Fotokolumne

Unterwegs mit Juergen Teller

Juergen Teller ist einer der einflussreichsten deutschen Fotografen. In seiner ZEITmagazin-Kolumne zeigt er, was er auf seinen Reisen erlebt und welche Menschen er trifft.

Nachdem ich über Weihnachten in Rom war, Anfang des Jahres in New York mit Marc Jacobs seine Männerparfüm-Kampagne fotografiert habe, danach zehn Tage auf Kuba am Rumfotografieren war und von dort nach Dijon geflogen bin, um im Consortium an meiner Ausstellung zu arbeiten, habe ich meine Seite im ZEITmagazin völlig vergessen. Da kam mir diese tranceartige Stille einer Teenagerin zu Gute (das Bild hängt auch in meiner Ausstellung). Es passt ganz gut zu meinem jetzigen Zustand. Was will man denn immer über die Fotos schreiben. Das Bild ist von einem isländischen Model names Björk. Es war mein erster Auftrag fürs Purple Magazine, fotografiert auf einem Spielplatz in London, den es schon lange nicht mehr gibt. Schaut so aus wie ein Spielplatz auf Kuba.

Leser-Kommentare

    • 04.12.2009 um 19:23 Uhr
    • Kometa

    Gestylte, schräge Nackheit, ob weiblich-knochig oder fleischlich-puttig.

    Perspektive ungewohnt,
    Experimente ohne Zahl,
    Vergrößerung betont!
    - Fertig ist das Foto-Mal!

  1. (Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion /ft)

  2. 3. Trash

    Jürgen Teller muss wirklich ein sehr einflussreicher Fotograf sein wenn er einen solchen Trash im Zeitmagazin veröffentlichen kann.

  3. Juergen Teller Foto Nr. 10.
    Eine nackte, natürlich im Schambereich rasierte Frau, liegt im Müll, zwischen ihren leicht geöffneten Beinen ein Welpe, einige andere um sie herum.
    Seitdem die Zeitredaktion sich entschieden hat dieses Foto im Zeit-Magazin zu veröffentlichen fragen ich mich immer wieder: Warum?
    Sollen in Folge weibliche Leserinnen vergrault werden, will man den Eindruck vermitteln, dass neue Zeiten angebrochen sind, wenn ja - welche?
    Welche Kräfte haben hier gewirkt, ich kann dieses Foto, mit der Zeitschrift, die ich seit vielen Jahren lese so gar nicht mehr zusammen bringen.

  4. Offensichtlich ist dieser Typ nicht in der Lage, auch nur ansatzweise zu verstehen, daß es Menschen gibt, die Kreaturen mit ähnlichen Interessen auch ähnliche Rechte und moralisch / ethische Wertigkeiten zugestehen. Ein Rind, als leidensfähige und fühlende Kreatur, hat ein vitales (omg) Interesse daran, nicht kastriert zu werden (Ochs), nicht hingerichtet zu werden, körperlich unversehrt zu bleiben, keine Schmerzen zu empfinden und nicht aufgefressen zu werden usw. usf.

    Das alles ist hier nun trotzdem nur zum geringwertigen Vergnügen pervertierter anderer Kreaturen (in diesem Fall mind. einer: Juergen Teller) passiert und wurde dokumentiert.

    Moralisch in diesen Interessen & Rechten also mit dem Menschen gleichgestellt - ja, das schaffen sogar 10-jährige zu erkennen - handelt es sich um die gleiche "Ästhetik und Appetitlichkeit" als wäre ein Mensch in gleicher Situation wie hier abgelichtet. Und der Ochs verdient auch das gleiche Mitleid.

    Darum hat der arme Junge geweint. Ein wirklich guter Fotograf hätte evtl. das Kind weinend mit aufs Bild gebracht, um eine tiefgründige Aussage zu erzeugen. Aber dieser hier merkt nicht einmal, daß er dieses Kind seelisch und moralisch mißbraucht hat. Deutlich: Es handelt sich hier u.a. (!) um einen Fall von Kindesmißbrauch. Und nun verklag mich, Du *****!

  5. Es gibt keine Instanz, die dem Einhalt gebieten könnte: Der technisch und logistisch perfektionierten Produktion und Vernichtung von Massen einzelner Tiere.
    Das Volk merkt nichts und frisst.
    Der Fotograf merkt nichts und macht Kunst. Cash.
    Und alle: Gleich verweichlicht wie ausgehöhlt, ausgenommen.
    Das Rad dreht sich.

  6. 7. Trauer

    Lieber Juergen Teller,
    ich befürchte sie meinen den geschriebenen Inhalt der Kolumne Ernst, oder? Haben sie das Kind getröstet? Mit ihm geredet, ihm versucht, eine andere Perspektive zu erläutern? Wenn ja, warum haben sie davon nichts geschrieben? Verkauft sich nicht so gut, wa? [...]
    PS: Warum habt ihr [...] Künstler alle solche Angst davor, mal nicht ironisch zu sein. Weil euch dann Gutmenschentum vorgeworfen wird? Wake up. Es gibt schlimmeres.
    PPS: Noch was - Zeigen sie doch das Bild, Herr Teller. Ist auch ok, das sie das gut finden, essen sie Fleisch. Wirklich, ist ihre Sache. Aber nutzen sie andere Leute nicht für ihre Arbeiten aus.

    (Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke. Die Redaktion/sh)

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