Kunstraub Van-Gogh-Gemälde aus Kairoer Museum gestohlen
Begehrtes Diebesgut: Bereits zum zweiten Mal ist van Goghs "Die Mohnblumen" aus dem Kairoer Mahmud-Chalil-Museum entwendet worden.
Kunstraub am hellichten Tag: Die ägyptischen Behörden haben den Verlust des Gemäldes Die Mohnblumen des niederländischen Malers Vincent van Gogh gemeldet. Kulturminister Faruk Husni teilte mit, das Stillleben einer weißen Vase mit Blumen sei am Samstagvormittag während der Öffnungszeiten aus seinem Rahmen im Mahmud-Chalil-Museum in Kairo geschnitten und gestohlen worden.
Der Wert des Kunstwerkes, das 30 mal 30 Zentimeter misst, wird auf 50 Millionen US-Dollar (knapp 39 Millionen Euro) geschätzt. Nach Angaben der ägyptischen Behörden ist es bereits das zweite Mal, dass jemand die
Mohnblumen
aus dem Mohammed-Mahmud-Chalil-Museum entwendet hat. Einige Jahre nach dem ersten
Diebstahl von 1978 war das Gemälde im Golfemirat Kuwait wieder aufgetaucht und nach Kairo zurückgebracht worden.
Auch am Samstagabend - nur wenige Stunden nach dem Diebstahl - hieß es, das Kunstwerk sei schon gefunden worden. Angeblich wurde es auf dem Flughafen von Kairo bei einem jungen Paar aus Italien entdeckt, das am Samstag zu den nur rund ein Dutzend Besuchern des Museums gehört hatte. Doch kurze Zeit später erklärte Kulturminister Faruk Husni, diese von seinem Ministerium verbreitete Information sei falsch. Nach dem Gemälde wurde am Sonntag immer noch gesucht.
Die Regierung hatte sofort alle Grenzposten alarmiert, um zu verhindern, dass das Kunstwerk aus dem Land gebracht wird. Am Kairoer Flughafen wurden alle Koffer durchsucht. "Selbst die Diplomaten müssen ihre Taschen öffnen", sagte ein Verantwortlicher. Normalerweise wird bei den Kontrollen am Flughafen weniger auf Gemälde geachtet als auf gestohlene Altertümer aus der Pharaonenzeit.
Das von der Familie des Kunstsammlers Mohammed Mahmud Chalil gestiftete Museum im Herzen von Kairo beherbergt auch Werke von Claude Monet, Henri de Toulouse-Lautrec, Paul Gauguin und Auguste Rodin. Da Kairo mit den Pyramiden, der islamischen Altstadt, dem koptischen Viertel und dem Ägyptischen Museum viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, zieht das kleine Kunstmuseum nicht so viele Touristen an wie vergleichbare Museen in anderen Metropolen.
- Datum 22.08.2010 - 09:26 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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sollte man gleich die Ohren lang ziehen. Es geht um das Werk "Poppies" in Kairo, nicht um ein Selbstportrait in London. Zeigen Sie es bitte auch :).
Für die die es auch gerne sehen würden:
http://www.globalgallery....
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