Der Zombiefilm-Regisseur George A. Romero ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 77 Jahren "friedlich" im Schlaf, wie sein Manager Chris Roe mitteilte. Er sei gestorben, während er die Filmmusik des Klassikers Der Sieger gehört habe und seine Frau sowie seine Tochter an seiner Seite gewesen seien. Romero litt an Lungenkrebs. 

Der Filmemacher galt als Vater der Zombiefilme. Bekannt wurde er 1968 mit seinem Regiedebüt Die Nacht der lebenden Toten. Darin bewegen sich die Untoten langsam, sehnen sich nach menschlichem Fleisch und können nur durch einen Schuss in den Kopf getötet werden. Wenn der Zombie einen Menschen beißt, wird auch dieser zum Untoten.

Diese Merkmale sind bis heute fest in Zombiefilm-Charakteren verankert. Die Forschungsbibliothek des US-Kongresses erklärte den Schwarz-Weiß-Film 1999 zum Meisterwerk und nahm ihn in die Liste jener Filme auf, die als besonders erhaltenswert gelten.

In seinen Werken berücksichtigte er sozialkritische Aspekte. Viele werteten Die Nacht der lebenden Toten als sozialkritisches Stück über Rassismus in den Vereinigten Staaten. Der einzige Schwarze in der Erzählung überlebt zwar die Zombies, wird anschließend jedoch von weißen
Rettungskräften erschossen.

Romero drehte ein Dutzend Gruselstreifen, darunter Crazies, Zombie und Land of the Dead. 2009 stellte der Künstler beim Filmfest in Venedig mit Survival of the Dead sein letztes Regiewerk vor.

Romero hinterlasse seine "Familie, viele Freunde und ein Regievermächtnis, das Bestand hat und weiterbestehen wird", erklärte Manager Roe.