Die Fernsehmoderatorin Miriam Pielhau ist tot. Wie ihr Management bestätigte, starb die 41-Jährige am gestrigen Dienstag an den Folgen einer Krebserkrankung.

Bekannt wurde die gebürtige Heidelbergerin unter anderem durch ihre jahrelange Moderation der Containershow Big Brother. Sie moderierte die Oscarverleihungen 2003 und 2004 im deutschen Fernsehen, war einige Jahre das Gesicht von taff auf ProSieben, hatte mehrere Radiosendungen und war von 1998 bis 2001 Chefredakteurin von NBC Giga von NBC Europe. Für die damals innovative Web- und TV-Sendung bekam sie einen Grimme Online Award.

Im Frühjahr 2008 war bei Pielhau Brustkrebs diagnostiziert worden. Nach einer Chemotherapie galt sie als geheilt. Ihre damaligen Erfahrungen mit der Krankheit verarbeitete sie in dem Buch Fremdkörper. Im März dieses Jahres wurde dann bekannt, dass Pielhau abermals an Krebs erkrankt war, diesmal an der Leber. "Die Aussichten waren düster", sagte sie im März der Bild-Zeitung. Der Professor, der sie untersucht habe, habe zu ihr gesagt: "Gewöhnen Sie sich an den Gedanken –Sie werden nicht mehr gesund."

Doch Pielhau wollte kämpfen. Dr. Hoffnung hieß ihr jüngstes Buch, in dem sie schrieb: "Hoffnung ist ein kostbares Medikament, der beste Freund der Liebe zu mir selbst und zu meinem Leben. Hoffnung kann sogar heilen."

Auch in einem Radiointerview vor wenigen Wochen gab sich Pielhau hoffnungsvoll: "Ich bin gesund, das kann man sagen", sagte sie dem Hitradio ffm. Sterben sei für sie keine Option, sie müsse an ihre vierjährige Tochter denken. "Das Wort Wunder fiel bei meinen Ärzten, weil es eine absolut unwahrscheinliche Entwicklung war. Laut Statistik würde es mich heute nicht mehr geben", sagte sie vor wenigen Wochen.

Jochen Rausch, Programmchef von Einslive beim WDR, sagte: "Es stimmt unglaublich traurig, wenn ein lieber und junger Mensch wie Miriam Pielhau so früh aus dem Leben gehen muss." ProSieben-Sprecher Christoph Körfer sagte: "Wir sind geschockt und todtraurig." Und: "Uns fehlen die Worte, aufrichtiges Beileid an ihre Freunde und Familie."

Neben Freunden und Kollegen trauert auch die Kindernothilfe um ihre langjährige Mitarbeiterin. "Wir verlieren eine ausgesprochen liebenswerte und engagierte Botschafterin, der die Sache der Kinder immer sehr am Herzen lag", schreibt die Vorstandsvorsitzende.