Kunst-Festival "Ars Electronica" "Der Weg aus der Krise hat Lustpotenzial"
Nichts weniger als die Rettung der krisengeschüttelten Welt hat sich das Linzer Kunst- und Technologie-Festival Ars Electronica in diesem Jahr vorgenommen. Ein Rundgang zu sehenswerten Projekten und Installationen.
© Fabian Mohr

Zyklus "Requiem for dying species", Ars Electronica 2010
Für Warnungen ist es zu spät, wichtige Points of no return sind längst überschritten: Die Ars Electronica, seit mehr als 30 Jahren eine der wichtigsten Spielflächen für digitale Kunst, sieht die Welt um uns herum im Ausnahmezustand. Repair lautet deshalb das Motto des diesjährigen Festivals.
Die Kunst könne und müsse sich einbringen bei der Suche nach Lösungen, sagt Gerfried Stocker, Leiter der Ars Electronica, im Interview mit ZEIT ONLINE. Neben der kritischen Analyse könne sie den Menschen auch Geschichten erzählen und Symbole schaffen, die dabei helfen, komplexere Zusammenhänge zu verstehen.
Erstmals findet die Ars Electronica auf dem Gelände der ehemaligen Tabakfabrik in Linz statt. Beteiligt sind über 500 Künstler und Fachleute aus rund 26 Ländern. Eine Auswahl der Installationen und Projekte zeigen wir Ihnen als Video-Serie.
- Datum 09.09.2010 - 12:54 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Soweit so "gut" oder "schlecht". Wie behaupten wir uns heute im Umgang mit einer massenmedial rekonstruierten Geschichtslosigkeit in der angeblich nur noch das Argument "interessant" erstrebenswert ist?
Inwieweit regieren aus dem Zusammenhang gerissene Bilder unsere Bildung?
Nun geht es auf gar keinen Fall darum den Konsum und die Produktion fotografischer Bilder aus dem Unterricht zu verbannen, als vielmehr darum den Lehrer aller Fächer Denk- und Analysewerkzeuge im Umgang mit Bildern in die Hände zu geben.
Die Populatität des Lehrerberufs steigt vielleicht auch deshalb in den Keller, weil der reflektierte und analytische Umgang mit wirklichkeitsprägenden Massenmedien in der Schule wenn, dann lapidar am Rande des Kunstunterrichts untergebracht wird.
Die Forderung eines Fachs "Visuelle Kommunikation" ist in der Bildungsdebatte nicht neu und sollte den Kunstunterricht bei der Produktion nicht behindern sondern als kritisches Medium verstärkt in allen anderen Fächern mitschwingen. Um das zu ermöglichen braucht es eine massive Ergänzung der Lehrerausbildung aller Fachrichtungen. Ein Bild sagt nunmal nicht mehr als tausend Worte und dem Wahnsinn indoktrinierter Interpretationen fanatischer "Brüder im Medienglauben" sollte schleunigst eine schulisch vermittelte, kontextgebundene und sprachorientierte Kompetenz entgegenstehen.
Ob die Ars Electronika mit einer verwaschenen "Suche nach Lösungen" hierzu beiträgt sei dahingestellt.
meine Empfehlung: Bitte V.Flusser und S.Sontag lesen
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