Es ist ein großartiger Triumph für Regisseur Damien Chazelle: Sein Film La La Land ist bei den Golden Globes gleich mit sieben Preisen ausgezeichnet worden. So viele Male war er zuvor auch nominiert worden. Das ist neuer Rekord bei den Globes: Bislang hatte es höchstens sechs Auszeichnungen für einen Film gegeben. 

Die Liebesgeschichte La La Land wurde bei der 74. Verleihung der Golden Globes in Los Angeles als beste Komödie ausgezeichnet. Sie handelt von einem ehrgeizigen Jazzpianisten und einer aufstrebenden Schauspielerin. Damien Chazelle wurde nicht nur als bester Regisseur ausgezeichnet, sondern auch für das beste Drehbuch. Zudem wurden die Schauspieler Ryan Gosling und Emma Stone als beste Darsteller geehrt. Außerdem ehrte die Jury Justin Hurwitz, der die Filmmusik komponierte. Auch die Auszeichnung "Bester Song" ging mit dem Lied City of Stars an das Musical. 

Die Vater-Tochter-Geschichte Toni Erdmannder deutschen Regisseurin Maren Ade ist bei der Verleihung leer ausgegangen. Der Preis in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film" ging für Elle nach Frankreich. Der französische Leinwandstar Isabelle Huppert spielt in dem Vergewaltigungsdrama von Regisseur Paul Verhoeven die Hauptrolle und wurde dafür ebenfalls mit einem Globe als beste Dramadarstellerin ausgezeichnet. Bester männlicher Dramadarsteller wurde Casey Affleck für seine Leistung in dem Familiendrama Manchester by the Sea. Darin spielt er einen gebrochenen Mann, der nach dem Tod seines Bruders in seinem Heimatdorf von der Vergangenheit eingeholt wird.

Zum besten Filmdrama wurde der Film Moonlight ernannt. Der von Regisseur Barry Jenkins gedrehte Film basiert auf dem Theaterstück In Moonlight Black Boys Look Blue, bei dem es um einen Jugendlichen geht, der in einem gefährlichen Vorort von Miami aufwächst.

Streep kritisiert Trump

Als beste Serien sind The Crown und Atlanta ausgezeichnet worden. The Crown erzählt die Geschichte der britischen Königin Elizabeth II. und gewann den Preis als beste Dramareihe. Sie läuft beim Streaminganbieter Netflix. Atlanta handelt von einem ziellosen jungen Mann, der zum Manager seines rappenden Cousins wird. Die bei FOX laufende Reihe gewann den Golden Globe als beste Comedyserie. Zuvor war bereits The People v. O.J. Simpson als beste Miniserie ausgezeichnet worden.

Bereits bekannt war, dass Schauspielerin Meryl Streep für ihre Lebensleistung geehrt wird. In ihrer Rede kritisierte sie den künftigen US-Präsidenten Donald Trump. "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle", sagte Streep unter Tränen bei der Entgegennahme des Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk. Die eindrücklichste Szene des Jahres sei für sie nicht in einem Film gewesen, sondern als Trump in einer Wahlkampfrede die Bewegungen eines körperlich Behinderten nachgeäfft habe. "Dieser Instinkt, andere zu demütigen, zieht sich in den Alltag von uns allen."

Die seit 1944 vergebenen Golden Globe Awards sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten, die seit Langem in Hollywood arbeiten. Die Verleihungszeremonie findet traditionell bei einem lockeren Galadinner statt.