Fernseh-TwittritikEin "Tatort" nur für Jauch

Kameras überall, die Berliner Kommissare mittendrin: Der Sonntagskrimi suhlt sich in Debattenthemen wie Jugendkriminalität und Überwachungsstaat und endet nichtssagend. von 

Die beiden U-Bahn-Schläger Konstantin (Jannik Schümann) und Achim (Edin Hasanovic) in "Tatort: Gegen den Kopf"

Die beiden U-Bahn-Schläger Konstantin (Jannik Schümann) und Achim (Edin Hasanovic) in "Tatort: Gegen den Kopf"  |  © rbb/Frédéric Batier

Viele Fernsehsendungen finden in den sozialen Medien ein heiteres Echo. Und oft ist das, was sich auf dem sogenannten Second Screen abbildet, viel unterhaltsamer als das, was auf der Mattscheibe flimmert. Die Twittritik auf ZEIT ONLINE erklärt, was die Zuschauer wirklich beschäftigt.


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Leserkommentare
  1. "Kameras überall, die Berliner Kommissare mittendrin: Der Sonntagskrimi suhlt sich in Debattenthemen wie Jugendkriminalität und Überwachungsstaat und endet nichtssagend."

    Lieber Herr Freitag, wenn das tatsächlich so sein sollte, dann frage ich mich aber, warum Ihre dünnen Zeilen genau demselben Beispiel folgen?

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    Freier Autor

    Lieber Interessierter, geht hier doch gar nicht um mich, geht um die Symbiose von first und second screen, was zunächst mal ein Versuch ist, bei dem wir um Geduld und Spucke bitten. Denn sowohl die Technik des Tweet-Embeddens im Live-Blog von ZEIT ONLINE als auch unser Umgang damit will erst mal geübt werden. Aber nochmals: Entscheidend ist die Online-Rezeption vom Tatort, die wir journalistisch moderierend einordnen wollen. Sind alle selber gespannt, was dabei rauskommt. Bleiben Sie also einfach dran und motzen bei Bedarf in drei, vier Folgen nochmals, dann gern so richtig!

    Gruß,
    der Autor

  2. ähnelt nicht nur vom Klangbild her der Lautäußerungs des Chefs vom Hühnerhof.
    Der readktionelle Inhalt selbst ist so platt wie der Tatort selbst, die Richtigung mag ja stimmen, aber die Umsetzung kommt schon reichlich klischeehaft und schulmäßig daher.
    Aber was soll auch rauskommen, wenn man sich an beliebigen und dabei doch altbekannten snippets / tweets entlanghangelt.

    8 Leserempfehlungen
  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Danke, die Redaktion/jk

    Eine Leserempfehlung
    • Andibar
    • 09. September 2013 10:24 Uhr

    Der Tatort hat aufgezeigt, was passiert, wenn man sich in der Öffentlichkeit für andere Leute interessiert und ihnen hilft.
    Ob das Zivilcourage fördert?

    3 Leserempfehlungen
    • Fabiana
    • 09. September 2013 10:29 Uhr

    Ich verstehe einfach nicht, wie Menschen mit so wenig Kompetenz und Sympathie so viele Jahre lang Talkshows domnieren und Unsummen an Geld scheffeln können ...

    17 Leserempfehlungen
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    Ich pflichte Ihnen bei, allerdings: Ein Talkmaster muss nicht der Experte sein, aber er sollte so mit Experten-Gast reden können, dass interessante, neue Aspekte, ja vielleicht sogar kreative Antworten gefördert werden. Die von Ihnen Genannten sind aber nur gut darin, die Gäste auszubremsen und abzuwürgen und meist wenig kluge Fragen zu stellen. Das Gespräch wird völlig flach und langweilig. Ich zappe meist weg bzw. stelle dann den Fernseher aus.

    • Fabiana
    • 10. September 2013 17:59 Uhr

    Experten müssen Sie nicht sein, aber die richtigen Leute einladen, denen sie interessante Fragen stellen. Abgesehen davon, dass ich sehr wenig fernsehe, erinnere ich mich daran, dass ich Sabine Christiansen kompetent im o.g. Sinne (wenn auch unsympathisch) fand und Sandra Maischberger sympathisch. Die eine bekam öfter interessante Antworten von interessanten Gästen, die andere konnte Ihren Gesprächspartnern menschliche Regungen entlocken. Die genannten verkaufen Schludrigkeit als Souveränität (Jauch) und zickige Aggressivität als investigativen Journalismus. Deshalb schalte ich diese Sendungen nicht mehr ein und beschränke mich, wenn es sich ergibt, auf den Presseclub, v.a. wenn Schönborn moderiert.

  4. Das Thema Jugendgewalt für einen Tatort in 90 Minuten aufzubereiten, daran scheitert jeder Drehbuchautor, denn dafür ist das Thema viel zu komplex. Dieser Tatort ging einen sehr einfachen, bequemen Weg. Das Opfer musste sterben, weil in jedem Tatort gestorben wird. Zum Schluß kam die Verhaftung des Täters wegen Mordes. Ja, so einfach ist die Tatortwelt. Aber so einfach ist die Realität nicht!

    Eigentlich hätte das Opfer überleben und es hätte aufgezeigt werden müssen, was nach einer solchen "Hassattacke" für das Opfer folgt. Es bleibt alleine zurück. Hilfe erfahren nur wenige, und wenn überhaupt, dann nur jene, deren Zivilcourage durch sämtliche Medien ging. Diejenigen, die im Alltag Zivilcourage zu ihrem eigenen Nachteil zeigen, und fernab jeder Kamera bleiben, tragen die Folgen ihres Einsatzes selbst. Nicht selten drangsaliert durch die deutsche Bürokratie.

    Und was ist mit den Tätern? Nicht selten wird nach jeder Möglichkeit gesucht, diese doch noch irgendwie ins Jugendstrafrecht zu bekommen. Wenn 18 Jahre Erwachsensein bedeutet, dann aber bitte mit aller Konsequenz und keine Rosinenpickerei. Und ist dieser erstmal verurteilt folgt die Resozialisierung. Ihm wird geholfen, wo der Staat nur kann, damit aus ihm kein rückfälliger Schläger wird. Bildung ist dann keine Kostenfrage mehr.

    Ich möchte mich hier nicht gegen Resozialisierung aussprechen. Doch diese darf erst dann erfolgen, wurde das Opfer, wurden die Hinterbliebenen vollstens entschädigt.

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    "Ich möchte mich hier nicht gegen Resozialisierung aussprechen. Doch diese darf erst dann erfolgen, wurde das Opfer, wurden die Hinterbliebenen vollstens entschädigt."

    Wie bemessen wir denn die Höhe der Entschädigung. Finanziell ist das bspw. bei dem Tod des Opfers recht schwierig, da eben zu komplex. Ein Menschenleben lässt sich eben nicht in Geld aufwiegen. Wenn man davon ausgeht, dass der Täter keinen guten finanziellen Background hat, würde die Resozialisierung nach ihren Maßstäben nie erfolgen.

    Das es keine vollständige Entschädigung für das Opfer, für die Hinterbliebenen geben kann, darüber sollte man eigentlich kein Wort verlieren müssen. Aber wir müssen diesbezüglich raus aus der Passivität in diesem Land.

    Man kann ein Menschen leben nicht in Geld aufwiegen, also lassen wir es doch gleich ganz sein und das Opfer und dessen Hinterbliebene allein. Das ist derzeit die deutsche Mentalität. Sehr bequem und vor allem sehr kostensparend. Vielleicht sollten wir anfangen, mal darüber nachzudenken, was ein Menschenleben in Deutschland wert ist. Wenn der Staat an Polizei einspart, muss er bereit sein, die Folgen finanziell auszugleichen. Für Alle. Für das Opfer, für die Hinterbliebenen und für Alle, die couragiert eingreifen. Letztenendes lagert man derzeit das Thema Sicherheit aus. Übernehmen sollen es Videokameras und couragierte Bürger, die dann die Polizei rufen sollen, damit diese nur noch dann eingesetzt werden muss, wenn etwas geschehen ist. Prävention sieht für mich ganz anders aus.

  5. Mehr Hingucken und weniger eigene Vorurteile wären besser gewesen!

    Der Täter ist nämlich gerade NICHT durch Überwachungskameras überführt worden, sondern durch Selbstanzeige! Und die Sache mit dem angeblichen Klischee, von wegen Sohn aus gutem Hause, folgte einer der beiden Beispiele, die ganz offensichtlich dem Tatort zu Grunde gelegen haben: Torben B. WAR aus gutem Hause! Es gibt halt sonne und solche Klischees. Ist aber halt einfacher, auf andere zu zeigen...

    4 Leserempfehlungen
  6. Freier Autor

    Lieber Interessierter, geht hier doch gar nicht um mich, geht um die Symbiose von first und second screen, was zunächst mal ein Versuch ist, bei dem wir um Geduld und Spucke bitten. Denn sowohl die Technik des Tweet-Embeddens im Live-Blog von ZEIT ONLINE als auch unser Umgang damit will erst mal geübt werden. Aber nochmals: Entscheidend ist die Online-Rezeption vom Tatort, die wir journalistisch moderierend einordnen wollen. Sind alle selber gespannt, was dabei rauskommt. Bleiben Sie also einfach dran und motzen bei Bedarf in drei, vier Folgen nochmals, dann gern so richtig!

    Gruß,
    der Autor

    Antwort auf "Ooooooooh....."
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    lieber nicht erst in 4 Wochen sondern gleich, was der Mehrwert sein soll aus den eingebetteten tweets?
    Weil man so ein online medium schick finden muss als online Journalist, trägt es doch noch längst nichts zum Inhalt des Artikels bei, etwas zu zitieren nur weil darin irgendwo "Raute Tatort" auftaucht. Als bestätigende Illustration des Artikels jedenfalls ist es zu platt und mehr ist aber von tweets kaum zu erwarten .Wenn man das dann zum Prinzip machen will, endet man ganz schnell im sinnfreien Ritual (Ich muss jetzt hier noch 5 tweets einfügen).
    "Online Rezeption (vulgo Anmerkungen via Tweet) jounalistisch moderierend einordnen" müsste wohl übrigens andersrum laufen, Sie reagieren auf den tweet und nicht Sie hängen einen tweet an einen geschriebenen Absatz. Die Rezeption müssen Sie dabei wohl den anderen Überlassen und spätestens dann dürften Sie merken wie dünn der Halbsätze-twitter-input für den Artikel ist.

    "Bleiben Sie also einfach dran und motzen bei Bedarf in drei, vier Folgen nochmals, dann gern so richtig!"

    Und zwar warte ich nur die erste ab.

    Mit dem "richtig" wird es hier immer ein wenig schwierig, Sie wissen doch die Halbwertszeit hier von Kritiken oder ironischen Experimenten ist umgekehrt proportional zur Lebenserfahrung.

    Was ich im Kern auch monierte bezieht sich auf Ihre Äußerung, die nun ja einmal wertenden Charakter hat. Oder was soll der Satz bedeuten, den ich von diesem Artikel hineinkopiert habe? Den haben doch Sie verfaßt, oder?

    Ob Sie dabei Tweets, oder von mir aus Ihre persönliche Foren-Mail-Korrespondenz hier implementieren, spielt dabei für mich die wirklich untergeordnete Rolle.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Twittritik | Fernsehen | Tatort | Kriminalfilm | Überwachung | Jugendkriminalität
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