Der Schauspieler und Comedian Jerry Lewis ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte seine Sprecherin mit. Er sei eines natürlichen Todes in seinem Haus in Las Vegas gestorben.

Lewis wurde am 16. März 1926 in Newark bei New Jersey als Joseph Levitch geboren. Seine Eltern, Danny und Rae Levitch, waren beide künstlerisch tätig. Seine Mutter war Pianistin, sein Vater Tänzer und Sänger. Die Eltern nahmen den Nachnamen Lewis bei örtlichen Auftritten an.

Als Grimassen-König hatte Lewis seit Jahrzehnten Menschen auf der ganzen Welt zum Lachen gebracht. Seinen Durchbruch hatte er durch seine gemeinsamen Auftritte mit Dean Martin. Das Duo war auf Bühnen, im Fernsehen und in Kino über Jahre gemeinsam zu sehen. 1956 trennten sich ihre Wege, Lewis blieb aber weiterhin als Schauspieler und als Regisseur erfolgreich.

1963 erlangte er mit der Komödie Der verrückte Professor weltweite Berühmtheit. In der Parodie auf Dr. Jekyll und Mr. Hyde spielte Lewis nicht nur die Hauptrolle, sondern führte auch Regie und schrieb das Drehbuch. 33 Jahre später wurde der Film mit Eddie Murphy neu verfilmgt. 1995 zog sich Lewis aus der Filmwelt zurück. 2016 trat er aber in dem Drama Max Rose erneut auf. Insgesamt spielte Lewis spielte in mehr als 80 Kino- und Fernsehfilmen und führte Regie in über einem Dutzend anderer.

Lewis war zum zweiten Mal verheiratet. Er hatte fünf leibliche Söhne sowie einen adopierten Sohn und eine adopierte Tochter. 2009 bekam er für seinen Einsatz im Kampf gegen Armut und Krankheiten einen Ehrenoscar. Zu seinem 90. Geburtstag hatte ihn das renommierte Museum of Modern Art (MoMA) in New York mit einer Film-Retrospektive gewürdigt.

Das Entertainment-Multitalent hatte in den vergangenen Jahren mit vielen gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen: Bei Lewis wurde ein Prostatakrebs diagnostiziert, zudem hatte der Schauspieler bereits eine Magenblutung, einen Herzinfarkt, eine Wirbelsäulenfraktur und eine schwere Lungenkrankheit.