FernsehenSchauspielerin Rosemarie Fendel ist tot

Die Film- und Fernsehdarstellerin Rosemarie Fendel ist nach schwerer Krankheit gestorben. Bekannt wurde sie durch Filme wie "Ödipussi" und "Schtonk" sowie Fernsehserien.

Die Schauspielerin Rosemarie Fendel ist tot. Die 85-Jährige starb nach kurzer schwerer Krankheit in ihrem Frankfurter Haus, teilte ihr Management mit.

Die in Koblenz geborene Fendel wurde vor allem durch ihre Rollen in Ödipussi (1988) und Schtonk (1992) bekannt. Zudem spielte sie mit in der Serie Der Havelkaiser und hatte Auftritte in den Fernsehreihen Der Staatsanwalt, Polizeiruf 110 und Pfarrer Braun

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Ihr Debüt gab Fendel 1946 an den Kammerspielen in München. Nach einem Engagement in Tübingen holte Gustaf Gründgens sie nach Düsseldorf ans Schauspielhaus. Es folgten Auftritte in Darmstadt, München und Frankfurt am Main. Später übernahm sie einige Aufgaben als Synchronsprecherin: Elizabeth Taylor, Jeanne Moreau und Annie Girardot verlieh Fendel ihre Stimme.

Ihren letzten Auftritt im TV hatte Fendel als die alte Dame Sonja Schadt, die erzählend durch den ZDF-Dreiteiler Das Adlon führte, ab und zu erschien sie im Bild, ihre Stimme begleitete die Handlung meist aus dem Off.

"Sie wird uns fehlen"

Fendel war mit dem 83-jährigen Regisseur Hans von Borsody verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter Suzanne von Borsody ist ebenfalls Schauspielerin.

Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor würdigte Fendel als herausragende Schauspielerin. "Rosemarie Fendel ist mit dem Fernsehen groß geworden und das Fernsehen mit ihr. Sie war eine der ganz großen Schauspielerinnen, die ihrer Berufung bis zu ihrem Lebensende nachgehen konnte", sagte er. Für die ARD habe sie mit ihrer besonderen Präsenz große Spielfilme genauso wie viele Serien geprägt. "Sie wird uns fehlen. Mein Mitgefühl gilt ihrer Tochter und der Familie", sagte Marmor.

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Leserkommentare
  1. Rosemarie Fendel wird sehr fehlen! Mit ihrer ruhigen, feinen Ausstrahlung stand sie für eine bessere, verzauberte Welt. Als Mitglied der jüngeren Generation war sie für mich etwas wie eine Ersatz-Oma, die einen aus dem Alltag für kurze Zeit in eine andere Sphäre entführt, wo Zartheit eine Chance hat.
    Nie werde ich die Episode mit ihrer ungarischen Putzfrau vergessen.
    Auch dem Adlon-Film hat sie noch einmal wie immer bescheiden und tiefgründig den krönenden Abschluss gegeben.

    Eine Leserempfehlung
  2. Rosemarie Fendel wird sehr fehlen! Mit ihrer ruhigen, feinen Ausstrahlung stand sie für eine bessere, verzauberte Welt. Als Mitglied der jüngeren Generation war sie für mich etwas wie eine Ersatz-Oma, die einen aus dem Alltag für kurze Zeit in eine andere Sphäre entführt, wo Zartheit eine Chance hat.
    Nie werde ich die Episode mit ihrer ungarischen Putzfrau vergessen.
    Auch dem Adlon-Film hat sie noch einmal wie immer bescheiden und tiefgründig den krönenden Abschluss gegeben.

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  3. Dieses feine und distinguierte und trotzdem mit einem Augenzwinkern gezeigte Schauspiel ... und diese einmalige Stimme. Alles wird mir fehlen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tis
  • Schlagworte ARD | Gustaf Gründgens | Adlon | Elizabeth Taylor | Jeanne Moreau | Kammerspiel
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