Karin Dor ist im Alter von 79 Jahren in einem Pflegeheim in München gestorben. © Horst Ossinger/dpa

Die Schauspielerin Karin Dor ist tot. Das teilte das Privattheater Komödie im Bayerischen Hof in München mit, zuvor hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet. Demnach ist die Schauspielerin im Alter von 79 Jahren an den Spätfolgen eines Sturzes in einem Münchner Pflegeheim gestorben.

Dor wurde 1938 in Wiesbaden geboren. Mit 15 Jahren begann sie ihre Schauspielkarriere. Als Jugendliche erhielt sie ihre erste kleine Rolle in Rosen-Resli. In dem Spielfilm von 1954 hatte sie einen einzigen Satz zu sprechen: "Himmlisch, Frau Chefin, einfach himmlisch!"

Bekannt wurde sie als erstes und einziges deutsches Bondgirl: So spielte sie 1967 als Helga Brandt in James Bond 007 – Man lebt nur zweimal an der Seite von Sean Connery. In dem Film stirbt sie einen schrecklichen Tod – sie wird von Piranhas gefressen. 

Drei Jahre zuvor übernahm sie die Rolle des Indianermädchens Ribanna in Winnetou II mit Pierre Brice. Dor spielte auch in Alfred Hitchcocks Spionagethriller Topas (1969) und der US-Fernsehserie Der Chef (1970). Zuletzt wirkte sie in zwei Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen in den Jahren 1997 und 2000 mit. Im Drama Ich bin die Andere von 2006 spielte sie eine alkoholkranke Mutter, deren Tochter (Katja Riemann) unter einer Persönlichkeitsspaltung leidet.

1955, im Jahr nach der Hochzeit mit dem Regisseur Harald Reinl, wurde ihr Sohn Andreas geboren. Gut 14 Jahre lang hielt die Ehe mit dem Regisseur, bis sie 1968 geschieden wurde. Damals erkrankte Dor an Krebs. Nach ihrer Trennung von Reinl war Dor noch zwei weitere Male verheiratet: So ging sie eine Kurzehe mit dem Kaufmann Günther Schmucker ein. 1988 heiratete sie den US-Amerikaner und  Stuntman George Robotham, der 2007 starb.