Der Schauspieler Alan Rickman ist tot. © Olivia Harris/Reuters

Der britische Schauspieler Alan Rickman ist tot. Wie seine Familie mitteilte, starb der 69-Jährige an den Folgen eines Krebsleidens. Der Guardian hatte zuerst darüber berichtet. 

Rickman gehörte zu den profiliertesten britischen Schauspielern seiner Generation. Er spielte in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen. Einem Millionenpublikum wird er als Professor Severus Snape in der Verfilmung der Harry Potter-Romane im Gedächtnis bleiben.

Rickman wurde 1946 in Acton in West London geboren, mit 26 entschied er sich für eine Karriere als Schauspieler.  Seinen Durchbruch hatte er als Bösewicht Vicomte de Valmont in einer Theateraufführung von Gefährliche Liebschaften im Jahr 1985.

Mit 41 zog Rickman nach Los Angeles. Dort wurde ihm zwei Tage nach seiner Ankunft die Rolle des Hans Gruber in dem Film Stirb langsam angeboten. Als Gegenspieler von Bruce Willis wurde er dem Hollywood-Publikum bekannt. In den kommenden Jahren übernahm er häufig die Rolle des Bösewichts, etwa als Sheriff von Nottingham in dem Film Robin HoodKönig der Diebe, wo er 1991 an der Seite von Kevin Costner zu sehen war.

Auch abseits der Schurkenrolle zeigte er immer wieder seine Vielseitigkeit, die ihn zu einem der höchst geachteten britischen Schauspieler seiner Generation machte. Zu seinen übrigen Filmerfolgen zählten unter anderem Truly Madly Deeply aus dem Jahr 1990 und die romantische Komödie Tatsächlich ... Liebe aus dem Jahr 2003.

Auch auf Theaterbühnen wurde Rickman gefeiert. So spielte er etwa in Henrik Ibsens John Gabriel Borkman sowie neben Helen Mirren in Cleopatra.

Rickman erhielt viele internationale Auszeichnungen. 1997 wurde er mit dem Golden Globe geehrt für seine Leistung in der Miniserie Rasputin. Darin verkörperte der Brite mit düsterer Intensität die titelgebende Hauptfigur.