Der Revolutionär der Modefotografie

Bild: © F.C. Gundlach
F. C. Gundlach war nicht nur ein Modefotograf, er hat der Mode in Deutschland Farbe verliehen. Nach den Kriegsjahren fuhr er häufig nach Paris, in seinen frühen Fotografien erkennt man, wie er das Licht, die besondere Stimmung der Stadt mit seiner Kamera aufzufangen versucht. In den sechziger Jahren, die Gundlach sein "spannendstes Jahrzehnt" nannte, erhielt er die Rahmenbedingungen, seine Ideen umzusetzen. Für die Zeitschriften Brigitte und Film und Frau reiste er an für damalige Zeiten unerhört exotische Orte wie Ägypten und Marokko und lichtete Badeanzüge vor den Pyramiden ab.
Neben dieser artifiziellen Fotografie begründete Gundlach in den siebziger Jahren aber auch einen weiteren Trend: Als einer der ersten Fotografen in Deutschland präsentierte er Mode in "alltäglichem" Rahmen. So ließ er seine Models vor den Hafenspelunken von St. Pauli posieren.
Wie sehr seine Mode den Zeitgeist der deutschen Nachkriegsgeschichte widerspiegelt, zeigt die Werkschau F. C. Gundlach. Das fotografische Werk, die vom 20. November bis 14. März 2010 im Martin-Gropius-Bau in Berlin gezeigt wird.
Neue Perspektiven“, Kostüm von S & E – Uli Richter, Berlin 1957, in: Film und Frau, Modeheft Herbst/Winter 1957/58
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Vielleicht kann man es so ausdrücken: Der Modefotograf F.C. Gundlach hat so lange Stil-Ikonen fotografiert, bis er selbst eine Ikone der Modefotografie geworden ist.
Wer zufällig in Hamburg zu hat, der sollte auf eine Stippvisite den dickwandigen Bunker am Millerntor (direkt neben dem St. Pauli-Stadion) aufsuchen. Hier hat F.C. Gundlach sein Atelier.
Viele Fotos von F.C. Gundlach sind über die Jahre aktuell geblieben - und das ist eine Ausnahmeerscheinung in der Modefotografie. Für mich immer wieder ein großes Vorbild in meiner fotografischen Arbeit.
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