Unterwegs mit Juergen Teller
Juergen Teller ist einer der einflussreichsten deutschen Fotografen. In seiner ZEITmagazin-Kolumne zeigt er, was er auf seinen Reisen erlebt und welche Menschen er trifft.
Das war die Einladungskarte zu meinem 40. Geburtstag vor sechs Jahren, limitierte 100er-Auflage, Originalprints, 30 x 40 Zentimeter, die ich an meine Freunde verschickt habe. Damit sie sehen, worum’s geht. Der Tiroler Hut ist eines meiner Lieblingsrestaurants in London, zum Essen mit meinen Kindern oder in die Bar spätabends.
Oft miete ich auch das ganze Restaurant, dann gibt’s Kuhglockenmusik von Josef, dem Besitzer, seine Frau Christine und seine Tochter stehen an der Bar. Sie sind Freunde der Familie. Und Karl, der Koch, macht exzellentes Essen. Ich brauche nicht lange rumzureden, man sieht ja alles auf dem Foto.
Die Einladung zu meinem 50. Geburtstag wird wahrscheinlich ein bisschen anders ausschauen.
- Datum 13.10.2010 - 17:09 Uhr
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Gestylte, schräge Nackheit, ob weiblich-knochig oder fleischlich-puttig.
Perspektive ungewohnt,
Experimente ohne Zahl,
Vergrößerung betont!
- Fertig ist das Foto-Mal!
(Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion /ft)
Jürgen Teller muss wirklich ein sehr einflussreicher Fotograf sein wenn er einen solchen Trash im Zeitmagazin veröffentlichen kann.
Juergen Teller Foto Nr. 10.
Eine nackte, natürlich im Schambereich rasierte Frau, liegt im Müll, zwischen ihren leicht geöffneten Beinen ein Welpe, einige andere um sie herum.
Seitdem die Zeitredaktion sich entschieden hat dieses Foto im Zeit-Magazin zu veröffentlichen fragen ich mich immer wieder: Warum?
Sollen in Folge weibliche Leserinnen vergrault werden, will man den Eindruck vermitteln, dass neue Zeiten angebrochen sind, wenn ja - welche?
Welche Kräfte haben hier gewirkt, ich kann dieses Foto, mit der Zeitschrift, die ich seit vielen Jahren lese so gar nicht mehr zusammen bringen.
Offensichtlich ist dieser Typ nicht in der Lage, auch nur ansatzweise zu verstehen, daß es Menschen gibt, die Kreaturen mit ähnlichen Interessen auch ähnliche Rechte und moralisch / ethische Wertigkeiten zugestehen. Ein Rind, als leidensfähige und fühlende Kreatur, hat ein vitales (omg) Interesse daran, nicht kastriert zu werden (Ochs), nicht hingerichtet zu werden, körperlich unversehrt zu bleiben, keine Schmerzen zu empfinden und nicht aufgefressen zu werden usw. usf.
Das alles ist hier nun trotzdem nur zum geringwertigen Vergnügen pervertierter anderer Kreaturen (in diesem Fall mind. einer: Juergen Teller) passiert und wurde dokumentiert.
Moralisch in diesen Interessen & Rechten also mit dem Menschen gleichgestellt - ja, das schaffen sogar 10-jährige zu erkennen - handelt es sich um die gleiche "Ästhetik und Appetitlichkeit" als wäre ein Mensch in gleicher Situation wie hier abgelichtet. Und der Ochs verdient auch das gleiche Mitleid.
Darum hat der arme Junge geweint. Ein wirklich guter Fotograf hätte evtl. das Kind weinend mit aufs Bild gebracht, um eine tiefgründige Aussage zu erzeugen. Aber dieser hier merkt nicht einmal, daß er dieses Kind seelisch und moralisch mißbraucht hat. Deutlich: Es handelt sich hier u.a. (!) um einen Fall von Kindesmißbrauch. Und nun verklag mich, Du *****!
Es gibt keine Instanz, die dem Einhalt gebieten könnte: Der technisch und logistisch perfektionierten Produktion und Vernichtung von Massen einzelner Tiere.
Das Volk merkt nichts und frisst.
Der Fotograf merkt nichts und macht Kunst. Cash.
Und alle: Gleich verweichlicht wie ausgehöhlt, ausgenommen.
Das Rad dreht sich.
Lieber Juergen Teller,
ich befürchte sie meinen den geschriebenen Inhalt der Kolumne Ernst, oder? Haben sie das Kind getröstet? Mit ihm geredet, ihm versucht, eine andere Perspektive zu erläutern? Wenn ja, warum haben sie davon nichts geschrieben? Verkauft sich nicht so gut, wa? [...]
PS: Warum habt ihr [...] Künstler alle solche Angst davor, mal nicht ironisch zu sein. Weil euch dann Gutmenschentum vorgeworfen wird? Wake up. Es gibt schlimmeres.
PPS: Noch was - Zeigen sie doch das Bild, Herr Teller. Ist auch ok, das sie das gut finden, essen sie Fleisch. Wirklich, ist ihre Sache. Aber nutzen sie andere Leute nicht für ihre Arbeiten aus.
(Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke. Die Redaktion/sh)
die bilder von juergen teller im Zmagazin find ich genial bis naja.
ich versteh nicht, worüber sich die leute hier mal wieder aufregen. die nackte frau vor dem schutthaufen mit den welpen ist doch ein wahnsinnig gutes bild!
es geht hier doch um die bilder kinners, es ist doch völlig egal, was herr teller dazu denkt. ich finde den ochsen auch nicht unbedingt ästhetisch und appetitlich. trotzdem (zumindest von der motivwahl) ein gutes bild.
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