Architektur "Städte sind wie Dickhäuter"Seite 3/3
Der Potsdamer Platz 2006: Der neu gestaltete Streifen der Potsdamer Straße zwischen dem Sony-Center und dem Areal DaimerlChrysler, im Hintergrund stehen der Bahntower und das Kollhoff-Hochhaus
Piano: Ach, was für eine grausame Frage! Anders als ein Schriftsteller oder ein Komponist kann ein Architekt das, was er einmal geschaffen hat, nicht mehr verändern. Immer wenn ich nach Berlin zurückkehre, fülle ich mein Notizbuch mit Anmerkungen und neuen Einfällen. In der Zwischenzeit habe ich so viel Neues erlebt, dass ich hier am liebsten wieder ganz von vorn beginnen würde. An anderen Stellen entsteht Berlin indes immer wieder neu, ganz wie Die unsichtbaren Städte, die Italo Calvino beschreibt. Nur tote Museumsstädte bleiben so, wie sie sind. Berlin hat eine natürliche Unvollkommenheit und lebt von seinen inneren Widersprüchen.
Das Gespräch führte Corina Kolbe.
- Datum 05.11.2009 - 09:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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und hab's nicht gemerkt. Hab das Ganze gar nicht als "Platz" wahrgenommen. Kein eigener Charakter, nichts. Ein Wirrwarr von Glas und Stahl. Man sieht keinen roten Faden, nur dass es modern sein sollte und viel Geld gekostet hat.
kann heinzschmidt so nicht zustimmen, das areal enthält eine ganze reihe von teilweise interessanten plätzen. die architektur ist erfrischend vielseitig, gerade dieses wirrwarr schützt gegen beliebigkeit.
allein, es mangelt an leben. der architekt irrt, wenn er glaubt, die berliner wären zahlreich vor ort - touristen und bürobetrieb dominieren! aber sei`s drum, besser als völlige leere. aber dennoch vergaß piano die miteinbeziehung von mietern, die nach geschäftsschluss bleiben (wohnen, kneipen mit stil). sicher wollten die investoren da nicht mitmachen, aber dennoch hilft augenwischerei a la "berliner nehmen platz an" nicht weiter.
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