Götz George : Schimanski ermittelt wieder

Götz George wird erneut in der Rolle des "Tatort"-Kommissars Horst Schimanski zu sehen sein. Die Dreharbeiten für den 48. Einsatz des Duisburgers beginnen bereits im Mai.

Götz George wird noch einmal den Tatort-Ermittler Horst Schimanski spielen. Volker Herres, ARD-Programmdirektor, bestätigte auf Twitter einen entsprechenden Bericht der Bild. Bereits im Mai sollen die Dreharbeiten in Köln und Duisburg beginnen. Für den 74-Jährigen wäre es das 48. Mal in der Rolle des TV-Kommissars.

Schimanski gilt als einer der beliebtesten Ermittler der ARD-Reihe Tatort. Von 1997 bis 2011 hatte die Figur eine eigene Serie. In den achtziger Jahren gab es zwei Filme mit George als Schimanski.

Die Filmpartnerin Georges, Denise Virieux, sagte, sie freue sich auf die Dreharbeiten. George als Schimanski sei ein "unverzichtbarer Klassiker des deutschen Fernsehens". Die Fernseh-Ausstrahlung soll laut Bild Anfang 2014 sein.

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Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Ne, laßt mal gut sein

irgendwann ist dann aber echt vorbei, Klassiker ist er wohl und ich mag etliche der Tatorte mit ihm, aber diese Revitalisierungsversuche führen nur zu Filmen, in denen der Freizeitkommissar in 90 Minuten mehr Straftaten begeht als der Täter. So wie in den gescripteten Reality-shows im Privatfernsehen, wo Privatermittler den dicken Maxen machen..

Nachwuchstalent

Interessant. Ein 74-jähriger ist die grosse Hoffnung auf Reanimation einer Serie, die bereits seit der televisionären Steinzeit über den Bildschirm flimmert. Die Eleganz mit der die ARD unverbrauchte Nachwuchstalente aus dem Hut zaubert ist wirklich verblüffend.

Nur einem von Grund auf boshaften Menschen wird das Ganze eher als das Medienäquivalent zum Volkssturm erscheinen. Sie wissen schon, die Sache ber der man alte Leute aus den Betten zerrt, um sie mit inhaltsleeren Parolen für ein aussichtslose Sache zu "verheizen".

In jedem Fall aber ein schönes Beispiel für den sklerotischen Zustand in dem der ÖR in Deutschland sich befindet.

Reanimation einer Serie ?

Also Wiederbelebung,durch Feststellung der Reaktionslosigkeit.

Man kann dem Format Tatort vieles vorwerfen, inflationäre Erweiterung der Reviere oder der Einsatz fragwürdiger Schauspieler. Beides wird aber durch die Grenze des Geschmacks entschieden. Dieser, so wissen wir alle, ist verschieden.
Aber der Tatort muss nicht reanimiert werden, wahrlich nicht.

Ich könnte nun eine Vielzahl an Formaten aufzählen, denen es mehr oder weniger an Esprit fehlt, oder eine Diskussion über die Unfähigkeit der Privatsender starten.
Aber seien wir ehrlich, der öffentlich-rechtliche Rundfunk mag Schwachstellen haben, diese würde ich aber nicht beim Tatort suchen.

Habitat

"Beides wird aber durch die Grenze des Geschmacks entschieden. Dieser, so wissen wir alle, ist verschieden."

Das ist wahr. Ob das Format allerdings ausserhalb des zwangsfinanzierten ÖR-Habitats dauerhaft überlebensfähig wäre, ist eine andere Frage. Aber das steht hier nicht zur Debatte. Wobei die ARD wenn es darum geht, ihr Territorium zu markieren recht grosszügig die Ellbogen einsetzt. Kürzlich hat sie einen Kleinverlag der eine Buchreihe "Ermittlungen in Sachen Tatort" herausgibt, juristische Daumenschrauben angelegt:

http://www.boersenblatt.n...

Da verbleibt doch ein recht eigenartiger Nachgeschmack gegen den die Wiedererweckung der 80er Jahre Figur recht belanglos wirkt.

Deutsche Fernsehunterhaltung folgt ohnehin dem Motto "die Nacht der lebenden Toten". Da kann man sich jahrzehntelang von den selben Leuten langweilen lassen.