Kunst und Mode Meisterfotograf Irving Penn gestorben
Er fotografierte Marlene Dietrich, Miles Davis und Picasso. Der amerikanische Starfotograf Irving Penn ist im Alter von 92 Jahren gestorben.
© Cate Gillon/Getty Images

Die Werke Irving Penns hängen in vielen Museen dieser Welt. Hier zu sehen "Cigarette and Lips" und "Mouth for L'Oreal", die zu einer Privatsammlung gehörten
Der amerikanische Fotograf Irving Penn, der in den vierziger Jahren als Modefotograf berühmt wurde, ist tot. Der Künstler starb am Mittwoch im Alter von 92 Jahren in seiner New Yorker Wohnung, berichtete die Los Angeles Times unter Berufung auf dessen jüngeren Bruder, Hollywood-Regisseur Arthur Penn.
1943 schoss Penn sein erstes Titelblatt für die Modezeitschrift Vogue. Als Star der Modefotografie schuf er allein für Vogue mehr als 150 Titelseiten. Film- und Musikgrößen wie Igor Strawinsky, Miles Davis, Marlene Dietrich, Alfred Hitchcock und Ingmar Bergman ließen sich von Penn ablichten.
Der Fotograf reiste mit einem Atelierzelt und einer alten Plattenkamera zu den Eingeborenen Papua-Neuguineas, den Nomaden in der Wüste von Marokko, den Hochlandindianern Perus und den Stämmen Kameruns. Für seine Stillleben sammelte er Anfang der siebziger Jahre Abfall im Rinnstein, Zigarettenpackungen, Kippen, einen weggeworfenen Handschuh. Penns Porträts, Akte und Stillleben sind in bedeutenden Museen der Welt zu sehen.
Der Sohn eines jüdischen Uhrmachers wuchs in Plainfield (New Jersey) und in Philadelphia auf. Ursprünglich wollte Penn Maler werden, vertauschte dann aber den Pinsel mit dem Objektiv, weil er glaubte, auf der Staffelei nur Mittelmäßiges schaffen zu können.
- Datum 08.10.2009 - 07:07 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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