Das Schwarz-Weiß-Drama Die andere Heimat von Edgar Reitz und Co-Autor Gert Heidenreich ist beim Deutschen Filmpreis zum besten Spielfilm gekürt worden. Zugleich erhielt das Duo die Auszeichnung für das Beste Drehbuch. Reitz wurde auch mit der Goldenen Lola für die Beste Regie ausgezeichnet. Die andere Heimat spielt im 19. Jahrhundert und thematisiert im Anschluss an Reitz' Heimat-Saga die damalige Auswanderungswelle aus dem Hunsrück nach Brasilien.

Die silberne Lola erhielt Das finstere Tal von Andreas Prochaska, das mit insgesamt acht Auszeichnungen bedacht wurde (zur Liste der Preisträger, PDF). Bronze ging an das deutsch-norwegische Frauen-Drama Zwei Leben von Georg Maas. Fack ju Göhte und Finsterworld gingen in der Rubrik "Bester Film" leer aus.

Dieter Hallervorden wurde für seine Rolle in Sein letztes Rennen als bester Schauspieler geehrt. Als beste Schauspielerin wurde Jördis Triebel für ihre Rolle in Westen von Christian Schwochow ausgezeichnet. Den Preis für die besten Nebenrollen erhielten Sandra Hüller (Finsterworld) und Tobias Moretti (Das Tal der Finsternis).

Der Filmemacher Helmut Dietl (Schtonk, Zettl) wurde für sein Lebenswerk geehrt. Der 69-Jährige nahm den Preis von Michael "Bully" Herbig entgegen. "Er hat Filmgeschichte geschrieben, Meisterwerke geschaffen", sagte Herbig über den Preisträger.

Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an Arne Birkenstocks Beltracchi – Die Kunst der Fälschung über den gleichnamigen Kunstfälscher. Zum Besten Kinderfilm wurde Ostwind von Katja von Garnier gekürt.