Der Sketch dauerte nur drei Minuten, aber er macht Heinz Meier berühmt. Sein Auftritt als verwirrter Lottospieler Erwin Lindemann, der im Wohnzimmersessel einem Fernsehteam Auskunft über seinen Gewinn geben soll und sich dabei heillos verhaspelt, zählt zu den beliebtesten Sketchen Loriots. Am Sonntag starb der Schauspieler Heinz Meier im Alter von 83 Jahren. Dies teilte das von Meier mitbegründete Wallgraben-Theater in Freiburg am Montag mit. Vergangenen Monat noch stand er dort in dem Stück Ach was! Loriot! auf der Bühne.

Meier gehörte neben Evelyn Hamann zum Standard-Ensemble des Humor-Altmeisters Vicco von Bülow und spielte – bis auf eine Ausnahme – in allen Loriot-Stücken mit. Auch 1991 im Kinofilm Pappa ante Portas.

Seinen Entdecker Loriot, der im August 2011 starb, bezeichnete Meier später als "Universal- und Jahrhundertgenie". Niemand habe ihn derart beeindruckt und inspiriert wie der Humorist. Er habe ihn für komische Rollen entdeckt. 

Der in Ostpreußen geborene Meier erlangte überregionale Bekanntheit auch durch zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen. Seine letzte Filmarbeit war Leander Haußmanns Dinosaurier – Gegen uns seht ihr alt aus von 2009. Meier lebte in Schliengen bei Freiburg.