Wolfgang Petersen, das ist die Geschichte von einem Regisseur und dem Meer. In vielen seiner bekanntesten Filme (Der Sturm, Poseidon) spielt das Element Wasser eine Hauptrolle. Das gilt auch für Das Boot, die Geschichte des U-Boots U 96 und seiner Mannschaft, die im Zweiten Weltkrieg im Nordatlantik Angst und Schrecken verbreiteten, aber auch selbst erlebten. Das Boot gibt es bereits jetzt in mehreren Fassungen, unter anderem als Kinofilm (1981) sowie als TV-Serie (1985). Nun soll eine weitere dazu kommen: Rund 35 Jahre später befindet sich eine Fortsetzung in Planung. Erneut wird damit nach Seewolf und Schatzinsel ein erfolgreicher TV-Stoff fürs Fernsehen aufbereitet – dieses Mal als Serie für das Bezahlfernsehen.

Das Boot – Die Serie soll acht Episoden umfassen und im Jahr 2018 ausgestrahlt werden. Hinter dem ambitionierten Projekt stehen der Bezahlsender Sky und Bavaria Film. Das Filmstudio hatte bereits die Urfassung produziert, in den Münchener Studio wurden die Innen- und Unterwasseraufnahmen realisiert. Die Serie wird nach Angaben der Partner inhaltlich direkt an das tragische Ende von Wolfgang Petersens Boot anschließen.

Die Besatzung der U 96 kehrt 1942 nach La Rochelle zurück und ist unmittelbar nach ihrer Ankunft einem schweren Luftangriff auf den U-Boot-Hafen ausgesetzt. Ein Teil der Besatzung kommt dabei ums Leben. Im Mittelpunkt steht das zentrale Thema des Urstoffes, das heute in Zeiten des Terrors leider nichts von seiner Relevanz verloren hat: blinder Fanatismus, der junge Männer in einen sinnlosen Krieg treibt, so heißt es in der Ankündigung. Als Head-Autoren wurden Tony Saint (Margaret Thatcher: The Long Walk to Finchley) und Johannes W. Betz (Der Tunnel) gewonnen.

Basis für das Sequel ist wiederum die Romanvorlage von Lothar-Günther Buchheim. Er hatte in dem gleichnamigen Roman von 1973 seine Erfahrungen als Kriegsberichterstatter auf der U 96 verarbeitet. Mit einem Budget von 25 Millionen Euro stehen umgerechnet jeder der acht einstündigen Folgen mehr als drei Millionen Euro zur Verfügung. Um die klaustrophobischen Einstellungen in Szene zu setzen, hatte bereits Wolfgang Petersen einen für damalige Zeiten großen Aufwand betrieben. Der Etat belief sich auf 32 Millionen D-Mark. Für die Schauspieler Herbert Grönemeyer, Jürgen Prochnow, Martin Semmelrogge, Uwe Ochsenknecht, Heinz Hoenig, Otto Sander war die Produktion eine wichtige Station in ihrer Karriere.