des öffentlich rechtlichen TV. Wer bezhalt diese Aktion eigentlich tatsächlich?

  7. wird hiermit schon lange nicht mehr prämiert. Switch reloaded allerdings ist eine der wenigen Sendungen die aufzeigt, was für ein Schmarrn über die heimischen Bildschirme flimmert, ick sach nur scrited reality.

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    Antwort auf "Ich frage mich,"
  8. Wiso gewinnt eine Serie von 2011, also von vorgestern, einen Preis von 2013?

    Gibt für mich nur zwei Möglichkeiten:

    Zum einen haben die Kritiker sie jetzt erst entdeckt weil normalerweiße läuft so etwas ungehöriges im korrekten deutschen Fernsehen erst nach 23 Uhr, man könnte ja die 80 jährigen vom Fernsehschlaf davor wecken.

    Oder sie hatten einfach absolut gar nichts anderes zum Auszeichnen. Was auch traurig wäre.

    Der Preis ist jedenfalls verdient gut ist die Serie ja....

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    Ach jetzt seh ichs erst die haben neue gedreht tzz dann ist mein kommentar von oben [...]
    Haben sich ganz schön zeit gelassen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Dokumentation | Dschungelcamp | Grimme-Preis | György Dalos | Leukämie | Sowjetunion
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