Es ist die höchste Summe, die je bei einer Auktion für ein Kunstwerk gezahlt wurde: Für 106.482.500 Dollar wechselte Picassos Nu au plateau de sculpteur ( Nackte, Grüne Blätter und Büste ) aus dem Jahr 1932 den Besitzer. Das Werk wurde einem unbekannten Bieter am Telefon für 95 Millionen Dollar zugeschlagen, hinzu kommt das übliche Aufgeld. Der Schätzpreis war auf 70 bis 90 Millionen Dollar angesetzt, der Auktionseinstieg lag bei 58 Millionen.

Das Gemälde stammt aus der Privatsammlung der Ehefrau des kalifornischen Immobilienunternehmers Sidney F. Brody, Frances Brody. In den 1950er Jahren hatte das Ehepaar das Gemälde direkt von Picassos Kunsthändler erworben. Seitdem war es im privaten Besitz und wurde zuletzt vor fast einem halben Jahrhundert, 1961 in Los Angeles, ausgestellt.

Damit haben sich zumindest am ersten Abend der traditionellen New Yorker Frühjahrsauktionen die hohen Erwartungen der Auktionshäuser erfüllt. Sowohl Christies wie auch Sothebys hatten auf höhere Preise gehofft, weil in diesem Jahr Stücke angeboten werden können, die seit Jahrzehnten nicht oder noch nie auf dem Kunstmarkt waren. Der Picasso war das prominenteste Beispiel hierfür, die Flag von Jasper Johns aus der Sammlung des Bestsellerautors Michael Chrichton ein zweites. Bei Sotheby's wird am Mittwoch das Gemälde Bouquet pour le 14 juillet 1919 des französischen Malers Henri Matisse versteigert.