Serie "Real Humans": Pflegeroboter, Putzroboter, Sexroboter
Was, wenn Menschen und Maschinen sich noch näher kommen? Lars Lundström, der Schöpfer der neuen arte-Serie "Real Humans", zeichnet im Interview sein Bild von der Zukunft.
© Johan Paulin/arte

Die Hauptfiguren der Serie "Real Humans"
ZEIT ONLINE: Ihre Serie Real Humans erzählt von einer Gesellschaft, in der Roboter viele soziale Berufe übernehmen: Sie kümmern sich um alte Menschen und versorgen kleine Kinder. Glauben Sie, dass unsere Zukunft so aussehen wird?
Lars Lundström: Roboter werden ein Teil unserer Gesellschaft sein, vor allem im Pflegebereich. Wann die Entwicklung so weit sein wird wie in der Serie, ist schwer zu sagen. In Ländern wie Japan werden Roboter in einigen Teilbereichen der Pflege bereits eingesetzt.
ZEIT ONLINE: Dennoch hat man das Gefühl, Sie beschreiben die europäische Gegenwart.
Lundström: Wir wollten kein Science-Fiction-Universum erschaffen. Die Zuschauer sollten die Welt als die ihre wiedererkennen. Daher haben wir auch die Roboter nicht per Special Effects dargestellt, sondern lassen sie von Schauspielern verkörpern. Es ging uns um die Beziehung zwischen Mensch und Robotern.

Lars Lundström wurde für seine Drehbücher zu den "Wallander"-Krimis bekannt. Seine 2-teilige Serie "Real Humans" über eine Gesellschaft mit Robotern, die er für den schwedischen Sender SVT 1 konzipiert hat, läuft nun auch in Deutschland an.
ZEIT ONLINE: Die ist sehr ambivalent: Einerseits fühlen sich die Menschen körperlich angezogen von den Hubots, wie sie in der Serie heißen, andererseits grenzen sie sie aus.
Lundström: Die Serie beschäftigt sich mit den sozialen Spannungen, die diese Maschinen auslösen. Einige sehen in den Hubots eine große Hilfe, weil sie alltägliche Aufgaben übernehmen, andere haben Angst, dass sie ihnen die Jobs wegnehmen.
Durch die Interaktion mit ihnen entwickeln die Menschen außerdem Gefühle und Beziehungen, die viel weiter gehen, als sie es sich vorstellen konnten. Eine Protagonistin verliebt sich in ihren Hubot und verlässt deshalb ihren Ehemann. Es gibt auch einen "Hubot Heaven", ein Bordell mit Roboter-Prostituierten.
ZEIT ONLINE: Warum faszinieren uns Roboter so sehr?
Lundström: Der schmale Grat zwischen Mensch und Maschine kann sehr anziehend sein. Der Mensch hat schon immer versucht, Abbilder von sich selbst zu konstruieren.
Auch im Film: angefangen bei Fritz Langs Metropolis über A.I. von Steven Spielberg oder aktuell in Cloud Atlas. Unsere Serie thematisiert das große "what if". Was wäre, wenn es ein wahres Szenario wäre? Wie weit sind wir von diesem Modell entfernt? Und wie würde es unsere Gesellschaft verändern?







gibt es doch schon :D
...wünsche ich mir einen Roboter, der mir den Hintern wischt und einen Menschen, dem ich meine Geschichte erzählen kann.
Besser als umgekehrt!
Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihren Ton. Danke, die Redaktion/sam
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Ich nehme 2. Wer weiß, wie schnell die verschleißen.
allerdings, meine Waschmaschine ist nicht besonders hübsch. Da kann noch was getan werden. Zugegeben. Jedoch, was da beschrieben wird, ist längst Realität. Zunehmend sind es Maschinen, die das moderne Leben in den aufgeklärtesten aller Welten entscheidend prägen. Es sind Maschinen, die Heere von Menschen in die Erwerbslosigkeit verabschieden. Schon eine ganze Weile ist es her, als Maschinen begonnen haben, den Menschen ihr Leben aus der Hand zu nehmen. Betrachtet man seriös unter diesem Gesichtspunkt den Alltag einer gewöhnlichen Familie, in, sagen wir mal Stuttgart, dann könnte bekannt werden, dass die wenigsten wichtigen alltäglichen Entscheidungen nicht von Menschen sondern von Maschinen getroffen oder doch wenigstens entscheidend geprägt werden.
... sag ich doch, der Liebe Gott ist eine Maschine. Also ist das Ziel der Schöpfung Krone konsequent: Die Maschine.
(Um dem Eindruck zu wehren, da melde sich ein Maschinenstürmer zu Wort:
Dem Herr sei gedankt, dass es mechanische Holzspalter und Motorsägen gibt. Die sind zwar nicht unbedingt zum Knutschen geeignet. Wohl wahr. Aber vielleicht dann doch, wenn man bedenkt, welche Schinderei es ist, jedes Jahr 50 Ster Brennholz von Hand auf den Stapel zu bringen ;-)
Also nach den ersten beiden Folgen habe ich diese Ideen erkannt:
- Westworld
- Die Frauen von Stepford
- Terminator
- Start Trek
- I Robot
Alles neu zusammen gemischt.
schaue ich regelmäßig im Elektronik-Markt vorbei - und immer wieder bei den Roboterstaubsaugern. Leider hat meine Wohnung vor zwei Zimmern eine kleine Schwelle (2-3cm). Da kommt der Roboter nicht drüber weg, sagt der Verkäufer. Ich müsste ihn (den Roboter) rüber tragen. Auch die Schuhe im Flur schiebt der Roboter nicht zur Seite, sonder kurvt drum herum. Und wenn eine Stelle etwas stärker verschmutzt ist, sollte ich diese besser von Hand vorreinigen. Ja und blond und blauäugig ist diese flache Scheibe auch noch nicht. Immerhin könnte ich ihr alles erzählen, was mich so bewegt. Widerspruch wäre wohl nicht zu befürchten. Kurz: Obwohl die Vorstellung meuchelnder Roboter natürlich ängstigt, denke ich beim Saugen mit meinem alten Handstaubsauger gelegentlich, dass der Fortschritt ruhig ein wenig schneller schreiten könnte.
Ich habe gerade Teil 1+2 auf Arte gesehen und es hat mir sehr gut gefallen. Teilweise mit überraschendem emotionalen Tiefgang, spannend, detailreich und mit einem teilweise surrealem touch ... Ich mag gelungene Surrealismen sehr.
Es könnte sein, dass die Autoren in dem Buch „Artificial Intelligence“ von Russel/Norvig gelesen haben. Dort gibt es ein Kapitel „The Ethics and Risks of Developing Artificial Intelligence“. In der Serie kommt all das vor, was dort als Risiko beschrieben wird. Alles bis auf „might be the End of the human race“ na ja, die Serie hat ja noch ein paar Folgen.
Von Maschinen dieser Qualität sind wir noch mehrere Jahrzehnte entfernt möglicherweise sogar Jahrhunderte. Das finde ich schade und beruhigend zugleich.
Es gibt eine Sehnsucht perfekt zu sein und perfekte Partner zu haben … Mir wurde beim Sehen bewußt, wie stark die ist.
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