Die Dresdner Kommissarinnen Henni Sieland (Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) © ARD

In jedem Tatort gibt es eine Geschichte hinter der Geschichte. Sie wird erzählt von den Einzelheiten, die man meistens übersieht: Einrichtungsgegenstände, Kleidungsstücke, Kunstwerke an der Wand. Selbst wenn das Publikum sich später kaum an sie erinnern kann, sind es diese Details, die dem jeweiligen Film seinen Charakter und seine Farbe verleihen. Diese Objekte stellen wir in unserer Kartengeschichte Kriminelle Elemente vor. Im Tatort: Auf einen Schlag ermittelten die neuen Dresdner Kommissarinnen in einem Mordfall im Schlagermilieu. Nebenbei erzählte der Krimi noch, wie langsam eine neue Zeit hereinbricht: Die Kommissare sind weiblich, die Hintermänner des Verbrechens auch, rassistische Witze werden nicht mehr stillschweigend hingenommen, Schlagersänger machen ihre Homosexualität öffentlich. Wer bei dieser Entwicklung insgesamt eher nicht so gut aussieht: der Mann.

© Screenshot MDR
Kriminelle Elemente

Kriminelle Elemente

Der "Tatort: Auf einen Schlag" in sieben Todsünden

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Über die Krise des Mannes wird dieser Tage sehr viel Druckertinte vergossen. Im neuen Dresdner "Tatort" tauchten Männer jetzt eigentlich nur noch in einer Funktion auf: als Exempel für schlechtes Benehmen. Jeder Mann repräsentierte eine Todsünde.

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1. Todsünde: Hochmut

1. Todsünde: Hochmut

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Der Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel maßregelte seine Kolleginnen und fuhr ihnen über den Mund. Er war herablassend und überheblich und steht für die erste Todsünde: den Hochmut.

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