Fernsehpreis - "Game of Thrones" liegt bei Emmys vorn Bei den Emmys gewann die Fantasyserie "Game of Thrones" insgesamt zwölf Preise, darunter den Hauptpreis als bestes Drama. © Foto: Mario Anzuoni/Reuters

Bei den Emmy-Awards in Los Angeles war am Ende doch wieder alles wie gewohnt. Die Fantasyserie Game of Thrones und die Politsatire Veep wurden wie im Vorjahr als beste Serien des Jahres ausgezeichnet. Veep gewann als beste Comedyserie, Game of Thrones als beste Dramaserie. Insgesamt zwölf Preise gingen an Game of Thrones. Die US-Produktion, die inzwischen in der sechsten Staffel läuft, war mit 24 Nominierungen ins Rennen gegangen.

Für ihre Hauptrolle in Veep erhielt Julia Louis-Dreyfus den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie. In ihrer Dankesrede kommentierte sie auch den laufenden Wahlkampf in den USA: "Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich persönlich für das derzeitige politische Klima zu entschuldigen", sagte sie. Veep habe die "Mauer" zwischen Politik und Comedy verschwinden lassen. "Unsere Show ist als politische Satire gestartet, aber jetzt wirkt sie eher wie eine ernüchternde Reportage", so die Schauspielerin, die in der Serie die Präsidentin Selina Meyer spielt. "Ich verspreche, diese Mauer wieder aufzubauen und ich werde Mexiko dafür bezahlen lassen", sagte Louis-Dreyfus mit einem Seitenhieb auf die viel zitierten Pläne des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

Den Preis für den besten Hauptdarsteller in einer Comedyserie gewann Jeffrey Tambor aus der Amazon-Serie Transparent. Tambor spielt einen Familienvater, der sich als transsexuell outet und fortan als Frau lebt. Er gewann den wichtigsten Preis der Branche für die Rolle bereits zum zweiten Mal in Folge. Rami Malek wurde für seine Darstellung als Elliot Alderson in der Hackerserie Mr. Robot ausgezeichnet, Tatiana Maslany für ihre Mehrfachrolle in Orphan Black

The People v. O. J. Simpson erhält Preis als herausragende Miniserie

Die wichtigsten Preise in den Miniserienkategorien der Emmy-Awards gingen an eine Serie, die sich mit dem Mordprozess um den Footballer O. J. Simpson beschäftigt. Die zehnteilige Reihe The People v. O. J. Simpson holte nicht nur den Preis als herausragende Miniserie, Sarah Paulson und Courtney B. Vance wurden als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet. Sterling K. Brown gewann als bester Nebendarsteller in einer Miniserie.

Zu den weiteren Preisträgern bei der 68. Emmy-Verleihung zählten Louie Anderson für seine Rolle in der Comdeyserie Baskets, Kate McKinnon aus Saturday Night Live sowie Aziz Ansari, der den Preis für das Drehbuch einer Folge der Netflix-Serie Master of None erhielt. Jill Soloway konnte einen weiteren Emmy für Transparent sichern. Sie erhielt den Preis für die Regie einer Episode.

Die deutsche Heidi Klum ging bei der 68. Verleihung des wichtigsten Fernsehpreises der Welt mit ihrer Sendung Project Runway leer aus. Sie unterlag in der Kategorie beste Realityshow gegen The Voice.