Academy Awards: "Birdman" gewinnt Oscar als bester Film

Regisseur Iñárritu hat mit "Birdman" vier Oscars geholt, Julianne Moore und Eddie Redmayne wurden als beste Schauspieler geehrt. Die Oscar-Verleihung zum Nachlesen
  • Birdman gewinnt den Oscar als "bester Film".
  • Julianne Moore wird als beste Hauptdarstellerin für Still Alice ausgezeichnet
  • Eddie Redmayne bekommt den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle als Stephen Hawking in Die Entdeckung der Unendlichkeit.
  • Alejandro González Iñárritu bekommt den Oscar als bester Regisseur für Birdman. Der Film gewinnt außerdem die Auszeichnung für das beste Drehbuch und die beste Kamera.
  • Der Oscar für die beste weibliche Nebenrolle geht an Patricia Arquette in Richard Linklaters Langzeitbeobachtung Boyhood.
  • J.K. Simmons bekommt den Oscar für die beste männliche Nebenrolle. Der 60-jährige Schauspieler spielt in dem Musikerdrama Whiplash einen aggressiven Musiklehrer.
  • Beste Dokumentation ist Citizenfour über Edward Snowden.
  • Wes Andersons The Grand Budapest Hotel hat bisher vier Oscars für Musik, Kostüm, Make-up und Produktionsdesign bekommen.
  • Ida von Pawel Pawlikowski wird als bester nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet.

  • 07:02 Uhr
    Benjamin Lauterbach

    Das war's, Oscar aus, Ende. Zum 87. Mal. Wenig überraschend: Birdman ist der große Sieger des Abends. Ein bisschen überraschend: Der große Preisregen für Boyhood blieb aus, immerhin gewann Patricia Arquette den Oscar für die beste Nebenrolle. Ansonsten wurde viel gedankt und gelobt, viel vom Teleprompter abgelesen und auch ein wenig geweint, selbst Neil Patrick Harris, von dem sich viele neuen Schwung für die mittlerweile doch recht angestaubte Veranstaltung erhofft hatten, blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Problem der Oscars ist ihr Perfektionismus. Jedes Wort vorformuliert, jede Geste einstudiert, selbst die Tränen im Publikum werden wie auf Knopfdruck vergossen. Eine hochartifizielle Veranstaltung, obwohl viele der nominierten Filme durchaus beweisen, dass es gewinnbringend sein kann, ausgetretene Pfade zu verlassen. Aber wie sagt der Amerikaner: No hard feelings. Gute Nacht!

  • 09:55 Uhr
    Ute Brandenburger

    Die Oscar-Gewinner:

  • 06:24 Uhr
    David Hugendick

    Am Ende hatten es alle fürchterlich eilig.

    Wir aber jetzt auch. Es ist zwanzig nach sechs. Es dämmert, die Berliner Nebelkrähen motzen bereits den Morgen an, der Kaffee ist alle. Sieben Stunden Oscars. Herrje.

  • 06:22 Uhr
    Caro Ströbele

    In diesem Sinne: cheers und guten Morgen!

  • 06:22 Uhr
    Benjamin Lauterbach

    Östlich der Karl-Marx-Allee interessiert sich die Morgendämmerung nicht für beste Filme oder Drehbücher, der Taxifahrer sagt, er habe keine Zeit für Kino, und irgendwo in Los Angeles serviert Benedict Cumberbatch den ersten Cocktail des Abends.

  • 06:19 Uhr
    Caro Ströbele

    Insgesamt also alles wie vorhergesehen: Birdman ist der große Gewinner des Abends. Grand Budapest Hotel bekommt alle wichtigen Preise für die Ausstattung. Und Julianne Moore endlich den Oscar als beste Schauspielerin. Für Boyhood immerhin den Trostpreis für die beste Nebenrolle.

  • 06:18 Uhr
    Caro Ströbele

    Bin immer wieder erschüttert, wie schnell das alles dann vorbei ist. Bester Film. Cut und Schluss.

  • 06:17 Uhr
    David Hugendick

    Zum Nachlesen: Katja Nicodemus hat erst kürzlich Michael Keaton, den Hauptdarsteller von Birdman, getroffen: 'In Birdman hallt das Auf und Ab von Keatons Karriere in seinem Alter Ego nach. Der Schauspieler Riggan Thomson wird in der Komödie von seinem Superhelden-Überich verfolgt und gejagt. Der Vogelmensch verhöhnt seine Theaterambitionen, fliegt ihm buchstäblich auf der Straße hinterher und versucht, ihn zu einem Comeback in Birdman 4 zu überreden: "Rasiere dir dieses alberne Ziegenbärtchen ab! Mach endlich eine Schönheitsoperation! Die 60-Jährigen sind heute die neuen 30-Jährigen! Motherfucker!" In Thomsons Krisen verschmelzen Privat- und Bühnenleben, sexuelle, emotionale und berufliche Beziehungen, die Sucht nach dem Auftritt und das Zittern davor.'

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Es sind eigentlich nur ein paar goldene Staubfänger, die an ein paar Schauspieler und Filmemacher verteilt werden. Und doch sind es eben die Oscars, die wichtigste Auszeichnung der Filmbranche und die größte Glitzershow der Welt. Rund eine Milliarde Menschen auf der ganzen Welt verfolgt die Übertragung der Gala live. Und auch wer sie verschläft, kann sich am folgenden Tag kaum verstecken vor all den Nachrichten über die Laudatoren und Preisträger, ihre Klamotten und Krawatten, ihre Pumps und Pannen, ihre Witze und Weinkrämpfe.    

Die 87. Academy Awards – es stimmen mehr als 6.000 Mitglieder ab – wurden im Dolby Theatre in Los Angeles vergeben. Durch die Show führte der Schauspieler Neil Patrick Harris. Zu den Favoriten zählten mit je neun Nominierungen die Filme Birdman und Grand Budapest Hotel, dicht gefolgt von The Imitation Game, Boyhood und American Sniper. Die größten Chancen auf eine Auszeichnung als beste Darsteller hatten Julianne Moore, Reese Witherspoon, Michael Keaton, Bradley Cooper und Eddie Redmayne.

In diesem Live-Blog berichten David Hugendick, Benjamin Lauterbach und Carolin Ströbele aus unserer Kulturredaktion von der Gala und dem medialen Trubel ringsumher. 

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